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Panzerknacker brennen Bankfiliale nieder

Missglückte Automatensprengung in Teltow-Fläming Panzerknacker brennen Bankfiliale nieder

Dreiste Automatendiebe haben am Freitag im Landkreis Teltow-Fläming einen Großbrand ausgelöst. Der Versuch, einen Automaten zu sprengen ist so misslungen, dass mehrere Geschäfte niedergebrannt sind. Die Flammen haben unter anderem einen Frisörsalon vernichtet. Spektakuläre Bilder zeigen das ganze Ausmaß des Brandes.

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Feuer am Freitagmorgen in Petkus.

Quelle: BRP

Petkus. Bis auf die Grundmauern ist ein Gewerbe-Flachbau in der Hauptstraße in Petkus in der Nacht zu Freitag abgebrannt. Birgit Zarling  denkt mit Schrecken an die Nacht zurück. Ihr Freund war auf Toilette und schaute aus dem Fenster. Er sah gegen 2.30 Uhr ein Fahrzeug, das rückwärts an die Filiale der VR-Bank fuhr. Aus dem Auto stiegen drei Maskierte. Sofort weckte er seine Freundin und den Sohn. Er rief die Polizei, während  die beiden anderen am Fenster die Tat beobachteten. „Wir hörten  einen dumpfen Donnerschlag und kurz darauf  brannte es“, berichtet Birgit Zarling.  An Schlaf war nicht mehr zu denken. Die Polizei geht davon aus, dass es die Täter auf den Geldautomaten abgesehen hatten, der wohl gesprengt wurde. Dabei entfachten sie ein Feuer.

Die Sprengung eines Bankautomaten ging schief. Ein Feuer brach aus und die Flammen zerstörten nicht nur den Autmaten: http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Brand-in-Petkus-haelt-Feuerwehr-in-Atem

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Hinweise zu den Tätern

Die Polizei sucht die Täter und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0 33 71/60 00 oder auf ihrer Internetseite: www.internetwache.brandenburg.de

Auch die Inhaber des Friseursalons hoffen auf Hinweise und sind unter der Telefonnummer 03 37 44/6 01 41 erreichbar.

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Bankgebäude bereits in Flammen. Da es sich um ein Metalldach handelte, hatten die Feuerwehrleute keine  Chance  den Brand von oben zu löschen, der  sich sehr schnell auf das gesamte Gebäude ausbreitete. Darin befanden sich auch ein Einkaufsmarkt, ein Friseursalon und eine Fahrschule. Schließlich wurde der gesamte Flachbau mit einer Grundfläche von  10 x 25 Metern erfasst.

Frisörin muss fassungslos mit ansehen, wie ihr Laden niederbrennt

Die Feuerwehr war mit mehreren Löschzügen vor Ort. Einsatzleiter war René Mydaß, der frisch gebackene Stadtbrandmeister aus Baruth.  Er übergab die Einsatzstelle um 7 Uhr an seinen Stellvertreter Marcel Jezierski, denn Mydaß war zur Hochzeit seiner Schwester eingeladen. Insgesamt halfen  57 Feuerwehrleute aus Petkus, Baruth, Merzdorf, Dornswalde, Klasdorf, Jüterbog und Luckenwalde bei der Brandbekämpfung. Dabei kam auch eine Drehleiter zum Einsatz. „Wir sind froh, dass es gelungen ist, die Fleischerei zu retten“, sagt Marcel Jezierski.

Ortsvorsteher Helmut Werner, selbst Mitglied der Feuerwehr, informierte währenddessen die  Mieter.  Elsbeth Wesnick musste fassungslos mit ansehen, wie das Friseurgeschäft ihres Sohnes niederbrannte. „Wir haben  Mitarbeiter, die ihre Arbeit nicht verlieren wollen, und auch unsere Kunden möchten wir behalten“, sagt Elsbeth Wesnick. Deshalb werden zur Überbrückung vorerst Hausbesuche auf telefonische Absprache vorgenommen. 

Bank ist nicht arbeitsfähig - provisorische Filiale wird eingerichtet

In der VR-Bank sind alle  Akten und Unterlagen verbrannt. „Die betroffenen Kunden werden derzeit von uns benachrichtigt“, sagte Doreen Jannek, Pressesprecherin der VR-Bank Fläming am Freitag auf MAZ-Anfrage. Es ist vorgesehen, kurzfristig eine provisorische Anlaufstelle in Petkus einzurichten. Auskünfte zum Schaden, zur möglichen Diebesbeute oder zum Sicherheitssystem gab es keine.

Die Feuerwehrleute wurden während der  Löscharbeiten von der Fleischerei mit Bockwurst, Brötchen und heißem Kaffee versorgt. Auch die Dorfbewohner schmierten Brötchen und die Merzdorfer Bäckerei spendierte Kaffee und Kuchen  für die Retter in der Not.  Bis in die Vormittagsstunden  dauerten die Löscharbeiten an. Die am Brandort vorbeiführende Bundesstraße 115 war über Stunden gesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Spezialisten des Landeskriminalamtes waren am Freitag in Petkus, um  den Brandort zu untersuchen.

Schadenshöhe unbekannt - Polizei sucht Zeugen

Die Höhe des entstandenen Schadens steht bisher noch nicht fest. Auch konnte die Polizei am Freitag noch keine Auskunft darüber geben, ob es den Tätern gelungen ist, den  Bankautomaten zu sprengen und ob sie mit der Beute fliehen konnten. Die Polizei sucht nach Zeugen, die in der Nacht zu Freitag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Petkus beobachtet haben oder denen bereits an den Vortagen etwas aufgefallen ist.

Es war  nicht das erste Mal, dass die Filiale der VR-Bank  ins Visier dreister Täter  geriet. Zwischen 2003 und 2005 wurden drei Überfälle auf diese Filiale verübt. 

Immer wieder Sprengstoffanschläge in Brandenburg

Sprengstoffanschläge auf Bankautomaten sind in Brandenburg keine Seltenheit. Es gibt auch Versuche, Bankomaten mit Brecheisen oder hydraulischen Geräten gewaltsam zu öffnen. Zuletzt hatten Unbekannte Ende Januar den Anbau einer Volks- und Raiffeisenbank in Berge (Prignitz) gesprengt und massiven Sachschaden angerichtet. An das Geld im Automaten kamen sie aber nicht heran. Günstiger lief es für die Gangster Ende Juli 2014 in Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark), wo ein Automat aufgesprengt und eine unbekannte Menge Geld erbeutet werden konnte. Sachschaden hier: 100 000 Euro.

Margirt Hahn

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