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Teltow-Fläming Oberschule soll umziehen
Lokales Teltow-Fläming Oberschule soll umziehen
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05:31 19.04.2018
Die Oberschule Rangsdorf in der Großmachnower Straße hat derzeit 291 Schüler. Sie könnte auf das Bücker-Gelände umziehen. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Nur eine verwegene Idee oder ein echter Coup? Mit seiner Idee, die Oberschule zu verlagern, dürfte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) für eine Menge Gesprächsstoff in Rangsdorf sorgen.

Per Pressemitteilung hat er am späten Dienstagnachmittag seine Idee einer Schul-Rochade für Rangsdorf verkündet, die sämtliche Kapazitätsprobleme in Schulen und Hort lösen soll. Rochers Vorschlag sieht vor, eine neue Oberschule im Konversionsgelände bauen zu lassen. Diese soll drei statt bisher zwei Klassen pro Jahrgang haben. In unmittelbarer Nähe zum Gebäude könnten zudem eine neue Sporthalle und ein Außensportgelände entstehen. Derzeit müssen die Schüler weite Wege in die Erwin-Benke-Sporthalle oder zum Erich-Dückert-Forum oder antreten.

Kreis soll die Miete zahlen

„Der Vorschlag bietet einige finanzielle Vorteile“, sagt Rocher. Der Investor Terraplan, der das Bücker-Gelände kaufen will, baut der Gemeinde eine Schule, die diese dann anmietet. Die Mietkosten müsste dann – nach Schulgesetz – der Landkreis tragen. Die einzigen Kosten für die Gemeinde entstünden, wenn sie die Sportflächen den Vereinen zur Verfügung stellt.

In dem frei werdenden derzeitigen Oberschulgebäude, so Rochers Vorschlag, lernen künftig Grundschüler. Möglich soll es das Konstrukt eines Schulzentrums machen. Auf diese Weise will Rocher auch das Hortproblem an der Grundschule in der Clara-Zetkin-Straße in den Griff bekommen. „Für mindestens vier Jahre gäbe es Kapazitäten für eine einzügige Grundschule einschließlich Hort“, sagt Rocher.

Horterweiterung wäre verzichtbar

Somit ließe sich die bisherige Grundschule entlasten und Rocher könnte auf die von ihm ungeliebte Erweiterung des Hortes verzichten. Statt der 2,5 Millionen Euro für den neuen Hort würde die Gemeinde nur rund eine Million Euro für eine kleine Sporthalle an der Groß Machnower Straße und für eine brandschutzgerechte Sanierung des Hortgebäudes an der Clara-Zetkin-Straße ausgeben.

Stephan Wilhelm, der Vorsitzende der SPD-Fraktion, hat sich lange für den neuen Hort eingesetzt. „Von diesem Vorhaben will ich nicht ohne weiteres abgehen“, sagt er, „als wachsende Gemeinde sollten wir alle Kapazitätserweiterungen ausschöpfen.“ Seine Fraktion werde sich in den kommenden Tagen intensiv mit Rochers Vorschlag auseinandersetzen. „Wir müssen noch viele Fragen klären“, sagt er. Auch die betroffenen Schulen hielten sich am Mittwoch mit Stellungnahmen zurück. Sie wurden erst am Dienstag vom Bürgermeister informiert.

Bücker-Gelände steht kurz vor Verkauf

Rochers Rochade-Vorschlag soll bei der Sitzung des Sozialausschusses am 10. April erstmals diskutiert werden, nachdem erste Ideen der Ausschussvorsitzenden Melanie Eichhorst (FDP) im vergangenen Oktober verpufften. Rocher hofft auf eine zügige Entscheidung der Gemeindevertretung, denn die Zeit dränge, da das Konversionsgelände kurz vor dem Verkauf stehe. Der Investor Terraplan habe sich in ersten Gespräche mit der Gemeinde bereiterklärt, die Schule zu bauen. Sie könnte neben der Bahn am geplanten Nord-Süd-Verbinder entstehen. Dort hat die Gemeinde Baurecht.

Die Noch-Eigentümerin des Bücker-Geländes, die Brandenburgische Bodengesellschaft (BBG), bestätigt, dass die Kaufverhandlungen mit Terraplan abgeschlossen sind. „Ein Verkauf des Geländes ist noch in diesem Halbjahr geplant“, teilt BBG-Geschäftsführerin Andrea Magdeburg mit. Derzeit werde der Entwurf des Kaufvertrages dem Land Brandenburg vorgelegt. Das Finanzministerium muss entscheiden, ob es den Verkauf genehmigt.

Umstrittener Kredit

Seit fünf Jahren diskutieren Rangsdorfs Gemeindevertreter über eine Erweiterung des Horts „Räuberhöhle“.

2015 sollte der Neubau eröffnen, wegen der Kosten für den Tunnel und einer Preissteigerung für das Feuerwehrgebäude verschob die Gemeinde den Bau.

Ende Dezember 2017 beschloss die Gemeindevertretung mit Mehrheit von SPD, CDU, Grünen, Linken und AfR, einen Kredit von 2,5 Millionen Euro für den neuen Hort aufzunehmen.

Die Gegner des Kredits, FDP und DPR, argumentieren mit der ungewissen Genehmigung durch die Kommunalaufsicht und veralteten Plänen für den Neubau.

Von Christian Zielke

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