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Pianisten-Nachwuchs überzeugt im Wettbewerb

Luckenwalde Pianisten-Nachwuchs überzeugt im Wettbewerb

Erstmals hat die Luckenwalder Klavierfabrik Niendorf einen internationalen Pianisten-Wettbewerb veranstaltet. Die Nachwuchs-Künstler bewiesen ein hohes Niveau an der Klaviatur und begeisterten die Jury und das Publikum. Am Mittwochabend war die Preisverleihung. Gesamtsieger wurde der Südkoreaner Uram Kim von der Musikhochschule Karlsruhe.

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Gesellschafter Mingtong Zheng, die Juroren Raminta Lampsatis und Nathan Steinhagen, die Preisträger Uram Kim, Seoyoung Jang, Darya Dadykina, Ju Ae Ha und Alexander Breitenbach sowie Niendorf-Geschäftsführer Markus Ernicke (v. l.).

Quelle: Gerald Bornschein

Luckenwalde. Erstmals hat die Niendorf Flügel- und Klavierfabrik einen internationalen Klavierwettbewerb durchgeführt – und begeisterte mit einem fulminanten klassischen Abschlusskonzert das Publikum im firmeneigenen Konzertsaal am Mittwochabend.

Begeistertes Publikum im Konzertsaal

Begeistertes Publikum im Konzertsaal.

Quelle: Gerald Bornschein

Geschäftsführer Markus Ernicke begrüßte die Gäste im Zeichen des 120-jährigen Bestehens der Traditionsmarke Niendorf und wünschte: „Genießen, zurücklehnen und viel Spaß!“ Durch das Programm führten die Juroren Raminta Lampsatis, Professorin für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, und Nathan Steinhagen, Pianist, Komponist und Pädagoge. Letzterer hob das außerordentlich hohe Niveau der Preisträger hervor, was die Jury im Vorfeld so nicht erwartet hätte. „Ich empfinde eine riesige Freude angesichts eines Konzertes, das jeder Hauptstadt würdig sei. Wir gratulieren dieser Stadt!“, sagte er.

Sonderpreis und drei Sieger-Stufen

Die Jury habe es sich nicht leicht gemacht, sagte Lampsatis. S eit Dienstag waren insgesamt 18 Musiker im Wettbewerb. Die Sieger kommen aus drei Nationen. Den Sonderpreis für die „Beste Interpretation eines Werkes der Wiener Klassik“ dotiert mit 1500 Euro erhielt Alexander Breitenbach. Der 19-Jährige ist der einzige Deutsche unter den Preisträgern. Er spielte am Abend das „Impromptu“ in f-Moll von Franz Schubert.

Zwei Teilnehmerinnen teilen sich den mit ebenfalls 1500 Euro dotierten 3. Preis. Die Ukrainerin Darya Dadykina (25), die den „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns und Franz Liszt vortrug, und die Koreanerin Ju Ae Ha (28) mit dem „Choral et variations“, dritter Satz einer Klaviersonate von Henri Dutilleux. Liszts „Ballade Nr. 2“ war im Anschluss von Seoyoung Jang zu hören. Die 27-jährige Koreanerin belegte Platz 2 – 3000 Euro Preisgeld.

Gewinner des ersten Preises ist der 19-jährige Uram Kim aus Südkorea von der Musikhochschule in Karlsruhe

Gewinner des ersten Preises ist der 19-jährige Uram Kim aus Südkorea von der Musikhochschule in Karlsruhe.

Quelle: Gerald Bornschein

Sieger im Wettbewerb wurde Uram Kim aus Korea. Der Klavierstudent der Hochschule für Musik in Karlsruhe ist 19 Jahre alt und wurde in Seoul geboren. Im Sommer nächsten Jahres wird er seinen Bachelor-Abschluss erhalten und voraussichtlich den Master-Studiengang anschließen.

Die 8000 Euro vom 1. Preis kommen ihm auf seinem Weg zum Konzertpianisten sicher zugute. Als Bester des Ausscheids durfte er zwei Stücke vortragen, er entschied sich für den 1. Satz der Sonate f-Moll opus 5 von Johannes Brahms und die Prelude Nr. 2 B-Dur opus 23 von Sergej Rachmaninoff.

Marktturm aus Schokolade als süße Erinnerung

Alle Beiträge wurden vom Publikum mit einem kräftigen Applaus gewürdigt. Im Namen der Stadt Luckenwalde überreichte Birgit Demgenski allen Teilnehmern mit dem Marktturm aus Schokolade eine süße Erinnerung und dem Unternehmen Niendorf einen Blumenstrauß mit Pelikan als Dankeschön. Das städtische Wappentier findet sich im Logo der Firma und auf allen Niendorf-Klavieren wieder.

Ein weiterer internationaler Wettbewerb ist bereits für das nächste Jahr geplant. Darauf darf sich dann nicht nur Luckenwalde freuen, kündigt die Firma an.

Von Gerald Bornschein

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