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Pendler müssen öfter umsteigen

Rangsdorf Pendler müssen öfter umsteigen

2022 droht ein schwieriges Jahr für Pendler von und nach Rangsdorf zu werden. Dann soll es nach dem Wunsch der Landesregierung nur noch eine Verbindung pro Stunde ins Berliner Zentrum geben. Die Gemeinde möchte das nicht hinnehmen und fordert als Ausgleich einen zügigen Bau der S-Bahn.

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2022 ändern sich die Regionalbahnlinien. Von Rangsdorf soll es dann weniger direkte Züge ins Berliner Zentrum geben.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Ab dem Jahr 2022 müssen sich Pendler von und nach Rangsdorf auf drastische Änderungen im Regionalverkehr einstellen. Die Züge der bisherigen Linie RE5 enden dann in Berlin-Südkreuz. Neu ist die Regionalbahnlinie RE8b, die stündlich vom Berliner Hauptbahnhof über Wünsdorf nach Elsterwerda und Finsterwalde fährt. Der geplante RB32b fährt nur noch bis zum Flughafen BER.

Statt bisher zwei steht von 2022 an nur noch eine direkte Verbindung von Rangsdorf ins Berliner Zentrum zur Verfügung. Für Pendler bedeutet das längere Wartezeiten und häufigeres Umsteigen. Die Gemeinde möchte das nicht hinnehmen. In der Stellungnahme zum Nahverkehrsplan des Landes hat der Hauptausschuss am Donnerstag einstimmig die Erhaltung des bisherigen Taktes von zwei Zügen in der Stunde nach Berlin gefordert. „Es ist zu befürchten, dass die Akzeptanz der Bahn sinkt und künftig wieder mehr Pendler auf das Auto umsteigen“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Das Land solle seine Pläne daher noch einmal überprüfen und korrigieren.

Parallele Planungen von S- und Fernbahn gefordert

Angesichts der Verschlechterung für die Rangsdorfer Pendler versucht die Gemeinde in ihrer Stellungnahme dem Land erneut die S-Bahn schmackhaft zu machen. Eine Verlängerung von Blankenfelde nach Rangsdorf könne die künftigen Nachteile im Regionalbahnverkehr kompensieren. Das Land wird aufgefordert, die Planungen für die S-Bahn parallel zum Ausbau der Fernbahnstrecke zwischen Blankenfelde und Rangsdorf voran zu treiben. Bis 2025 sollen die Züge dort mit Tempo 200 fahren. In Rangsdorf fürchtet man, dass die Planungen für die direkt daneben laufende S-Bahn kurz danach beginnen. „Es hat wenig Sinn, erst das eine zu planen und ein paar Jahre später das andere“, sagte Klaus Rocher.

Spätere Züge, bessere Abstimmung und mehr Querverbindungen

Weil bis dahin noch eine Menge Zeit ist, setzt der SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Wilhelm auf kurzfristige Verbesserungen für die Pendler. Auf seinen Wunsch fordert die Gemeinde einen zusätzlichen Zug in den Nachtstunden von Berlin nach Rangsdorf. Derzeit fährt der letzte RE5-Zug an Wochentagen kurz nach 23 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof Richtung Wünsdorf. „Wer spät mit dem Zug in Berlin ankommt oder im Theater war, hat Pech“, sagte Stephan Wilhelm. Er ist zuversichtlich, dass die Länder Berlin und Brandenburg den Ausbau der S-Bahn in nächster Zeit voranbringen. Dazu müssten zügig Kosten und Nutzen untersucht werden, damit der Bund Geld für Planung und Bau zur Verfügung stellt. „In den nächsten Monaten muss da etwas passieren“, sagt Wilhelm.

Verbessern soll sich auch die Abstimmung von S- und Regionalbahn am Bahnhof Blankenfelde. Bislang kommen die Züge fast gleichzeitig an, weshalb ein Umsteigen selbst mit einem Sprint nahezu unmöglich ist. Auf Wunsch der Grünen soll es zusätzliche Busverbindungen von Rangsdorf nach Potsdam, Ludwigsfelde und Königs Wusterhausen im Stundentakt geben.

Von Christian Zielke

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