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Teltow-Fläming Pickelhaube und Fronttagebuch
Lokales Teltow-Fläming Pickelhaube und Fronttagebuch
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00:29 18.07.2015
Burkhard Heinrich in der Ausstellung in Trebbin. Quelle: Margrit Hahn
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Trebbin

In der Trebbiner Heimatstube ist eine neue Sonderausstellung mit dem Titel „100 Jahre Erster Weltkrieg 1914-1918“ zu sehen. Zusammengestellt wurde sie von Burkhard Heinrich.

Der Trebbiner hatte sich im vergangenen Jahr zum Volkstrauertag in Tremsdorf eine Wanderausstellung der Chronistenvereinigung Potsdam angesehen und erfuhr dort zum ersten Mal etwas über einer Verwundeten- und Vermisstenliste. „Dass hat mich sehr berührt. Ich bin dann im Internet auf 32 000 Seiten mit vermissten, verwundete und gefallene deutsche Soldaten gestoßen. Ich habe dann nach Trebbinern gesucht und mir überlegt, die Namen zu veröffentlichen, um derer zu gedenken“, sagt Burkhard Heinrich. Doch eine Ausstellung allein mit den Namenslisten zu eröffnen, erschien ihm zu wenig. Also startete er im Frühjahr einen Aufruf und bat die Trebbiner, Gegenstände aus dieser Zeit zur Verfügung zu stellen.

Als erstes bekam er Feldpostkarten und eine Trinkflasche. Auch aus dem Fundus des Heimatvereins wurde einiges hervorgeholt – meist Dinge, die Trebbiner in den vergangenen Jahren abgegeben hatten. Doch das war immer noch zu wenig, um die Vitrinen und Wände der Heimatstube zu gestalten. Also suchte Heinrich nach Daten und Fotos, um die Zeit von 1914 bis 1918 für die Region um Trebbin geschichtlich zu dokumentieren.

Zwischendurch trafen immer wieder interessante Stücke ein, wie ein Stahlhelm mit sechs Einschusslöchern. Aber auch ein Lieder- und Gesangbuch, das Sigrid Schlichting brachte. Es stammt von ihrem Großvater Hugo Bomnitz. Das Buch war vier Jahre sein täglicher Begleiter im Schützengraben an der Front. Besonders freute sich Burkhard Heinrich über eine Leihgabe von der evangelischen Kirchengemeinde Großbeuthen. Dabei handelt es sich um ein Nagelbrett, das zur Propaganda im Ersten Weltkrieg genutzt wurde. Von Gemeinden und karitativen Organisationen wurden aus Holz gefertigte Figuren oder nationales Symbol aufgestellt. Gegen Einrichtung einer Mindestspende durften die Bürger einen Nagel in das Objekt schlagen. Zum Beweis für die „patriotische Spende“ gab es Anstecknadeln, Urkunden oder Spendenbescheinigungen.

Hintergrund

Die Heimatstube ist eine Einrichtung des Heimatvereins Trebbin, der im Jahr 2002 gegründet wurde.

Das kleine Museum hält umfangreiche Sammlungen zur Geschichte Trebbins vor – mit Dokumenten, Fotos und Alltagsgegenständen.

Geöffnet ist die Trebbiner Heimatstube in der Berliner Straße samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

„100 Jahre Erster Weltkrieg, ist eigentlich ein schwieriges Thema, da es keine Zeitzeugen mehr gibt und nur noch aus Erinnerungen der Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern Episoden mit fröhlichen oftmals aber auch traurigen Ereignissen hängen geblieben sind“, sagt Burkhard Heinrich. Bei ihm waren es vor allem die traurigen Ereignisse, die ihn dazu bewogen haben, sich mit diesem Thema zu befassen. Mit Ulrich Prosch und Heidemarie Mackowiak hatte er zwei fleißige Mitstreiter an seiner Seite, die zur gelungenen Ausstellung beitrugen. „ Mit dieser Ausstellung beabsichtigen wir keine Kriegsverherrlichung“, sagt er, „wir wollen auf das Leid eines jeden Krieges und auf das Leid vieler Trebbiner Familien aufmerksam machen.“

Von Margrit Hahn

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