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Pech bei der Pächtersuche für Bahnhof

Zossen Pech bei der Pächtersuche für Bahnhof

Die Suche nach einem Betreiber für die drei gastronomischen und touristischen Einrichtungen im Bahnhof Zossen geht weiter. Das aufwendig sanierte Gebäude steht seit Beginn dieses Jahres leer. Nach zwei gescheiterten Ausschreibungen will Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) das Gebäude nun freihändig vergeben.

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Die Stadt Zossen sucht weiter einen neuen Betreiber für das sanierte Bahnhofsgebäude mit Steakhaus, Bistro und Hostel.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Zossen. Wer betreibt künftig Steakhaus, Bistro und Hostel im Bahnhof Zossen? Die Entscheidung darüber ist wieder völlig offen. Nachdem auch die zweite Ausschreibung gescheitert ist, will Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) das Objekt nun freihändig vergeben.

„Ärgerlicherweise haben wir erneut keinen Betreiber gefunden“, so Schreiber. Pächter Michael Wadefuhl hörte wie berichtet aus gesundheitlichen Gründen Ende 2016 auf. „Mit ihm lief es eigentlich ganz gut.“ Wegen Wadefuhls Rückzug suchte die Stadt fieberhaft einen Nachfolger zum Januar. Bundesweit wurden das für 41 Gäste bestuhlte Steakhaus, Bistro und das vom Betreiber zu möblierende Hostel in dem für 2,9 Millionen Euro sanierten und ausgestatteten Gebäude ausgeschrieben. Der Erstplatzierte der Ausschreibung – ein Gastronom aus Storkow (Oder-Spree) – sagte kurz vor dem Betreiberwechsel aus gesundheitlichen Gründen ab. Auf die nächste öffentliche Ausschreibung gingen sechs Angebote bei der Stadt ein. Drei Bewerber kamen in die engere Wahl. Der Erstplatzierte – ein erfahrener Gastronom aus dem Ruhrgebiet – unterschrieb den Mietvertrag, wollte den Betrieb des Hauses am 1. Juli aufnehmen. „Damit war für mich alles in Sack und Tüten“, so Schreiber. Doch auch der neue Vertragspartner zog sich aus privaten Gründen zurück. „Aber weil er den Vertrag unterschrieben hat, werden wir die vereinbarte Miete einfordern, bis wir einen neuen Pächter gefunden haben“.

Stadt verhandelt aktuell mit vier Interessenten

Als klar gewesen sei, dass der Vertragspartner nicht kommt, habe man sofort Kontakt mit dem Zweitplatzierten der Ausschreibung aufgenommen. Weiter seien Anzeigen in Fachzeitschriften und Internetportalen geschaltet worden. „Wir verhandeln mit vier Interessenten. Ich hoffe, dass sich da was ergibt“, so Schreiber. Nach zwei erfolglosen Ausschreibungen sei sie nun berechtigt, den Bahnhof freihändig zu vergeben. Da wolle sie so schnell wie möglich zu Potte kommen.

Das wäre im Sinne vieler Leute, die am Bahnhof auf Bus oder Zug warten. Jenny Schmidt vermisst das Bistro. „Schade, dass der Imbiss nicht mehr da ist“. Die Zossenerin wünscht sich, „dass hier bald wieder irgend was am Laufen ist“. Ähnlich äußerte sich Jutta Kablik, die am Wochenende mit dem Bus zu ihrem Grundstück nach Klausdorf fährt. Während der Wartezeit habe sie sich mit älteren Leuten unterhalten. „Die würden gerne was im Bahnhof trinken. Denn wenn sie deswegen woanders hingehen, verpassen sie vielleicht den Bus“. Ulrike Große steigt fast wöchentlich in Zossen von der Bahn in den Bus nach Mellensee um. Bis zur Abfahrt des Busses hat sie eine halbe Stunde Zeit. „Als das Bistro noch da war, konnte ich mal einen Happen essen. Und das hat immer sehr lecker geschmeckt.“

Von Frank Pechhold

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