Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Ortsbeirat vor der Auflösung
Lokales Teltow-Fläming Ortsbeirat vor der Auflösung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:01 27.02.2018
Elsbeth Frankenstein und Ortsvorsteher Claus Treffkorn.
Dahlewitz

Im kommenden Jahr müssen die Dahlewitzer einen neuen Ortsbeirat bestimmen. Elsbeth Frankenstein (SPD) hat ihr Mandat zum Jahresende niedergelegt. Damit besteht der Ortsbeirat ab Januar nur noch aus zwei Mitgliedern und muss von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) aufgelöst werden.

Seit der Kommunalwahl 2014 waren dem Dahlewitzer Ortsbeirat, der laut Satzung der Gemeinde zu fünft sein soll, immer wieder die Mitglieder abhanden gekommen. Im September 2014 hatte Thomas Mattuschka (CDU) sein Mandat im Streit um die Wahl des Ortsvorstehers niedergelegt. Weil sich kein Nachrücker bei der CDU fand, schrumpfte der Ortsbeirat auf vier Sitze. Im Januar 2015 zog sich Tobias Jorczik (SPD) zurück, der für den kurz nach der Kommunalwahl verstorbenen Dag Plöse nachgerückt war. Weil es auf der SPD-Liste keinen Nachfolger gab, blieb der Sitz ebenfalls unbesetzt.

Wahltermin voraussichtlich Ende April

Mit dem Rückzug von Elsbeth Frankenstein besteht der Ortsbeirat nur noch aus Ortsvorsteher Claus Treffkorn (Linke) und Bärbel Krügener (CDU). Weil das weniger als der Hälfte der vorgeschriebenen Mitglieder ist muss ist die Neuwahl nötig. „Laut Kommunalwahlgesetz muss die Wahl innerhalb von fünf Monaten ab der Auflösung stattfinden“, sagt Katharina Schiller, die Wahlleiterin der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Ein Termin stehe noch nicht fest, vermutlich müssen die Dahlewitzer Ende April an die Urnen. Der neue Ortsbeirat soll bis zum Ende der Wahlperiode 2019 die Interessen der Dahlewitzer vertreten.

Elsbeth Frankenstein begründet ihren Rückzug sowohl mit persönlichen Gründen, als auch mit politischer Enttäuschung. Die 77-Jährige, die seit 2003 Mitglied des Dahlewitzer Ortsbeirats war, will sich künftig mehr um ihre Familie kümmern. Sie macht aber auch keinen Hehl über ihre Unzufriedenheit: „Ich habe den Eindruck, dass in Dahlewitz in vielen Dingen der Rückwärtsgang eingelegt ist“, sagte sie. Der Ärger über die neue Lärmschutzwand an der Bahn, die mögliche Schließung der Bibliothek, die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten im Ort und der Streit um den Gehweg im Rangsdorfer Weg hätten ihr das Gefühl gegeben, dass die Interessen der Dahlewitzer in der Gemeinde nicht gehört werden.

Ortsvorsteher Claus Treffkorn will wieder antreten

„Ich hatte oft das Gefühl, dass der Ortsbeirat überhaupt nicht gehört und ernst genommen wird“, sagte sie. Das habe sie auch der SPD-Fraktion gesagt. Sie hätte sich zudem gewünscht, dass sich Bürgermeister Ortwin Baier öfter im Ortsbeirat zeigt. Dahlewitz trage mit seinem Gewerbegebiet wesentlich zum Wohlstand der Gemeinde bei, doch im Ortsteil selbst komme davon zu wenig an.

Ortsvorsteher Claus Treffkorn (Linke) bedauert den Rücktritt von Elsbeth Frankenstein. „Das ist sehr schade“, sagte er. Nun hofft er, dass sich vor allem junge Leute zur Wahl stellen. Er selbst wolle im Frühjahr ebenfalls wieder antreten. Elsbeth Frankenstein hofft, dass sich genügend Kandidaten finden. „Ich versuche gerade, Leute in meinem Umfeld zu motivieren, sich zur Wahl aufstellen zu lassen“, sagte sie. Dahlewitz brauche eine starke Stimme in der Gemeinde.

Von Christian Zielke

Um drei Uhr raus und schauen, ob Schnee liegt oder Glätte herrscht und dann in die Stiefel? Jüterbogs Bauhofmitarbeiter sind im Winter nicht zu beneiden. Auf den kommenden haben sie sich schon lange vorbereitet.

01.12.2017

Mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent zeigt sich der Arbeitsmarkt in Teltow-Fläming für einen November außerordentlich stabil. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5,9 Prozent. 4547 Menschen sind im Landkreis ohne Job.

30.11.2017

Die Drohung von Großbeerens Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU), die Osdorfer Straße für den Autoverkehr zu sperren, hatte offenbar Erfolg. Das Land Brandenburg will den Ausbau der wichtigen Pendlerstrecke mit mindestens 75 Prozent fördern. Was von dem Angebot zu halten ist, darüber will der Bürgermeister erst mit der Gemeindevertretung beraten.

03.12.2017