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Picknick im Lenné-Park

Baruth Picknick im Lenné-Park

Der Kunst- und Kulturverein „Alte Schule“ Baruth hat am Sonntag sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu gab es ein Picknick im Lenné-Park und eine Ausstellung mit schwarzen Kisten, in denen auf die bisherigen Ausstellungen zurückgeblickt wurde.

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In der Box „Rückschau“ gab es 1898 Bilder zu sehen. Gucklöcher ermöglichen den Blick hinein.

Baruth. Zu einem Picknick in den Lenné-Park hatte der Kunst- und Kulturverein „Alte Schule“ am Sonntagnachmittag rund 200 Künstler, Freunde des Vereins sowie interessierte Baruther eingeladen. Zu den 25 Ausstellungen, die der Verein im Laufe der Jahre präsentiert hatte, gab es in eigens errichteten Black Boxes die entsprechenden Rückblicke. Anlass war das 20-jährige Bestehen des Vereins.

Die Idee kam von der Bildhauerin Nora Fuchs. „Wir freuen uns und danken der Stadt, dass sie uns den Park fürs Event zur Verfügung gestellt hat“, erklärte der Vereinsvorsitzende Ulrich Jansen. Begrüßende Worte seitens der Stadt sprach Ortsvorsteher Lutz Möbus (CDU) in Vertretung des Bürgermeisters Peter Ilk (parteilos), der derzeit im Urlaub ist. Möbus kritisierte bei dieser Gelegenheit, dass der Park leider nicht mehr die Pflege erfahre, die ihm zustehe. So müssten die Wege besser instand gehalten werden.

Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste im Lenné-Park

Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste im Lenné-Park

Quelle: Gudrun Ott

Der gefragte Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné hatte den Entwurf für den Baruther Schlossgarten im Jahr 1838 angefertigt. Bauherr war Graf Friedrich zu Solms-Baruth (1795-1878). Bis 1945 wurde der Park von der gräflichen Familie genutzt. Seit dem Ende des Krieges ist er der Öffentlichkeit zugänglich.

Erinnerungen an Blumen-Ausstellung

Die Fotografin Susanne Rosin sagte, es sei für die Künstler toll, diesen Ort benutzen zu dürfen. „Baruth soll sehen, dass es uns als Verein noch gibt.“ Die Barutherin Ursula Micke war gekommen, um alle Events des Kunst- und Kulturvereins Revue passieren zu lassen. In einer Black Box erinnerte sie der Film „Lasst Blumen sprechen“ an die Ausstellung „Blumen für Baruth“ aus dem Jahr 2008. Micke, an Kunst- und Kultur interessiert, schwärmte: „Ich finde, hier muss man als Baruther einfach dabei sein.“ Und Maria Meyer-Reckers, ehemalige Berlinerin, ist vor 20 Jahren nach Baruth gezogen, hat alle Ausstellungen des Vereins gesehen und erklärte: „Ich bin glücklich, dass wir hier solche wunderbaren Veranstaltungen des Kunst- und Kulturvereins haben. Es sind tolle Leute.“ Die Berlinerin und Literaturübersetzerin Martina Kempter kommt immer wieder auch gern nach Baruth wegen des besonderen Flairs der Stadt. Der Maler Matten Vogel, er war an der Ausstellung „Blumen für Baruth“ beteiligt, erinnerte sich daran, wie er damals seine Staffelei auf die Mini-Insel im Park schleppte. „Ich musste Anglerhosen anziehen, um trocken durch den Morast zu kommen. Das war für mich als Städter eine ziemlich aufregende Sache.“

Nächste Ausstellung vielleicht mit Galerie aus Berlin

Heinrich Weid, Gründungsmitglied, fand hier eine Heimat, bevor er wegen seiner Professur nach Wuppertal zog. Aber sein Atelier befindet sich noch immer in der Alten Schule, dem Domizil der Künstler. Ovis Wende, Bildhauer mit Professur in Dortmund, wie auch Nora Fuchs, erklärte: „Wir gehören zu Baruth.“ Er hatte einen Carport entwickelt, der das Auto in die Höhe hob, um darunter ein Beet sichtbar werden zu lassen. Filme gab es u.a. zu den Ausstellungen „Wohnzimmer“, „Stadt, Land Fluss“, „Schöner Ort Nirgendwo“ oder auch „Baruther Salon“ zu sehen. Arbeit im öffentlichen Raum sei dem Verein wichtig, sagte die Architektin Birgit Hampel und der Vereinsvorsitzende verriet, dass die nächste Ausstellung gemeinsam mit einer Berliner Galerie stattfinden könnte.

Von Gudrun Ott

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