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Ortsdurchfahrt der B 102 liegt im Plan

Baustelle bleibt Dauerthema Ortsdurchfahrt der B 102 liegt im Plan

Jahrzehnte haben die Jüterboger und die Durchreisenden über den schlechten Zustand der B 102 gestöhnt. Vor knapp einem Jahr rückten die Bauleute an, um dem Grauen ein Ende zu bereiten. Wenn am Jahresende das erste Teilstück freigegeben wird, ist bereits der größte Brocken geschafft.

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Derzeit ruht zwischen Neumarkttor und Lidl nicht nur der Durchgangsverkehr, sondern bis es wärmer wird auch die Baustelle.

Quelle: Foto: Uwe Klemens

Jüterbog. Die gute alte Jutta würde Augen machen. Dort, wo die Jungfrau nach der Stadtlegende einst mit ihrem Böckchen um Einlass ins mittelalterliche Städtchen bat, das fortan nach dem ungleichen Pärchen benannt worden sein soll, hat sich in den vergangenen neun Monaten allerhand getan. Noch einmal so lange, dann rollt auch hier wieder der Verkehr. Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist der erste Abschnitt bei der Sanierung der innerstädtischen B102 dann Geschichte. Drei weitere werden bis zur endgültigen Fertigstellung der Straße Anwohner und Durchreisende nerven.

Hochrechnen auf die Gesamtdauer der Sanierung kann man die Bauzeit des ersten Abschnitts nicht. Denn die 270 Meter zwischen Nuthebrücke und Bär-strauch sind der baulich komplizierteste Bereich, wie Jüterbogs Bauamtsleiterin Kira Wenngatz betont. Während die Bundesstraße in allen kommenden Phasen in ihrem angestammten Bett verläuft, wird sie um das Neumarkttor verschwenkt, um einen größeren Abstand zum mittelalterlichen Stadttor zu gewinnen. Ein Teil des Lidl-Parkplatzes wurde dafür geopfert. „Der Platz um das Tor wird größer und bekommt Aufenthaltsqualität“ blickt Wenngatz voraus. Eine langsam aus dem Bodenniveau bis in Sitzhöhe ansteigende Graniteinfassung grenzt die Freifläche nicht nur vom rollenden Durchgangsverkehr ab, sondern dient auch als Sitzgelegenheit. Die Fläche selbst ist als Mischverkehrsfläche für Anliegerverkehr, Radler und Fußgänger gedacht.

Als überaus kompliziert erwies sich die Umverlegung sämtlicher Medien. Gas-, Wasser-, Abwasser, Strom- und Telekommunikationsleitungen werden zusammen mit der Fahrbahn verschwenkt und sind auch der Grund für die verhältnismäßig lange, aber von vornherein so geplante Bauzeit. Insgesamt, so Kira Wenngatz, liege man bei dem Bauabschnitt derzeit voll im Zeitplan.

Auch die baubegleitenden bodenarchäologischen Untersuchungen verliefen ohne Komplikationen, also ohne spektakuläre Funde. „Die Zusammenarbeit von Bauleuten und Archäologen klappt gut“, sagt die Bauamtsleiterin. Weil die Straße ursprünglich viel enger mit Häusern bestanden war, stieß man nun auf die Kellergewölbe dieser später abgetragenen und vergessenen Häuser und sogar auf gemauerte Abwasserkanäle aus dieser Zeit. „Ein Schatz wurde nicht entdeckt – aber viel Interessantes“, sagt Wenngatz. Nach der Dokumentation fürs Bauarchiv wurden die Funde im Interesse der Baufreiheit abgetragen.

Auch wenn die ursprünglich zum 11. Januar geplante Wiederaufnahme der Bauarbeiten bislang wegen des Wintereinbruchs ausgesetzt ist, geht die Bauamtsleiterin von einer fristgemäßen Übergabe des Abschnitts kurz vor dem Jahreswechsel aus.

Ob sich die weiteren Bauabschnitte nahtlos anschließen, ist derzeit aber noch ungewiss. Denn erst im Sommer steht fest, wann genau die fest eingeplanten Fördermittel von Land und Bund kommen. Etwa zeitgleich erfolgt die Ausschreibung.

Für jeden Teilabschnitt soll es im Vorfeld eine Anwohnerversammlung geben, bei der der Umfang der notwendigen Arbeiten und der damit verbundenen Beeinträchtigungen erläutert wird. „Mögliche Umleitungsvarianten für den fließenden, sowie den Anliegerverkehr werden Abschnitt für Abschnitt mit den Baufirmen abgestimmt. Präzisere Auskünfte wären derzeit reine Spekulation“, sagt Kira Wenngatz.

Die Reihenfolge der Abschnitte steht derzeit noch nicht fest. Die Bereiche Neumarkttor bis Heilig-Geist-Platz, vom Heilig-Geist-Platz über Dennewitzer bis Teichstraße, sowie das Teilstück Dennewitzer bis Schlossstraße heißen die Baustellen der nächsten Jahre.

Von Uwe Klemens

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