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„Offene Höfe“: Galloways in Löwenbruch

Löwenbruch „Offene Höfe“: Galloways in Löwenbruch

Seit 2009 gibt es die Initiative „Offene Höfe in der Nuthe-Nieplitz-Region“, die kleineren Öko-Betrieben bei der Vermarktung ihrer Produkte helfen soll. Zweimal im Jahr können Besucher bei den teilnehmenden Betrieben hinter die Kulissen schauen. Am Sonntag war es wieder soweit, unser Reporter hat die Gallowayzucht von Frank Mertens in Löwenbruch besucht.

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Seit 1993 züchtet Frank Mertens Galloways in Löwenbruch.

Quelle: Krischan Orth

Löwenbruch. Das schwarze Fell der Gallowayrinder kräuselt sich fast bis zum Boden, ihr Atem dampft in der Luft, wenn sie bedächtig den Kopf heben, um zu sehen, wer da kommt. „Offene Höfe in der Nuthe-Nieplitz-Region“ hieß die Veranstaltung, bei der am Sonntag wieder 20 Betriebe in Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark ihre Pforten für die Besucher öffneten. Mit dabei: Frank Mertens, der in Löwenbruch seine Gallowayrinder züchtet und zu den Gründern der „Offenen Höfe“ gehört.

48 Rinder zählt seine Herde zurzeit. Jedes Jahr lässt er etwa zehn Tiere schlachten. Das Fleisch wird direkt vermarktet. Mertens kritisiert, dass die Herkunft des Fleisches nicht auf dem Etikett vermerkt werden darf. Der Verbraucher sehe zwar, dass das Fleisch aus Deutschland kommt, aber nicht, aus welcher Region. Und an dieser Stelle kommen die „Offenen Höfe“ ins Spiel. Die Initiative will nämlich gerade kleinere Betriebe fördern und ihnen bei der Vermarktung ihrer ökologischen Produkte aus eigener Herstellung helfen. So können die Besucher stets am ersten Sonntag im Mai und im November hinter die Kulissen der teilnehmenden Betriebe blicken.

Ältere Kühe werden zu Salami verarbeitet

Bei Frank Mertens in Löwenbruch werden zumeist Bullen geschlachtet. Ältere Kühe werden zu Salami verarbeitet. Mit einem Schlachtalter von drei Jahren geht der Züchter dabei eigene Wege. In der herkömmlichen Rinderzucht wird nämlich viel früher geschlachtet, schon nach 20 Monaten. Genormte Werte für Form und Gewicht treten bei Mertens in den Hintergrund. Ihm kommt es auf die Qualität des Fleisches an, sagt er. Knapp eine Tonne bringt so ein Gallowaybulle auf die Waage.

Die Rinder stehen bei Mertens das ganze Jahr lang auf der Wiese. Im Winter bekommen sie zusätzlich Kraftfutter, um die Energiereserven aufzustocken. Für die Kühe ist das besonders wichtig, sie im Frühjahr trächtig sind und kalben. Später geben sie dann zehn bis 15 Liter Milch am Tag.

Mertens Familie baute das Landhotel im Ort

Frank Mertens hat 1993 mit der Rinderzucht begonnen. Seine Familie kam 1992 aus Berlin und hat das Landhotel im Ort gebaut, deren Leitung er zeitweilig inne hatte. Neben dem Studium war das ein entspannendes Hobby, erklärt er. Und das ist es bis jetzt geblieben.

Von Krischan Orth

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