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Teltow-Fläming Pendler wünschen sich besseren Busverkehr
Lokales Teltow-Fläming Pendler wünschen sich besseren Busverkehr
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05:46 01.03.2017
Am Blankenfelder Bahnhof treffen Buslinien auf S-Bahn und Regionalzüge. Die Abstimmung sorgt immer wieder für Kritik. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde-Mahlow

Wenn Matthias Heinz in Blankenfelde-Mahlow von A nach B muss, würde er immer das Auto nehmen. Es gibt zwar Busse und Bahnen, doch sie fahren entweder zu selten oder sind nicht aufeinander abgestimmt. Wenn ein Bus kommt, ist der andere oft schon weg. „Für viele Pendler ist das ein Problem“, sagt Heinz, der im Auftrag der Gemeinde das Nahverkehrsangebot in Blankenfelde-Mahlow untersucht hat.

Dichtes Netz an Haltestellen, aber lange Wartezeiten

Seine Ergebnisse stellte Matthias Heinz vom Büro LK Argus bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor und die zeigen neben einigem Licht auch viel Schatten. Gut sei die räumliche Abdeckung des Verkehrs. Neben den drei Bahnhöfen gibt es ein dichtes Netz an Bushaltestellen. In nur wenigen Fällen muss man mehr als 400 Meter laufen. Wer eine Haltestelle erreicht hat, muss nicht selten lange warten, bis ein Bus kommt. Vor allem außerhalb der Schulzeit ist das Angebot dünn. „In den Abendstunden und am Wochenende fahren gar keine Busse“, sagt Matthias Heinz. Für Pendler sei ein verlässlicher Takt aber ein wichtiges Argument, um auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Vor allem die Abstimmung der acht Buslinien, die in und durch die Gemeinde fahren, schreckt viele ab.

An den Busverbindungen in Blankenfelde-Mahlow gibt es viel Kritik. Quelle: Christian Zielke

Dass vielen Pendlern das Thema Nahverkehr unter den Nägeln brennt, zeige sich an der relativ hohen Beteiligung an einer Umfrage, so der Planer weiter. Fast 150 Menschen hatten den entsprechenden Fragebogen zurückgeschickt. „Auch wenn das keine repräsentative Erhebung ist, sind wir zufrieden“, sagt Matthias Heinz. Bei der Auswertung wurde klar, dass sich die meisten Nutzer einen regelmäßigen und zuverlässigen Bustakt. Viele kritisierten auch die unverständlichen Fahrpläne an den Haltestellen. Dort könnten elektronische Anzeigen Abhilfe schaffen.

Pendler-Buslinie ins Gewerbegebiet gefordert

Vor allem aus dem Gewerbegebiet Dahlewitz kam die Forderung nach einer Expressbusverbindung vom Bahnhof zu den Unternehmen. Viele Arbeiter seien von den überfüllten Bussen, in denen viele Schüler mitfahren, genervt. Die Busfahrer selbst dürften Ähnliches über die vielen Hindernisse in der Gemeinde denken. Parkende Autos, enge Straßen und verkehrsberuhigende Maßnahmen verlangsamen den Nahverkehr. Der wohl ungewöhnlichste Vorschlag war der Bau einer Bushaltestelle auf der B96 in Höhe der Waldsiedlung. Der Teil von Mahlow ist seit Eröffnung der vierspurigen Bundesstraße praktisch vom Nahverkehr abgeschnitten.

Gemeinde will Verkehrsgesellschaft in die Pflicht nehmen

Dass die Gemeinde nicht nur Bittsteller bei der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft VTF, die den Busverkehr betreibt, auftritt, machte die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Dzikowski klar. Bei einem Zuschuss der Gemeinde von 100 000 Euro im Jahr wolle man auch mitreden. Das soll nun der Ausschuss für Umwelt, Flughafen und Energie (UFE) tun. Dort sollen die Ergebnisse der Untersuchung beraten und daraus Maßnahmen zur Verbesserung des Nahverkehrsangebots vorgeschlagen werden.

Von Christian Zielke

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