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Teltow-Fläming Petkuser Silageberg wird abgebaut
Lokales Teltow-Fläming Petkuser Silageberg wird abgebaut
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15:25 18.06.2016
Der Silageberg in Petkus wird inzwischen tonnenweise abgefahren. Danach kommt keine neue Silage mehr dorthin. Quelle: Hartmut F. Reck
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Petkus

Schätzungsweise sechs Meter hoch erhebt sich ein riesiger Silageberg in Petkus. Auf einer großen Betonfläche zwischen der Schenkendorfer Straße dem Gut der Familie von Lochow hat die Agrargenossenschaft „Niederer Fläming“ den Silageberg angehäuft. Er reicht bis zu den hinteren Grundstücksflächen der Einfamilienhäuser an der Schenkendorfer Straße.

Das stinkt den Anwohnern im wahrsten Sinne des Wortes schon seit vielen Jahren. „Den Garten zu nutzen, ist an manchen Tagen nicht möglich“, beschwert sich die Anwohnerin Grit Woting, die dieses Problem schon seit Jahren plagt. „Bei Regen sammeln sich stinkende Pfützen, die ins Gras fließen oder auf dem Beton stehen bleiben, bis sie dann irgendwann nach Tagen von der Sommerhitze ausgetrocknet werden“, berichtet Grit Woting, „so wie es in den letzten Jahren immer schon war.“ Dann sei der Gestank ekelerregend und scheußlich und nur schwerlich zu ertragen, sagt sie am MAZ-Sorgentelefon. Dort Kaffee und Kuchen zu genießen sei dann schier unmöglich. Und: „Ob man mit seinem Besuch im Grünen sitzen kann, muss zuerst mit einem Geruchstest festgestellt werden“, so Grit Woting.

Denn glücklicherweise gebe es auch Tage ohne stinkende Luft von nebenan, sonst wäre sie schon längst verzweifelt. Denn: „Mein kleines Gartenparadies ist mein ganzes Glück und ich freue mich jeden Tag auf diesen schönen Ort, wo ich mich zurückziehen kann, denn für mich ist Gartenarbeit mein schönstes Hobby“, wenn nicht gerade die stinkenden Ablagerungen hinter dem Gartenzaun wieder ihren Geruch verbreiten.

Ursprünglich sei hinter ihrem Grundstück ein Lagerplatz für Kohlen gewesen, weiß Grit Woting. Dann sei dort Bauschutt abgelagert worden. Später sei Silage dazugekommen bis irgendwann der Bauschutt abtransportiert worden sie und plötzlich habe nur noch Silage da gelegen habe.

Auf die Beschwerden der Nachbarn hat die Agrargenossenschaft wohl reagiert und den Silageberg mit Folien abgedeckt, aber selbst dann stinke es, meint Grit Woting. Und wenn die Folie, die zwar von alten Auto- und Traktorenreifen beschwert wird, dann doch noch vom Wind teilweise hochgeweht wird und hin- und her flattert, schlage sie laut gegeneinander, wie es erst kürzlich wieder geschehen ist, berichtet die Anwohnerin.

Das könne durchaus passieren, räumt Hartmut Ilgner ein. Der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft „Niederer Fläming“ kann aber die Anwohner beruhigen: „Der Silageberg wird kontinuierlich abgebaut. Der kommt weg und danach kommt auch nichts neues dahin.“

Nach Angaben von Ilgner werden derzeit etwa 50 Tonnen pro Tag montags bis freitags abtransportiert. Leider sei das zwischendurch mal unterbrochen worden, aber es gehe wieder weiter. Wie lange das noch dauert bis alles beseitigt ist, weiß Ilgner nicht, aber wenn alles weg sei, bleibe es auch dabei, betont er. Und wo kommt künfig die Silage hin? „Wir rekonstruieren alte Siloanlagen weiter außerhalb von Petkus, wo es niemanden stört“, so Ilgner, „die wir dann künftig nutzen werden.“

Von Hartmut F. Reck

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