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Pilze zu jeder Jahreszeit

Woltersdorf Pilze zu jeder Jahreszeit

Inge Kuß kennt sich mit Pfifferlingen, Champignons und Maronen gut aus. Trotz Rollator hat sie ihre Pilzkörbe nach zwei Stunden gut gefüllt. Ihre Lieblingsstellen verrät sie allerdings nicht.

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Inge Kuß kehrt von einer Pilzsuche mit einer stattlichen Ausbeute zurück. Der Rollator dient da auch als Transportmittel.

Quelle: Margrit Hahn

Woltersdorf. Inge Kuß ist leidenschaftliche Pilz-Sammlerin. Sie ist froh, dass seit gut einer Woche endlich die Pilze sprießen, denn in den vergangenen Monaten sah es im Wald ziemlich mau aus.

„Zum Glück hatte ich Champignons bei mir auf der Wiese, sonst hätte mir was gefehlt“, sagt die gebürtige Woltersdorferin. Sie ist zwar nicht mehr so gut zu Fuß, aber das hält sie nicht von der Pilzesuche ab. Ihren Rollator hat sie immer dabei. Und sie kennt ihre Fundorte ganz genau. „Selbst im Dunkeln mit der Taschenlampe würde ich sie finden. Ich bin ein echter Luchs, wenn es darum geht, Pilze zu finden “, sagt die 80-Jährige.

Allerdings braucht sie dafür ihre Tochter oder ihre Freundin, die das Auto genau dort hinbringen. Jemand anderen verrät sie auch nicht, wo ihre Lieblingsstellen sind. Um jetzt noch so viel wie möglich zu finden, verzichtet sie sogar auf ihren sonst so geliebten Stricknachmittag. „Das Stricken muss jetzt warten“, fügt sie hinzu.

In dieser Woche war sie schon zweimal im Wald. Allerdings sind die Pilze durch den Regen eher glibberig. Inge Kuß reibt deshalb Zuhause jeden einzelnen trocknen. Dann werden sie entweder süß-sauer eingeweckt oder in der Pfanne mit Speck und Zwiebeln gebraten. Butterpilze verfeinert sie mit Sahnesoße.

Sie hat schon die Wette gewonnen, dass sie unter der Schneedecke Pilze finden würde. Schon als Kind war sie mit ihrem Vater oft im Wald und kannte sich mit Pilzen stets gut aus. „Meine Mutter hat damals nicht gearbeitet und so war das Geld immer knapp“, erzählt sie. Wenn der Vater früher mit reichlicher Ausbeute aus dem Wald kam, wurden die Pilze beim Bauern gegen Wurst getauscht.

Den Tauschhandel führt Inge Kuß heute fort, allerdings tauscht sie Pilze gegen Nüsse. Damit versorgt sie die Eichhörnchen, die auf Nahrungssuche sind und öfter mal aus dem nahen Wald zu ihr kommen. Längst haben die Eichhörnchen entdeckt, dass im Vogelhäuschen Futter zu finden ist.

Um fit zu bleiben macht Inge Kuß regelmäßig Sport – trotz zwei künstlicher Hüftgelenke und einem künstlichen Kniegelenk. Stillsitzen kommt für sie nicht in Frage. Und wenn sie nicht Pilze putzt, schneidet und einkocht, sind es Quitten oder Beeren, von denen sie Marmelade kocht.

Von Margrit Hahn

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