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Ode an das Handwerk

Kulturlandjahr Brandenburg 2016 Ode an das Handwerk

Mit einer Festveranstaltung ist in Glashütte das Kulturlandjahr Brandenburg 2016 offiziell eröffnet worden. Die landesweite Veranstaltungsreihe widmet sich in diesem Jahr dem Thema Handwerk. In der alten Glasmachersiedlung konnten sich die Besucher am Freitag schon einmal darauf einstimmen.

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Stephanie Schulz führt, begleitet von einer Jazzband, ihre Arbeit vor.

Quelle: Oliver Fischer

Glashütte. Das Museumsdorf Glashütte befindet sich derzeit in einem regelrechten Feiertaumel. Das ganze Jahr steht im Zeichen des 300-jährigen Bestehens der Glasmachersiedlung. Vor wenigen Wochen wurde zudem eine Ausstellung über das Schaffen des größten Sohnes von Glashütte eröffnet, Reinhold Burger, seines Zeichens Erfinder der Thermoskanne, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre.

Politprominenz vor Ort

Da passte es ins Bild, dass sich am Freitag erneut Politprominenz in Glashütte versammelte, um die einzigartige Verbindung von Handwerk und Kultur zu würdigen, die das Dorf verkörpert. Mit einem Festakt wurde das Kulturlandjahr Brandenburg 2016 eröffnet, das in diesem Jahr unter dem Motto „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“ steht. Bis Ende des Jahres soll es landesweit etwa 200 Kulturveranstaltungen zu diesem Thema geben, darunter 34 mit Landesmitteln geförderte Großprojekte, wie Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) hervorhob. Dazu gehören Ausstellungen, Lesungen, Filme, Vortragsreihen oder Theateraufführungen. Glashütte zeigte sich am Freitag entsprechend kulturell, das ganze Dorf wurde zu einer einzigen Kleinkunstbühne, verschiedene Musiker traten auf, am Abend konzertierte die Kammerakademie Potsdam.

Das Kulturlandjahr

Kulturland Brandenburg ist eine Dachmarke für zusammenhängende Kulturprojekte im ganzen Land.

Seit 1998 werden unter diesem Oberbegriff Veranstaltungsreihen organisiert, die jedes Jahr unter einem anderen Oberthema stehen.

Glashütte ist in diesem Jahr ein Schwerpunktort. Zu den Veranstaltungen gehören die Ausstellungen „Die gute Form. Gebrauchsglas 1800 bis 1950“, „Prosit Glashütte! Trinkgläser 1716 bis 2016“ und „Metallobjekte“, die alle im Juni eröffnet werden.

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) lobte die Wahl Glashüttes für die Auftaktveranstaltung. „Das ist eine große Ehre für unsere Region“, sagte sie und erinnerte daran, dass der Landkreis Teltow-Fläming neben Reinhold Burger auch andere namhafte Handwerker hervorgebracht hat, wie den Erfinder der Kleinbildkamera, Oscar Barnack, und den Vater des Papptellers, Hermann Henschel.

Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD) begrüßte die Themenwahl des Kulturlandjahres und hob die lange Tradition der Handwerkskunst in Brandenburg hervor. Angesicht neuer technischer und gesellschaftlicher Möglichkeiten zeichne sich derzeit aber auch eine revolutionäre Entwicklung im Handwerk ab.

Traditionsbewusster Handwerkerort

In Glashütte ließ sich dieser Brückenschlag nachvollziehen. Besucher konnten sich im Museum über die Jahrhunderte währende Geschichte der Glasherstellung in dem Hüttendorf informieren und der Glasmacherin Stephanie Schulz bei der Herstellung neuer Produkte zuschauen. In anderen Werkstätten und Geschäften präsentierte sich das Dorf als traditionsbewusster Handwerkerort und gleichzeitig als eine Gemeinschaft, die die neu erstarkte Wirtschaftskraft des Tourismus für sich zu nutzen weiß.

Welchen Stellenwert das Handwerk in Brandenburg hat, verdeutlichte der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Robert Wüst, mit einigen Zahlen. 40 000 Handwerksbetriebe mit mehr als 170 000 Beschäftigten gebe es in Brandenburg, sagte er. Der Gesamtumsatz betrage jedes Jahr etwa 13,5 Milliarden Euro. „Das Themenjahr rückt uns als Wirtschaftsmacht von nebenan ins Bewusstsein. Es ist für uns deshalb ein Geschenk, das uns zu einem ganz neuen Selbstbewusstsein verhilft“, sagte Wüst.

Von Oliver Fischer

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