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Ortsvorsteher fordert schnelleren Lankeweg-Ausbau

Interview mit Ortsvorsteher Ortsvorsteher fordert schnelleren Lankeweg-Ausbau

Andreas Dreßler ist seit zwei Jahren Ortsvorsteher von Jühnsdorf. Er mag seinen Ort, er fordert allerdings, dass sich die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow schneller um den Ausbau des Lankewegs kümmert. Dort gibt es eine sehr schmale Stelle, auf der Autos immer wieder auf Privatgrundstücke geraten.

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Andreas Dreßler, seit zwei Jahren Ortsvorsteher von Jühnsdorf.

Quelle: Krischan Orth

Jühnsdorf. Seit fünf Jahren im Ortsbeirat von Jühnsdorf, seit zwei Jahren Ortsvorsteher – Andreas Dreßler (parteilos) ist ein echter Jühnsdorfer, beinahe zumindest. Bereits seit 26 Jahren lebt er in Jühnsdorf. Die Liebe zog ihn in den 300-Seelen-Ort. Bis er 18 Jahre alt war, wusste er aber nicht einmal, dass es das kleine Dorf am südlichen Rand der Gemeinde Blankenfelde- Mahlow gibt. Als Ortsvorsteher hat er einiges vor sich.

Was ist für Sie das Besondere an Jühnsdorf?

Andreas Dreßler: Das Landleben und die Ruhe. Man fühlt sich hier einfach wohl. Ich bin nicht ein Mensch, der in der Stadt leben könnte. Hier ist keine Hektik, du hast nette Menschen um dich herum.

Wie gut ist Jühnsdorf in die große Gemeinde Blankenfelde-Mahlow eingebunden?

Dreßler: Wir bringen uns mit ein. Seit dem letzten Jahr gibt es ein großes Sommerfest im Seebad Mahlow, da sind alle Ortsteile eingebunden. Es ist nicht so, dass wir uns hinten runter fallen lassen, sonst hauen wir da auf den Tisch.

Gibt es Dinge, wo Sie sagen würden, damit bin ich nicht zufrieden mit der Gemeindevertretung, denn das liegt im Argen bei uns?

Dreßler: Gibt es. Wir haben einen Radweg von Blankenfelde nach Jühnsdorf. Von Jühnsdorf bis nach Schulzendorf gibt es den zum Beispiel nicht. Und der Lankeweg müsste ausgebaut werden. Das sind Sachen, die wir ansprechen.

Wie tragen Sie diese Themen der Gemeinde vor, und machen sie wichtig?

Dreßler: Wir sind hier auf dem Land. Und wir haben viele Touristen. Gerade, die von Blankenfelde über Jühnsdorf und dann nach Groß Schulzendorf fahren oder zum Rangsdorfer See. Es handelt sich dabei um eine Landesstraße. Da ist der Landkreis zuständig. Von unserer Gemeinde kann ich da nur Rückhalt bekommen.

Wo drückt beim Lankeweg der Schuh?

Dreßler: Der Lankeweg geht hoch von der Dorfstraße bis zum Rangsdorfer See, und oben ist die Firma Arkades, das ist eine Kompostieranlage. Und auf den ersten 150 Metern befinden sich links und rechts noch Häuser. Das Problem ist, dass der Weg dort sehr schmal ist. Wenn sich dort zwei Fahrzeuge begegnen, fährt das eine schon auf ein Privatgrundstück, um auszuweichen. Da sind die Anwohner natürlich nicht einverstanden. Links und rechts wird auch noch geparkt. Da muss eine andere Möglichkeit gefunden werden. Man könnte die Fahrbahn um eineinhalb Meter vergrößern und Halteverbotsschilder aufstellen.

Wen stören denn die parkenden Autos?

Dreßler: Den Verkehr, der von Arkades runterkommt.

Der Lankeweg müsste also ausgebaut werden, um den Zufahrtsverkehr zu regeln. Wie ist die Stimmung im Ort dazu?

Dreßler: Die Anwohner sind für einen Ausbau, weil ihre privaten Grundstücke dann nicht mehr befahren werden. Und die Gemeinde wollte sich jetzt eigentlich mit Arkades zusammensetzen, damit wir dort eine Lösung finden. Bis jetzt hat sich da noch nichts ergeben.

Welchen Schritt würden Sie als nächstes machen?

Dreßler: Druck. Das muss schneller gehen. Die Gemeinde müsste zügiger arbeiten. Es ist jetzt ein Vierteljahr her, seitdem wir das angesprochen haben. Und bis jetzt kam noch nichts. Die Zeitspanne ist einfach zu lang, um sich mit Arkades mal in Verbindung zu setzten.

Erreichen Sie schon Beschwerden der Anwohner?

Dreßler: Ja. Das würde mir persönlich auch nicht passen, wenn ich gepflastert habe, und ständig Lkws hochfahren. Die Pflasterung ist ja für Pkws.

An wen könnten sich denn Betroffene wenden, wenn Schäden auf ihren Grundstücken entstehen?

Dreßler: Dann würde ich mich an die Gemeinde wenden. Das ist eine gemeindeeigene Straße.

Die Dorfaue sollte eine verkehrsberuhigte Straße werden. Ist das richtig?

Dreßler: Wir haben an der Dorfaue ein kleines Problem. Beim Dorfgemeinschaftshaus steht die Bushaltestelle. Und wenn du da rausfährst, dann bist du mit der Schnauze des Autos schon auf der Straße, bevor du nach rechts oder links schauen kannst. Das ist eine Gefahrenquelle. Deswegen wollte man dort eine Einbahnstraße einrichten und die Ausfahrt schließen. Das wurde vom Landkreis abgelehnt. Der Ortsbeirat ist hier für die Aufstellung von Spiegeln an dieser Stelle.

Wie wollen Sie hier Ihren Handlungsbedarf formulieren?

Dreßler: Über den Bauausschuss der Gemeinde, der sich wiederum mit dem Landkreis in Verbindung setzt.

Da hat Jühnsdorf einige Projekte zu stemmen.

Dreßler: Ich habe sieben Jahre dafür gekämpft, dass wir hier DSL kriegen. Bei den genannten Projekten ist der Spatenstich schon getan. Der Landkreis hat gesagt, dass er das Fahrradnetz ausbauen will. Bei uns ist noch eine Lücke. Da muss man mit der Argumentation ansetzen. Und der Lankeweg muss ausgebaut werden. Wir hatten das Anliegen im Bauausschuss rege diskutiert. Mir wurde vermittelt, dass die Anwohner sich bei einem Ausbau finanziell beteiligen müssten. Das kann es ja nicht sein. Letztlich wurde entschieden, dass der Ausschuss sich erst mit Arcdades in Verbindung setzten soll. Da ist bis jetzt noch nichts passiert.


Von Krischan Orth

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