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Teltow-Fläming Pestalozzi-Schule könnte Grundschule werden
Lokales Teltow-Fläming Pestalozzi-Schule könnte Grundschule werden
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15:25 18.06.2016
Viele Klassenräume in der Pestalozzi-Schule sind derzeit ungenutzt. Das soll sich ändern. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Während die Schülerzahlen an der Pestalozzi-Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen“ in Jüterbog stetig sinken, platzen die Grundschulen der Stadt Jüterbog aus allen Nähten. Durch stabile Geburtenzahlen verschärft sich das Raumproblem der Grundschulen in den kommenden Jahren sogar noch. „Wir benötigen mehr Räume für den Unterricht und prüfen alle Möglichkeiten“, sagte Anke Stöckigt, die Verantwortliche für Schulen innerhalb der Jüterboger Stadtverwaltung, kürzlich im Sozialausschuss. Gleichzeitig kündigte sie Entlastung durch den Landkreis an. Dort hatte die Stadt bereits im Juni 2015 beantragt, dass Räume der Förderschule durch Jüterboger Grundschuler genutzt werden dürfen. Der Landkreis als Träger der Förderschule war offen für die Idee, im Herbst fanden erste Gespräche statt und mit dem Schuljahresbeginn im September werden Jüterboger Grundschüler im Gebäude der Pestalozzi-Schule unterrichtet. „Wir können zu Beginn des nächsten Schuljahres zwei Räume zur Verfügung zu stellen und zwei weitere im Schuljahr 2017/18“, sagte Karsten Dornquast, Leiter des Dezernats für Bildung und Kultur im Kreis. Damit können die Engpässe der Jüterboger Grundschulen vorerst gemildert werden. „Nun ist eine enge organisatorische Abstimmung für die Unterrichtsplanung und die gemeinschaftliche Nutzung der Turnhalle nötig“, sagte Dornquast. Über ein Entgelt der Stadt für die Überlassung wird laut Anke Stöckigt derzeit eine Nutzungsvereinbarung erarbeitet.

Die Pestalozzi-Schule hat eine Kapazität von bis zu zwölf Klassen mit 150 Schülern. Derzeit sind es nur 75 Schüler in sieben Klassen. Neben sieben regulären Klassenräumen gibt es in den Gebäuden der Förderschule zudem elf Fachkabinette – also viel ungenutzten Raum. Grund für den Leerstand sind Förderangebote an regulären Schulen durch Sonderpädagogen, die einen individuellen Lehrplan für jedes Kind erarbeiten. „Die Tendenz zur Förderschule ist rückläufig. Der Elternwunsch ist immer häufiger, dass den Kinder ein normaler Schulbesuch ermöglicht wird“, so Dornquast.

Mittelfristig stellt sich bei sinkenden Schüler- und Klassenzahlen jedoch die Zukunftsfrage für die Förderschule. Das Brandenburgische Schulgesetz sieht vor, dass Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ nur weitergeführt werden dürfen, wenn ab Jahrgangsstufe 3 mindestens vier aufsteigende Klassen gebildet werden können. Das heißt, die Klassen 3 bis 6 müssen vorhanden sein und dürfen dabei eine gewisse Größe nicht unterschreiten. Doch gerade in den Stufen 1 bis 3 wurden an der Pestalozzi-Schule wegen des fehlenden Bedarfs gar keine Klassen mehr gebildet. „Die Primarstufe ist in zwei jahren durch“, sagt Dornquast. Dann gibt es nur noch Schüler der 7. bis 10. Klasse an der Förderschule. Eine Überlegung ist es, diese letzten Pestalozzi-Schüler der Wiesenschule-Oberschule als Filiale zuzuordnen. Sie könnten dann wie bisher am bisherigen Standort ihre Schulzeit als letzte Jahrgänge der Förderschule beenden.

Die Stadt Jüterbog denkt laut Anke Stöckigt über eine vollständige Übernahme des Schulgebäudes nach, um dort einen neuen Grundschulstandort zu etablieren. Karsten Dornquast kann sich als Neugründung auch eine integrierte Grundschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ vorstellen. „Es herrscht dafür aber kein Zeitdruck. Die Stadt hat noch ein, zwei Jahre Zeit, um sich zu positionieren“, sagte Karsten Dornquast.

Von Peter Degener

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