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Penny-Markt in Rangdorf schließt

Discounter gibt Filiale zum 30. Juni auf Penny-Markt in Rangdorf schließt

Nach 20 Jahren schließt Penny seine Filiale in Rangsdorf. Am 30. Juni öffnet der Discounter zum letzen Mal. Der Markt passe nicht mehr ins aktuelle Konzept, heißt es. Den acht Beschäftigten habe man anderswo Arbeit angeboten. Kunden müssen künftig weitere Wege in Kauf nehmen.

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Nach 20 Jahren schließt der Penny-Markt in Rangsdorf.

Quelle: : Zielke

Rangsdorf. Lange war es ein Gerücht, nun steht es fest: Der Penny-Markt an der Ecke Bergstraße und Groß Machnower Straße in Rangsdorf schließt. Am 30. Juni wird der letzte Öffnungstag sein. Das teilte eine Unternehmenssprecherin der Rewe-Gruppe, zu der Penny gehört, auf MAZ-Nachfrage mit.

Mit 510 Quadratmetern sei die im Jahr 1996 eröffnete Filiale zu klein für das aktuelle Konzept der Discounter-Marke geworden. Neue Penny-Märkte hätten eine Größe von mindestens 800 Quadratmetern. Das Unternehmen legt größeren Wert auf regionale Produkte und Mehrweg-Artikel. Den acht Beschäftigten habe man Arbeitsplätze in anderen Filialen angeboten. Wie viele davon Gebrauch gemacht haben, konnte das Unternehmen nicht sagen. Auch die Frage, was aus dem Gebäude wird, ist unklar. Ein Nachmieter sei nicht bekannt.

Helga Schmidt befürchtet, dass der Markt bald zur unansehnlichen Ruine verkommt. Die Rentnerin hat oft ihre Wocheneinkäufe mit dem Fahrrad bei Penny erledigt. Sie kennt viele der Verkäuferinnen schon seit langem. „Es ist auch eine Art Begegnungsstätte. Ich finde es schade, wenn es den Laden nicht mehr gibt“, sagt sie. Vor allem ältere Menschen müssten dann längere Wege zurücklegen. Die Netto-Märkte an der Kienitzer Straße oder zu Edeka am Rathaus sind etwa einen Kilometer entfernt – ziemlich viel, wenn man nicht mehr so gut zu Fuß ist, findet Helga Schmidt. Sie sei froh gewesen, dass sich Penny damals angesiedelt habe. „Wir haben damals dafür gekämpft“, erinnert sie sich.

Marion Hoffmann schätzt den Penny-Markt auch wegen seiner guten Preise. Die Verkäuferin macht sich Sorgen um diejenigen, die nicht so viel Geld haben. „Nicht jeder kann es sich leisten, bei Real oder Edeka einzukaufen“, sagt sie. Das Personal sei stets freundlich gewesen.

Brot und Brötchen soll es zumindest weiterhin geben. In der Filiale der Bäckerei Wahl, die mit Penny unter einem Dach sitzt, weiß man nichts von einer Kündigung des Mietvertrages.

Auf eine Rückkehr von Penny können die Rangsdorfer nicht hoffen. Wie das Unternehmen mitteilte, gibt es keine Planung, eine neue Filiale zu eröffnen. Der Rangsdorfer Penny ist nicht der erste, der dem neuen Konzept zum Opfer fällt. In Blankenfelde wurde 2008 ein Markt geschlossen, seit März 2015 steht der Penny in Mahlow leer.

Von Christian Zielke

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