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Teltow-Fläming Österreichische Binderholz-Gruppe kauft Klenk
Lokales Teltow-Fläming Österreichische Binderholz-Gruppe kauft Klenk
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16:41 29.09.2017
Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): Christian Schmitz (Carlyle), Matteo Binder, Ludwig Foidl (beide Binderholz), Jan Phillip Feigen (Anwaltskanzlei Latham & Watkins) und Reinhard Binder (Binderholz). Quelle: Binderholz
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Baruth

Die Klenk Holz AG, die auch ein Werk in Baruth besitzt, hat einen neuen Eigentümer. Die österreichische Binderholz-Gruppe mit Sitz in Fügen in Tirol übernimmt das Unternehmen vom Finanzinvestor The Carlyle Group, wie beide Unternehmen am Freitag mitgeteilt haben. Der Kaufvertrag sei am Donnerstag unterzeichnet worden. Noch müssen die Kartellbehörden zustimmen, deswegen soll die Transaktion voraussichtlich im November abgeschlossen sein, erklärte Binderholz. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben.

Investitionen geplant

„Klenk Holz passt perfekt zu Binderholz“, sagte Reinhard Binder, CEO von Binderholz. „Gemeinsam mit dem Management von Klenk Holz werden wir unseren erfolgreichen Weg als integrierter Massivholzproduzent und DIY-Zulieferer gestärkt weitergehen.“ Klenk stellt unter anderem Massivholzplatten, Vielzweckplatten und Gartenholz her. Die Marke Klenk solle weitergeführt werden. Vorgesehen sei, die drei Klenk-Standorte weiter auszubauen, Investitionen sind kurzfristig geplant. Was das für das Baruther Werk mit seinen 310 Mitarbeitern konkret heißt, ist aber noch nicht klar. Man müsse sich jetzt erst einen Überblick verschaffen, so Natalie Binder von Binderholz auf MAZ-Nachfrage.

Einer der größten Schnittholzproduzenten in Europa

Binderholz zählt nach eigenen Angaben zu den größten Schnittholzproduzenten in Europa und hat 2530 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Österreich, Deutschland und Finnland. Klenk hat an drei Standorten etwa 1000 Mitarbeiter. Carlyle war 2013 dort eingestiegen.

IG Metall will Gespräche über Tarifvertrag fortsetzen

Die IG Metall, die seit Jahren um einen Tarifvertrag für das Baruther Klenk-Werk kämpft, erwartet, dass die nach dem Streik von 2016 begonnenen Gespräche fortgesetzt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Verhandlungen auch mit dem neuen Geldgeber fortgesetzt werden“, sagte Tobias Kunzmann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ludwigsfelde. „Der Standort Baruth ist hochprofitabel und die Belegschaft erwartet nach wie vor einen Tarifvertrag.“ Der Baruther Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) sagte, die Übernahme sei ein Schritt zur weiteren Konsolidierung auf dem Holzmarkt.. Es entstehe ein wirtschaftlich starkes, wettbewerbsfähiges und gesundes Unternehmen. Dass die Marke Klenk erhalten bleibe, sei ein gutes und hoffnungsvolles Zeichen für die Mitarbeiter. „Ich begrüße diesen wichtigen Schritt und wünsche den Mitarbeitern im Werk Baruth/Mark alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft“, so Ilk.

Von Carsten Schäfer

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