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Teltow-Fläming Offene Tür im Stadttheater Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Offene Tür im Stadttheater Luckenwalde
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00:25 18.03.2015
Bühnenmeister Peter Migulla (l.) erklärte den Besuchern Bühne und Beleuchtung. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

"Ich begrüße Sie bei bestem Theaterwetter", hieß Andreas Kitzing vom städtischen Kulturamt am Sonnabend die Besucher beim Tag der offenen Tür im Luckenwalder Stadttheater willkommen. Schon vor 10 Uhr hatten bei Nieselregen die ersten Neugierigen angestanden. "Gutes Wetter ist schlecht fürs Theater, bei Regen kommen mehr Leute", sagte Kitzing. Insgesamt nutzten mehr als 100 Interessierte die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Theaterkulissen, der normalerweise der Öffentlichkeit verwehrt ist. Zu ihnen gehörte auch Hannelore Kossert aus Golßen. Sie hatte in den 70er Jahren in Luckenwalde gelernt und bei "Jugend musiziert" selbst auf der Bühne gestanden. Die Theaterführung nutzte sie als Abschluss eines Luckenwalde-Besuches.

Das Stadttheater feiert in diesem Jahr sein 85-jähriges Bestehen. Am 15. September 1930 ging dort die erste Theateraufführung über die Bühne. "Ursprünglich war der Bau nicht als Theater geplant, sondern als Schul-Aula", sagte Kitzing. Er verwies auf ein Garderobenschild mit der Nummer 834. "Ganz früher gab es hier 866 Sitzplätze, später 834, heute sind es 726, es wurde also zweimal die Bestuhlung gewechselt", erläuterte Kitzing. Zu den prominentesten Akteuren auf der Luckenwalder Bühne gehörte einst der Schauspieler Willi Schwabe, der mit seiner Fernseh-"Rumpelkammer" von 1955 bis 1990 auch dem TV-Publikum ein Begriff war. Heute lockt das Stadttheater jährlich mit durchschnittlich 60 Veranstaltungen rund 20000 Besucher an.

In der Jazz-Garderobe nutzte Besucher Klaus Winzer das Angebot und klimperte ein paar Takte auf einem echten Luckenwalder Niendorf-Klavier. Musiklehrer Volker Hiebsch schließlich überraschte die Besucher als Pianist mit "Yesterday" von den Beatles.

Was hat Sie beeindruckt?

Judith Minx Quelle: Elinor Wenke

"Ich bin hauptsächlich wegen meiner drei Kinder hergekommen und um die Technik zu sehen. Verblüfft haben mich die Garderoben, die hatte ich mir anders und viel komfortabler vorgestellt."
Judith Minx (43), Felgentreu

Hans-Joachim Andreas Quelle: Elinor Wenke

"Das Stadttheater kannte ich schon als Kind. Jetzt war es interessant, den Orchestergraben wiederzusehen, und die ganze Technik ist ja irre. Die Garderoben haben noch den Ost-Charme."
Hans-Joachim Andreas (72), Luckenwalde

Barbara Weiss Quelle: Elinor Wenke

"Als gebürtige Luckenwalderin kenne ich das Theater, durfte aber noch nie hinter die Bühne. Ich staune, dass sich über Jahrzehnte bis auf die Bestuhlung nicht viel verändert hat, vieles ist wie früher. So hat man ein visuelles 30er-Jahre-Erlebnis."
Barbara Weiss (66), Luzern (Schweiz)

Im Orchestergraben war es eng und niedrig. "Der Graben war bis 1990 offen", sagte Kitzing, "heute öffnen wir ihn einmal im Jahr zur Operetten-Aufführung im Januar." Die Garderoben, mit einfachen Stühlen, Spiegel und Waschbecken, hatten sich die meisten nicht so spartanisch vorgestellt. "So sehr verwöhnen wir unsere Künstler gar nicht. Jürgen von der Lippe bringt sich allerdings einen Liegesessel mit und wünscht sich immer eine Rose", plauderte Kitzing aus dem Nähkästchen.

Bühnenmeister Peter Migulla weihte die Besucher dann in die Kunst der Beleuchtung ein. Auch den eisernen Vorhang als feuersichere Wand demonstrierte er in der Praxis. "Wenn der einmal in Bewegung ist, hält er nicht mehr an, deswegen darf an dieser Stelle nichts auf der Bühne stehen", erläuterte Migulla. Vorhang, Beregnungsanlage und Bühnenaufzüge funktionieren noch wie vor 85 Jahren. Tontechniker Jochen Neumann erklärte akustische Herausforderungen und Tricks. "Dank unserer Technik können auch Hörgeschädigte von allen Plätzen aus mit einem kleinen Gerät die Vorstellung gut verfolgen", antwortete er auf Nachfrage, musste aber einschränken: "Beim Sprechttheater funktioniert das nicht."

Von Elinor Wenke

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