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Online-Petition für krebskranken Maurice

Mahlow Online-Petition für krebskranken Maurice

Maurice Wegner aus Mahlow leidet an einem aggressiven Hirntumor. Ein Medikament könnte das Leben des 13-Jährigen retten, doch der Hersteller gibt es nicht heraus. Das Mittel ist erst ab 18 Jahren zugelassen. Mit einer Online-Petition wollen die Eltern nun Druck auf den amerikanischen Hersteller machen, denn das Medikament ist ihre letzte Hoffnung

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Katrin (l.) und Maik (r.) Wegner kämpfen für ihren Sohn Maurice, der an einen Hirntumor leidet.

Quelle: Foto: Zielke

Mahlow. Seit Oktober vergangenen Jahres ist für die Familie Wegner aus Mahlow nichts mehr wie zuvor. Mutter Katrin und Vater Maik kämpfen um das Leben ihres Sohns. Der 13-jährige Maurice leidet an einem seltenen und besonders aggressiven Gehirntumor.

Ein Medikament könnte das Leben des Jungen retten, doch die Firma, die es herstellt, möchte es nicht herausgeben. Deshalb hat die Familie nun eine Online-Petition gestartet, um Druck auf den amerikanischen Pharmahersteller Agios auszuüben. Bisher hatte das Unternehmen abgelehnt, Maurice das Medikament „Ivosidenib“ zu geben, das die Vermehrung der Krebszellen stoppen kann und den Tumor absterben lässt. Es wäre eine Tablette täglich, doch Maurice ist zu jung, das Mittel ist erst ab 18 Jahren zugelassen.

Durchfall ist eine mögliche Nebenwirkung des Medikaments

Die Eltern können nicht verstehen, dass Agios Medikament nicht herausgibt. „Wir müssen Druck auf das Unternehmen aufbauen“, sagt Katrin Wegner. Sie vermutet, dass der Hersteller kein Risiko eingehen möchte, doch die Eltern sind bereit, auf alle Ansprüche zu verzichten, falls die Behandlung schiefgeht. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählt Durchfall, hat Maik Wegner herausgefunden. Im Vergleich zu dem, was mit Maurice schlimmstenfalls passieren könnte, wäre das eindeutig das geringere Übel. Er will sich sogar an den Papst wenden, damit dieser vom Schicksal seines Sohns erfährt und Beistand leistet.

Viele Hürden hat die Familie in den vergangenen Hürden genommen. Fast auf der ganzen Welt haben die Wegners nach Behandlungsmöglichkeiten für ihren Sohn gesucht – ohne Erfolg. Vor kurzem hat sich die Berliner Charité bereiterklärt, Maurice zu behandeln – wenn das Medikament aus den USA freigegeben wird. Ein Bittbrief des behandelnden Arztes an das Unternehmen hatte keinen Erfolg.

Der Tumor in Maurices Kopf ist nicht weiter gewachsen

Dabei sind die Chancen gut wie nie. Die Handelskrankenkasse hat sich bereit erklärt, die Behandlungskosten zu übernehmen. Maurice geht es so gut wie sein Monaten nicht. Die Blutwerte sind gut. Eine Magnetresonanztomographie Anfang Mai hat ergeben, dass der Tumor in den vergangenen Monaten nicht weiter gewachsen ist. Mittlerweile kommt Maurice sogar ohne Rollstuhl aus und ist weniger müde. Ein Malariamedikament und ein Blutzuckersenker haben offenbar das Wachstum des Tumors aufgehalten. So hat die Familie zumindest Zeit gewonnen, den Kampf gegen den Krebs jedoch noch nicht. „Wir werden weiter kämpfen“, sagt Maik Wegner. Vieles, was in den vergangen Monaten passiert ist, habe ihm Mut gemacht. Vor allem die riesige Anteilnahme der Menschen am Schicksal ihres Sohnes. Rund 400 000 Euro haben private Spender und die Volker-Reitz-Stiftung gesammelt. Das Geld würde locker reichen, um Maurice zwei Jahre lang mit dem lebenswichtigen Medikament zu versorgen. Alle Hoffnungen der Familie ruhen nun darauf, dass die Firma Agios von ihrem Sohn erfährt und einlenkt. Dann wäre Maurice der erste Nicht-Erwachsene, der das noch neue Medikament bekommt.

Die Petition ist zu finden unter www.openpetition.de/!maurice

Von Christian Zielke

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