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Petriheil mit Fang-Garantie

Märtensmühle Petriheil mit Fang-Garantie

Der Angelteich in Märtensmühle erfreut sich jetzt in den Sommerferien großer Beliebtheit. Seit 20 Jahren wird er von Lutz Rhone und Wolfgang Ziege betrieben. Manch Petrijünger bringt gleich Tische und Tische mit, um seinen frischen Fisch vor Ort zu verspeisen. Selbst Anfänger kommen auf ihre Kosten.

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Familie Meiseberg aus Dresden kommt jedes Jahr nach Märtensmühle zum Angeln.

Quelle: Margrit Hahn

Märtensmühle. Sophia Meiseberg und ihre Familie brauchten am Mittwoch in Märtensmühle viel Geduld. Die Fische wollten und wollten einfach nicht anbeißen. Dabei gibt es kaum einen besseren Platz, wenn man mit Sicherheit einen dicken Fang machen will, wie den Angelteich. Jedes Jahr nutzen die Dresdener ihren Jahresurlaub für einen Abstecher dorthin.

„Ich finde es hier sehr schön, weil man auch ohne Angelschein angeln kann. Wir sind bestimmt schon zum fünften mal hier“, sagt Sophia Meiseberg. Die 31-Jährige hat das Angeln von ihrem Opa gelernt, der mit 70 Jahren noch seinen Angelschein gemacht hat. „Für mich ist das hier Entspannung pur. Hier kann ich wunderbar abschalten“, stellt die Bankkauffrau fest. Die Angel bekam sie von ihrem Schwager aus Neuseddin geschenkt, der auch mit nach Märtensmühle gekommen war.

„Acht Fische brauchen wir zum Grillen und ein paar sollen eingefroren werden“, sagte die Dresdenerin. Sie fängt die Fische, nimmt sie aus und bereitet sie auch zu. Nur essen mag sie keinen Fisch. Dabei geht es nicht um den Geschmack, sondern um die Gräten, die sie vom Fischessen abhalten. Nach einer Stunde hatte die Familie nur eine einzige Forelle gefangen.

Fische mögen keine extremen Temperaturschwankungen

„An manchen Tagen beißen die Fische nicht so gut. Vor allem nicht bei massiven Temperaturschwankungen“, sagt Lutz Rhone. Der 63-jährige betreibt mit seinem Kompagnon Wolfgang Ziege das Angelgeschäft in Luckenwalde und den dazugehörigen Angelteich in Märtensmühle. Die beiden Petrijünger haben den 5000 Quadratmeter großen Teich 1996 gekauft und betreiben ihn seitdem privat.

Es handelt sich um einen sogenannten Mahlbusen. „Das ist eine Art Wasserrückhaltebecken, das zu DDR-Zeiten zu Meliorationszwecken angelegt wurde“, erklärt Rhone. An den Haken bekommt man wahlweise Lachs- und Regenbogenforellen, Karpfen, Störe oder Saiblinge, die vorher extra eingesetzt wurden. Jede Woche holt Rohne ein bis zwei Tonnen frische Fische vom Forellenhof in Unterhammer für seinen Teich.

Lutz Rhone (Foto) betreibt mit Wolfgang Ziege den Angelteich

Lutz Rhone (Foto) betreibt mit Wolfgang Ziege den Angelteich.

Quelle: Margrit Hahn

Am Wochenende ist am meisten los. Dann kommen 50 große und kleine Angelfreunde. Jetzt in den Ferien wird der Andrang sicher auch in der Woche größer. Als Köder dienen Maden, Mais, Forellenteig oder Würmer.

„Wir sehen schon zu, dass jeder etwas fängt. Die Erfolgsquote beträgt 90 Prozent. Es passiert also selten, dass jemand mit einer Nullnummer wieder heimfährt“, berichtet Rhone. Manche bringen in ihren großen Autos gleich Tische und Stühle mit und grillen ihren frischen Fang an Ort und Stelle – oder legen Wurst und Fleisch auf den Rost. „Da läuft einem manchmal schon das Wasser im Mund zusammen“, gesteht er.

Er liebt Fisch in allen Varianten, selbst aus der Dose. Er angelt in Märtensmühle nicht. Für den großen Fang fährt er alle zwei Jahre mit Gleichgesinnten nach Norwegen.

Fisch wird nach Kilogramm abgerechnet

Hin und wieder kommen auch Vereine und veranstalten ein internes Wettangeln. Der Angelteich ist von November bis März geschlossen. Ansonsten ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Angelkarte zahlt jeder Petrijünger fünf Euro. Der Fisch wird nach Kilogramm abgerechnet. Ein Kilogramm Forelle kostet beispielsweise 6,70 Euro.

Wer keine Angel hat, kann sich vor Ort auch eine ausleihen und für Anfänger gibt es gratis ein paar Tipps vom Fachmann in Sachen Anglerlatein. „Die Mitarbeiter verfügen alle über einen Fischereischein“, versichert Rhone.

Von Margrit Hahn

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