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Teltow-Fläming Orgel-Benefizkonzert in Markendorf
Lokales Teltow-Fläming Orgel-Benefizkonzert in Markendorf
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04:10 06.05.2016
Die Markendorferin Henrietta Bettin spielt seit 2003 Orgel, aber das Grüneberg-Instrument hat sie noch nie gehört. Quelle: Peter Degener
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Markendorf

Mehr als 40 Jahre ist es her, dass die Orgel der Markendorfer Kirche gespielt wurde. Bei einer Hochzeit im Jahr 1968 war ihr Klang noch zu hören, erzählt die Organistin Henrietta Bettin. Die Markendorferin spielte schon auf einer Reihe von Instrumenten in der Region. Nur in ihrem Heimatdorf ist sie bislang auf eine Leihgabe aus Jüterbog angewiesen. Lange hoffte sie auf eine Reparatur der Grüneberg-Orgel auf der Empore. Dieses Jahr soll es soweit sein.

Mit einer musikalischen Lesung zu Gunsten des Instruments sollen heute ab 17 Uhr vielleicht die letzten fehlenden Mittel für das Projekt zusammenkommen. Der Eintritt ist frei, aber um Spenden für die Orgel wird gebeten. Fast 2000 Euro wurden in mehreren Konzerten seit 2014 von ihr eingeworben. Um das Instrument wieder spielbar zu machen, sind stattliche 6000 Euro nötig. „Wenn wir davon die Hälfte zusammen haben, kümmert sich der Kantor um die andere Hälfte“, sagt Bettin.

Kreiskantor Peter-Michael Seifried setzt sich ebenso wie Bettin mit viel Engagement für das feine Instrument aus dem Jahr 1904 ein. Mit dem Synchronsprecher Stephan Buchheim hat er einen professionellen Vorleser für den heutigen Nachmittag gewonnen. „Es werden zwei Geschichten von blumenpflückenden Stieren und reiselustigen Gänsen gelesen. Die Orgel kommentiert das Geschehen für die Kinder. Für die Erwachsenen spiele ich Zwischenmusiken von Bach“, kündigt Seifried an.

Zum Advent könnte die Orgel wieder gespielt werden

Das kleine Leihinstrument neben dem Altar soll nach diesem Benefizkonzert nicht mehr lange in Markendorf zu hören sein. „Ich möchte die Grüneberg-Orgel dieses Jahr spielbar machen“, sagt auch der Kantor, „am 1. Advent könnten wir mit ihr das neue Kirchenjahr mit dem Reformationsjubiläum eröffnen.“ Doch beim Blick auf das Instrument ärgert er sich, dass er nicht schon länger im Kirchenkreis tätig ist. „Die Schäden an der Orgel sind vermutlich bei Bauarbeiten an der Decke und am Kirchturm entstanden. Da hat die Aufsicht über die Arbeiten nicht funktioniert, denn das ist eigentlich ein Versicherungsschaden“, erklärt er.

Das Schadensbild ist laut Seifried typisch: Um auf das Dach zu kommen, haben die Handwerker den Weg durch die Orgel genommen. Viele der Metallpfeifen auf beiden Seiten des Durchgangs sind abgeknickt. Manche von ihnen liegen sogar lose im Instrument herum. Weil sie bei den Arbeiten nicht ordentlich abgedeckt wurden, müssen die Teile zudem entstaubt werden. Dazu kommen ein leichter Holzwurm-Befall und Schäden an der Pneumatik, weil das Instrument schon so lange nicht gespielt worden ist.

Im Inneren sieht man die abgeknickten und verstaubten Pfeifen der Grüneberg-Orgel. Quelle: Peter Degener

Auch Seifried hat die Grüneberg-Orgel – eine der wenigen südlich Berlins – noch nie gehört. Doch seine Erfahrung sagt ihm, dass das Instrument nicht „strahlend und silbrig“ wie barocke Orgeln klingt, sondern „warm, weich und wohlig wie eine Wolke“. Mit relativ geringem Aufwand können fünf der acht Register wieder spielbar gemacht werden. Für die Zukunft ist Seifried deshalb zuversichtlich: „Wenn man sie wieder hören kann, spielt sie das Geld für die restlichen Reparaturen selbst ein.“ Dafür wird dann Henrietta Bettin sorgen. „Eines Tages werde ich hier sitzen und der Klang, der ist dann die große Überraschung“, freut sie sich bereits.

Von Peter Degener

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