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Oberschüler erlernen Medienkompetenz

Mediales Schulprojekt in Dahme Oberschüler erlernen Medienkompetenz

„Biografien werden lebendig“ lautet der Titel eines Projektes, mit dem Dahmer Schüler einen Blick in die Vergangenheit älterer Familienmitglieder wagen wollten. Damit, dass sie praktisch niemanden finden würden, der mit ihnen vor dem Mikrofon aus dem eigenen Leben plaudern würde, hatten sie nicht gerechnet.

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Quelle: Uwe Klemens

Dahme. Das Eintauchen in die Biografie anderer Menschen ist immer eine spannende Sache. Gerade die Älteren haben Dinge erlebt, die Nachfolgende, wenn überhaupt, nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Dem spannenden Blick in die Vergangenheit widmet sich an der Dahmer Otto-Unverdorben-Oberschule nun das audiovisuelle Projekt „Biografien werden lebendig“.

Jeweils zu zweit und ausgerüstet mit einem Tonaufnahmegerät machten sich die Schüler in den vergangenen Wochen auf den Weg, um ältere Menschen aus dem Bekanntenkreis über die besonderen Momente ihres Lebens auszufragen. Das Endziel des Projektes sollte die Präsentation fertig geschnittener und mit historischen Fotos bebilderter Interviews auf der Webseite der Schule sein.

Nur vier Großeltern plauderten vorm Mikrofon

Sollte, denn die gestrige Präsentation der Ergebnisse fiel spärlicher aus, als von den Projektbetreuern Andreas Trunschke und Kaspar Röttgers vom Berliner Bildungsträger „Büro Blau“ erhofft. Lediglich vier Schüler hatten es geschafft, Großvater oder Großmutter zum Plaudern vor dem Mikrofon zu bewegen. Da selbst diese vier keine Veröffentlichung ihrer persönlichen Erlebnisse wünschen, ist die ursprüngliche Projektidee praktisch gestorben.

Was schade ist, wie auch die 15-jährige Lisa findet, die ihre Oma interviewt hatte, dabei aber leider mit der Aufnahmetechnik nicht klarkam. „Ich hab’ aus dem Leben meiner Oma Dinge erfahren, die ich noch nicht wusste. Am interessantesten fand ich die Schilderungen über die DDR-Zeit und wie meine Oma den Mauerfall erlebt hat. Manchmal, wenn meine Fragen zu persönlich wurden, hat mir Oma aber auch nicht geantwortet“, erzählt die Schülerin. Auch ihre Mutter möchte nicht, dass das Interview veröffentlicht wird, so dass sich die Wiederholung des Interviews erübrigt.

Mediale Kompetenzen werden vermittelt

Um das zweite Anliegen des Projektes, die Erlangung sogenannter medialer Kompetenzen, dennoch umzusetzen, beschlossen Trunschke und Röttgers mit den Schülern das Ausweichen auf ein weniger heikles Thema. Kurzinterviews mit Schülern und Lehrern über das Leben des Kaufmanns und Wissenschaftlers Otto Unverdorben, dessen Namen die Schule trägt, sollen in den nächsten Tagen geführt werden. Mittels Audio- und Bildershow-Software sollen daraus etwa fünf- bis zehnminütige Vorträge entstehen. Die entsprechende Soft- und Hartware und das nötige Wissen stellen die Projektbetreuer zur Verfügung.

Von Uwe Klemens

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