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Oldtimertreffen am Bahnhof

Ludwigsfelde Oldtimertreffen am Bahnhof

Zum dritten Mal gab es am Wochenende ein Oldtimer-Treffen in Ludwigsfelde. Mit dabei war unter anderem Ferri Sponer mit seinem Mercedes von 1933. Die Teilnehmer machten sich am Sonntagmorgen zu einer Ausfahrt nach Kallinchen auf.

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Ferri Sponer in seinem Mercedes von 1933.

Quelle: foto: krischan orth

Ludwigsfelde. Zwischen Ente und NVA-Jeep, Wartburg oder MG: zum dritten Ludwigsfelder Oldtimertreffen am Sonntag knatterten gut 40 Starter über den Bahnhofsplatz der Stadt. Ziel der Ausfahrt: der Teltow-Fläming-Ring in Kallinchen.

Mercedes zu DDR-Zeiten in Trebbin gekauft

Ferri Sponer lehnt vor der Abfahrt an seinem Mercedes Cabrio, ein 290 W18, Baujahr 1933. Er schraubt selbst an seinem Wagen, nur die Mechanik lässt er in einer Fachwerkstatt reparieren. Insgesamt wurden von dem W18 7404 Fahrzeuge gefertigt. Sponer besitzt den fünften Wagen der Produktion. Den Wagen hat er 1964 gekauft, ursprünglich, um mobil zu sein. In Trebbin erstand er für 3500 Ostmark die alte Limousine, die ansonsten mit Motorschaden in der Garage verkommen wäre. Dieser Wagen spielte dann sogar in dem Defa-Film „Lebende Ware“ aus dem Jahr 1965 mit, ein Film über Naziverbrechen in Ungarn. „Die Defa hat mich über die Zulassungsstelle ermittelt“, erklärt Sponer.

Autos aus unterschiedlichen Jahrzehnten kamen beim Oldtimertreffen zusammen

Autos aus unterschiedlichen Jahrzehnten kamen beim Oldtimertreffen zusammen

Quelle: Orth

Er hat das Auto damals wieder fahrtüchtig gemacht. 108 Stundenkilometer schafft er in der Spitze, der Originalpreis betrug 7800 Reichsmark. Bis 1969 ist er den Wagen täglich gefahren. Die Leidenschaft für Oldtimer hat ihn schließlich gepackt, er wollte den Wagen nicht mehr hergeben. Über die DDR-Zeit hat er die Oldtimer gepflegt. Vollständig restauriert hat er ihn nach der Wende.

Mit dem russischen Militärjeep auf die Offroad-Strecke

Das Ziel der Ausfahrt, die Offroad-Strecke, ist allerdings eher etwas für einen Gaz 69. Dabei handelt es sich um einen russischen Militärjeep, der bei der NVA im Einsatz war. „Der ist geländegängig“, sagt Ronny Roland hinterm Steuer. Seit fünf Jahren sammelt er ehemalige Militärfahrzeuge der 50er, 60er und 70er Jahre. Der Gaz wurde 1965 gebaut, seit anderthalb Jahren ist er in Rolands Besitz.

In Kallinchen konnten alle wohlbehalten an den Start gehen. Die Leiterin des Stadt-und Technikmuseums, Ines Krause, ist zufrieden mit der leicht gestiegenen Teilnehmerzahl beim Oldtimertreffen in diesem Jahr. Sie und ihre Mitarbeiter stellen jedes Jahr ein neues Programm auf die Beine. Besonders die Vielfalt der Wagenmodelle habe sich gesteigert. Neue Gesichter sind auch dazugekommen.

Von Krischan Orth

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