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Olympiasieg: Fix wie nie

Feuerwehrwettstreit in Frankreich Olympiasieg: Fix wie nie

Das Feuerwehrteam Lausitz bringt Medaillenregen von der Feuerwehr-Olympiade aus Frankreich mit. Die 7-Mann-Truppe unterbot die bisherige Bestzeit von 26,53 Sekunden aus dem Jahr 2009 gleich um Größenordnungen.

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Zieleinlauf: Das Team Lausitz gewinnt in Frankreich den Löschangriff nass mit Olympiarekord.

Quelle: Privat

Ludwigsfelde.  Jede Erwartung ist übertroffen: Mit einem Sieg und drei Bronzemedaillen kommt das Team Lausitz von der Feuerwehr-Olympiade im französischen Mulhouse zurück. Doch nicht nur das – der Ahrensdorfer Sebastian Thäle und der Wünsdorfer David Kelch krönten ihren Olympiasieg im Löschangriff nass mit neuem olympischen Rekord. Die 7-Mann-Truppe unterbot die bisherige Bestzeit von 26,53 Sekunden aus dem Jahr 2009 gleich um Größenordnungen, die Uhr blieb für sie bei fantastischen 22,92 Sekunden stehen – schneller als die Profis. Nach jeweils zwei Läufen pro Disziplin standen bei dieser Mammutveranstaltung mit mehr als 3000 Feuerwehrleuten aus aller Welt für das Team Lausitz am Ende ein 3. Platz im 100-Meter-Hindernislauf, der Olympiasieg sowie Bronzemedaillen im Hakenleitersteigen und in der Gesamtwertung hinter den Nationalmannschaften Tschechien A und B. Dabei hatte es an Spannung nicht gefehlt: Beim Training in Frankreich verletzte sich der Zossener Christian Pätzold so sehr, dass er ausfiel und operiert werden und David Kelch einspringen musste. Und das in einer Disziplin, in der sich sieben Mann – Korbläufer, Maschinist, Taucher, B-Läufer, Verteiler und die beiden Zieler – blind verstehen müssen.

Völlig beeindruckt und geschafft – der Berliner Berufsfeuerwehrmann Sebastian sogar seit Sonntag schon wieder mit einem 24-Stunden-Dienst in den Knochen – saßen die erfolgreichen Sportler gestern früh um 8 Uhr zu Pressegespräch und Empfang im Rathaus Ludwigsfelde. Dort gab es Blumen und Begeisterung nicht nur von Manfred Marek und André Schütky, den Stadtwehrführern von Zossen und Ludwigsfelde, und anderen Kameraden. Auch Bürgermeister Frank Gerhard (SPD) und Thermenchefin Diana Freitag gratulierten. „Wahnsinn, heller Wahnsinn, ich bin einfach nur begeistert“, sagt Schütky. Und Marek erinnert sich ans Wintertraining, als er den Zossener an Eskaladierwand und Balken auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz agieren sah: „Gigantisch, wie eine Katze, immer wieder und immer wieder hoch . . .“ Dann machte sich Sebastian Thäle gestern wie die Feuerwehr aus dem Saal – sein Flieger startete: „Eine Woche Urlaub in Portugal . . .“ Wohl erst da wird er begreifen, was hinter ihnen liegt. David Kelch erzählt: „Wahnsinn, die Reaktionen – auf Facebook ist alles voll, da kommt immer mehr. Und auf Youtube steht unser Lauf auch schon.“ In vier Jahren gibt’s die nächste Olympiade. Wo, das ist noch unklar, doch dabei sein wollen die beiden frisch gekürten Olympiasieger auf alle Fälle wieder.

Ob sie dafür immer noch nach Luckenwalde zum Hakenleiter-Training fahren müssen, darf nach dem gestrigen Rathausempfang fast bezweifelt werden. Sagte doch Trainer Thäle: „Ich hab’ nur an den Turm gedacht, dass wir den endlich brauchen.“ Da waren sich Schütky, Marek und Gerhard einig: Dieser 50 000 Euro teure Hakenleiter-Turm würde hervorragend zum Sportkomplex Waldstadion passen. Er könnte helfen, Nachwuchs für diesen Sport zu begeistern. Ein besseres Argument als den Olympiasieg von Sebastian und David gibt es wohl kaum dafür.

Von Jutta Abromeit

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