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Teltow-Fläming Personaldebatte um die Chefposten entfacht
Lokales Teltow-Fläming Personaldebatte um die Chefposten entfacht
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00:21 03.05.2015
Die Beigeordneten des Kreises (v.r.n.l.): Kirsten Gurske (Linke), Holger Lademann (FDP) und Detlef Gärtner (SPD). Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Holger Lademann ist 66 Jahre alt, aber immer noch im Amt. Der Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming hatte diese Funktion eines politischen Wahlbeamten in der Verwaltungsspitze neben dem Landrat schon im Altkreis Zossen inne. Als FDP-Mann gelang es ihm als einzigem, ununterbrochen dieses Amt zu bekleiden. Er wurde nach der jeweils achtjährigen Amtszeit vom Kreistag Teltow-Fläming zweimal wiedergewählt. Die zwischenzeitlich vom damaligen SPD-Landrat Peer Giesecke beantragte Abberufung Lademanns wegen einer geänderten Verwaltungsstruktur verhinderten die anderen Fraktionen. Es war deren erstes erfolgreiches Aufbäumen gegen Giesecke.

Lademanns letzte Wiederwahl fand Ende 2009 gleichzeitig mit der Wahl der beiden anderen Beigeordneten Kirsten Gurske (Linke) und Detlef Gärtner (SPD) statt. Für die drei Wahlbeamten läuft die Amtszeit Ende Februar 2018 aus. Doch Lademann hat die eigentliche Altersgrenze schon Ende 2013 überschritten und will nun zum Jahresende – dann ist er 67 – „vorzeitig“ in den Ruhestand treten.

Dass er zum 1. Januar 2016 in den Ruhestand versetzt wird, wurde dem Kreistag am Montagabend zur Kenntnis gegeben. Doch das wirft zugleich die Frage nach seiner Nachfolge auf. Immerhin leitet er gegenwärtig das größte Dezernat mit Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Unterer Bauaufsicht und Denkmalschutzbehörde, Umweltamt und Landwirtschaftsamt. Laut Hauptsatzung des Kreises besteht die Verwaltungsleitung aus der Landrätin und drei Beigeordneten. Am Montagabend wurden die Kreistagsabgeordneten vor die Wahl gestellt, ob wieder eine Beigeordnetenstelle oder nur eine Dezernentenstelle ausgeschrieben werden soll.

Doch Helmut Barthel (SPD) empfahl, beides abzulehnen, um Zeit bis Ende 2017 zu gewinnen, wenn es auch um die anderen Beigeordnetenstellen geht. Barthel räumte ein, dass dies eine zusätzliche starke Belastung für die verbleibende Kreisspitze bedeute, sieht aber genügend Potenzial in der Kreisverwaltung, dies zu kompensieren. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) sprach von einem „sehr langen Zeitraum“, in dem auch viele andere Führungskräften in den Ruhestand treten. Der Kreistag lehnte aber eine baldige Stellenausschreibung – egal ob als Beigeordneter oder Dezernent – ab. So muss wohl eine interne Interimslösung getroffen werden.

Von Hartmut F. Reck

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