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Teltow-Fläming Oberschüler lernen Politik mit der MAZ
Lokales Teltow-Fläming Oberschüler lernen Politik mit der MAZ
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07:55 14.02.2017
Die Schüler der 9a und ihr Lehrer Bernd Schill (2. v. l.) stürzen sich zur Projektbeginn auf den Stapel MAZ-Exemplare. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

An normalen Unterricht musste sich die 9a der Trebbiner Goethe-Oberschule Montagfrüh erst wieder gewöhnen. Lärmintensives Temperament wechselte sich dabei mit Müdigkeit ab. Gleich nach den Winterferien waren die Schüler auf Klassenfahrt zum Thema „Bewerbungstraining“ gegangen. Und kaum von dort zurück, stürzen sie sich in ein neues, spannendes Vorhaben. Vier Wochen lang nehmen sie jetzt am Projekt „MAZ-Schulreporter“ teil, schauen hinter die Kulissen der modernen Zeitungsarbeit und nutzen die MAZ im Unterricht. Der erste Stapel Zeitungsexemplare wurde lautstark in Besitz genommen.

Die Arbeit mit der Zeitung gehört jetzt täglich zum Unterricht. Quelle: Elinor Wenke

Schulleiter Bernd Schill, der in der Klasse Politische Bildung und das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften unterrichtet, hatte in der Bewerbungswoche bereits eine anonyme Schülerumfrage gestartet. Die Neuntklässler sollten ankreuzen, welche Medien sie im Alltag nutzen, um sich über tagespolitische Ereignisse zu informieren. Dabei standen Fernsehen und Internet ganz hoch im Kurs, gefolgt von Radio und Tageszeitung. Außerdem nutzen die 14- bis 15-Jährigen gern Facebook und ihr Handy. Immerhin mehr als 50 Prozent gaben an, eine Tageszeitung im Haushalt zu haben, zu denen auch, aber nicht in jedem Fall die Märkische Allgemeine gehört. Etwa jeder Vierte der 22 Schüler im Projekt berichten, dass ihre Eltern MAZ-Abonnenten sind.

Sind die Überschriften interessant, wird ein Artikel eher gelesen

Für die meisten aber ist Brandenburgs größte Tageszeitung Neuland. „Ich konnte bisher nicht viel damit anfangen und vermisse einen richtigen Jugendteil in der Zeitung“, sagte Marlon (14). Justine (15) liest die Märkische Allgemeine immer mal, wenn sie bei ihren Großeltern ist. „Ich schaue zuerst auf die Überschriften und entscheide dann, welche Artikel ich genauer lese“, sagte sie.

Bernd Schill indes nutzte die Montags-MAZ in Politischer Bildung gleich zur Auswertung der Bundespräsidenten-Wahl vom Sonntag. „Wir hatten uns vorher schon mit den Gepflogenheiten und den Kandidaten vertraut gemacht“, sagte Bernd Schill, „denn politisches Allgemeinwissen wird bei den Bewerbungsgesprächen auch abgefragt. Da möchte man schon wissen, wer Frank-Walter Steinmeier ist.“

Das Medienprojekt „MAZ-Schulreporter“

„MAZ-Schulreporter“ ist ein medienpädagogisches Projekt, bei dem die älteren Schüler zum Lesen ermuntert und deren mediale und digitale Kompetenzen gefördert werden sollen.

820 Schüler aus 42 Klassen nehmen in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald daran teil.

Schill erörterte mit seinen Schülern, warum Jugendliche ab 16 zwar im September bei der Bundestags- und Kommunalwahl mit abstimmen dürfen, nicht aber bei der Wahl zum Bundespräsidenten. Auch dass am Sonntag neben den Bundestagsabgeordneten noch weitere 21 Brandenburger in der Bundesversammlung mit abstimmen durften, war den meisten Schülern nicht geläufig. „Es wird in den nächsten Wochen etliche Aufgabenstellungen und Fragen geben, die sie mit Hilfe der MAZ bewältigen können“, kündigte Schill an.

Er freute sich auch, dass sich die MAZ in ihrer Sonnabend-Ausgabe so ausführlich dem 80. Geburtstag von Sigmund Jähn – dem ersten Deutschen im All – gewidmet hat. „Das kann ich wunderbar in den Astronomie-Unterricht mit einbauen“, sagte er.

http://www.maz-online.de/Leserservice/Schulreporter

Von Elinor Wenke

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