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Teltow-Fläming Ohne Fleiß kein Preis
Lokales Teltow-Fläming Ohne Fleiß kein Preis
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00:25 13.03.2018
KfZ-Technikermeister Hartmut Hagedorn in seiner Werkstatt in Niedergörsdorf. Quelle: Isabelle Richter
Niedergörsdorf

Noch heute hängt der Meisterbrief im Büro seines Unternehmens. Hartmut Hagedorn feiert am 13. März 25 Jahre Meisterjubiläum als KfZ-Techniker.

Noch während er damals zur Meisterschule ging, gründete er – gemeinsam mit zwei Partnern – im April 1992 die Kommunaltechnik Instandsetzung Fertigungs GmbH (KIF) in Niedergördorf. Auf der 25-Jahr-Feier im vergangenen Jahr übergab der 72-Jährige die Firma an seine Tochter Jana.

Doch ganz ohne Arbeit schafft es der Rentner noch nicht. „Mir fällt es schwer, ganz aufzuhören. Ich komme fast täglich noch her, bleibe aber nur bis Mittag“, erzählt der Unternehmer.

Start in eine ungewollte Ausbildung

Die Firma ist sein ganzer Stolz, „sein Baby“, wie Hagedorn selbst sagt. Kein Wunder, denn bis zu seinem Traumberuf war es ein weiter Weg.

Hartmut Hagedorn wuchs in der DDR auf. Schon als Kind wollte er Schlosser werden. „Ich bin nach der Schule gerne in die Dorfschmiede in Danna gegangen“, berichtet er. Noch heute wohnt Hagedorn in dem Ort. Da der Beruf des Schmieds schon damals vom Aussterben bedroht war, entschied er sich für eine Ausbildung zum Schlosser.

Der Ausbildungsvertrag war fast unterschrieben. Auch seine Eltern stimmten zu. Da sein Vater jedoch in der Landwirtschaft tätig war, schrieb der Staat Hartmut Hagedorn vor, ebenfalls eine Ausbildung in diesem Bereich anzutreten.

Das war eine herbe Enttäuschung für Hagedorn. Doch der heute 72-Jährige ließ sich schon damals nicht unterkriegen und zog die dreijährige Ausbildung durch.

Sport formt den Menschen

Anschließend konnte er endlich seine Wunschausbildung zum Schlosser beginnen.

Neben der Gründung seines Handwerkunternehmens machte er schließlich auch noch seinen Meister. „Es war eine harte Zeit“, berichtet Hagedorn. Doch der Kfz-Techniker lebt nach dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis“.

Hartmut Hagedorn (l.) bei der Überreichung der Meisterrolle durch Bernd Berger (m.) und Erich Detlef Claasen (r.) Quelle: Privat

Seine unermüdliche Willenskraft habe er schon früh entwickelt. „Ich bin damals Radrennen gefahren. Dort muss man auch Ehrgeiz und Ausdauer haben und lernen, mit Pannen umzugehen“, erläutert der 72-Jährige. Aus seiner Sicht forme der Sport den Menschen.

Mühe um Nachwuchs

Die KIF GmbH Niedergörsdorf startete damals mit 21 Mitarbeitern. Inzwischen zählt das Unternehmen 58 Beschäftigte. Zudem wurden in dem Betrieb in der Vergangenheit 32 junge Leute zu Gesellen ausgebildet und auch für dieses Jahr habe man bereits einen Auszubildenden gefunden.

Um immer wieder neue Lehrlinge zu bekommen, hielt Hartmut Hagedorn über die Jahre stets einen engen Kontakt zur Kreishandwerkerschaft und zu den Schulen der Region. „Wir bemühen uns sehr und bieten auch Ferienarbeit oder Praktikumsplätze an“, berichtet der 72-Jährige.

Preisgekrönte Leistung

Im Jahr 2012 wurde dieser Einsatz belohnt. Von der Oskar-Patzelt-Stiftung erhielt Hartmut Hagedorn den Großen Preis des Mittelstandes.

Die Begründung: Die KIF GmbH habe sich am nationalen und internationalen Markt etabliert, die Finanzkrise ohne Entlassung von Mitarbeitern überstanden und eine zielgerichtete Nachwuchsausbildung betrieben.

Für Hartmut Hagedorn eine bewegende Anerkennung seiner Arbeit und deshalb einer seiner schönsten Momente seiner 25 Jahre als Kfz-Technikermeister.

Werkstatt statt Schreibtisch

Auch heute noch steht er seinen Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite.

Hartmut Hagedorn sagt selbst, er sei ein Praktiker und gern in der Werkstatt. „Die Schreibtischarbeit hat mir die ganzen 25 Jahre nicht gefallen“, scherzt er.

Seine neu dazugewonnene Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Frau und seinen Enkelkindern. „Letztendlich bin ich rundum glücklich. Was will man mehr?“, sagt er.

Von Isabelle Richter

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