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Teltow-Fläming Pillen, Blutdruck, Mikroskope
Lokales Teltow-Fläming Pillen, Blutdruck, Mikroskope
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19:22 07.03.2016
Apotheker Karsten Engel zeigt den Schülern  Tabletten, Kapseln, Dragees und Pastillen in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Für die Sechstklässler der Luckenwalder Arndtschule war der Besuch in der Spitzweg-Apotheke etwas ganz Besonderes. Denn wann hat man sonst schon die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen? Die Mädchen und Jungen hatten mit ihrer Lehrerin Elke Neudeck im Rahmen des MAZ-Schulreporter-Projekts Fragen vorbereitet, die Apotheker Karsten Engel bereitwillig beantwortete.

Doch zuvor ging es für eine Gruppe in den Rezepturbereich, in dem sonst Salben hergestellt werden. Dort hatte Christin Zengeler, die pharmazeutisch-technische Assistentin, ein Mikroskop aufgebaut, durch das die Schüler schauen und das Objekt in Großaufnahme erkennen sollten. Für die Sechstklässler war dies einfach. Es handelte sich um ein winziges Zwiebelstückchen – so etwas kannten sie schon aus dem Unterricht.

Der Umgang mit dem Blutdruckmessgerät fiel ihnen da schon etwas schwerer. „Zehn Prozent der Schulkinder haben einen erhöhten Blutdruck und der kann schwerwiegende Folgen haben“, erklärt Christin Zengeler. Dazu zählen Schlafstörungen, Schwindel und auch Nasenbluten. Dann solle man einen Arzt aufsuchen, sagte sie: „Gründe dafür können falsche Ernährung oder Bewegungsmangel sein. Schon eine halbe Stunde täglich trainieren, kann den Blutdruck senken. Ebenso wie eine fett- und salzarme Ernährung.“ Auf ihre Frage, welche Arndtschüler Sport treiben, schnellten alle Finger in die Höhe. Reiten, Schwimmen, Rollschuhlaufen, Fußball – fast alle Sportarten waren vertreten.

„Alles im grünen Bereich“

Schon beim Anlegen der Oberarm-Manschette hatten die Kinder ihren Spaß. Am Ende hieß es: Keiner hatte zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck. „Alles im grünen Bereich“, stellte die Fachfrau fest.

An der dritten Station standen verschiedene Waagen zur Auswahl. Die Aufgabe bestand daran, 0,055 Gramm Traubenzucker und 5,0 Gramm Wasser abzuwiegen. Die Schüler sollten selbst entscheiden, welche Waage und welche Hilfsmittel sie verwenden wollten. „Eine Präzisionswaage mit der man vier Stellen hinter dem Komma bestimmen kann, muss 30 Minuten vorher eingestellt werden, damit sie sich der Umgebung anpassen kann“, erklärte Zengeler. Um das Wasser genau zu dosieren, verwendeten die jungen Laboranten einen Glasstab. Trotzdem war es schwierig, genau 5,0 Gramm Wasser abzumessen.

Fragen an Apotheker Engel

Während die eine Gruppe experimentierte, ließ sich Apotheker Karsten Engel mit Fragen löchern. Die Schüler wollten wissen, wie viele Medikamente sich in seinen Apotheken befänden, warum er Apotheker geworden sei, wie lange die Ausbildung zum Apotheker dauere oder wie viele Mitarbeiter er habe. „Wenn Sie krank sind, gehen Sie dann zum Arzt oder können Sie sich die Medikamente selbst verschreiben?“, fragte Angelina Schäfer.

Karsten Engel berichtete, dass er in allen drei Luckenwalder Engel-Apotheken insgesamt 35 Mitarbeiter hat. „Davon 32 Frauen – da wisst ihr wie hart mein Tag ist“, sagte Engel lachend. Sein Berufswunsch stand bereits in der 9. Klasse fest. Damals entschied er sich, Pharmazie zu studieren. „Es ist sehr abwechslungsreich. Ich fand Naturwissenschaften schon immer interessant“, sagte er, „ich wollte aber nicht mein ganzes Leben nur mit Biologie zu tun haben. Deshalb bin ich Apotheker geworden.”

Von Margrit Hahn

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