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Pläne für Findlinge

Fröhden/Markendorf Pläne für Findlinge

Im Rahmen der diesjährigen 650-Jahr-Feier sollen zwei der insgesamt sechs gefundenen Riesen in Fröhden und Markendorf ihren Platz bekommen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Jüterbog möchte man für Besucher außerdem Informationstexte zusammenstellen. Darüber hinaus werden die Steine von Studenten aus Potsdam genauer untersucht.

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In der Nähe der Friedenseiche am Dorfanger im Markendorf soll noch in diesem Jahr einer von zwei Findlingen errichtet werden.

Quelle: fotos: Isabelle Richter (2)

Fröden/Markendorf. Der Kulturverein Fröhden/Markendorf hat im vergangenen Jahr ein großes Projekt angeschoben. Dabei ging es um die Frage, wie man sechs riesige Findlinge mit einem Durchmesser von bis zu 2,20 Meter am besten in den beiden Jüterboger Ortsteilen platzieren könne.

Der Fröhdener Bauer Daniel May hatte sie über einen längeren Zeitraum gesammelt, nachdem er den ersten Stein vor über vier Jahren durch Zufall auf dem Acker entdeckte.

Fünf weitere Findlinge folgten

Als ihm seine Maschine bei der Arbeit immer wieder an der selben Stelle einen Defekt anzeigte, ging er der Sache etwas genauer nach. „15 bis 20 Zentimeter unter der Oberfläche“, berichtet Daniel May, habe er den ersten Stein entdeckt. Daraufhin begann der Bauer, ihn auszugraben. Fünf weitere Giganten folgten.

Für das Ausgraben der riesigen Steine mit Radlader und Traktor benötige er laut eigenen Aussagen pro Stein etwa zwei Stunden. Derzeit lagern die Findlinge auf seinem Hof in Fröhden.

Antrag auf Förderung abgelehnt

Um die speziellen Exemplare zur Geltung zu bringen, hatten der Bauer und der Kulturverein Fröhden/Markendorf die Idee, daraus ein spezielles Andenken für die Dorfgemeinschaft zu kreieren. Eine Stele oder eine große Sonnenuhr waren bisher der Plan.

Dazu gab es bereits Gespräche mit einer Künstlerin. Der Ortsvorsteher von Markendorf und Vorsitzende des Kulturvereins, Matthias Botzet, berichtet nun aber: „Wir haben dazu einen Förderantrag gestellt. Dieser wurde allerdings abgelehnt.“

Aufstellung zur Jubiläumsfeier

Um das Projekt nicht sterben zu lassen, überlegten sich die Beteiligten eine Alternative. Nach neuestem Stand sollen die Findlinge nun einzeln in Fröhden und Markendorf aufgestellt werden.

Zurzeit liegen ein paar der Riesenbrocken noch auf dem Hof von Bauer Daniel May in Fröhden

Zurzeit liegen ein paar der Riesenbrocken noch auf dem Hof von Bauer Daniel May in Fröhden.

Quelle: Isabelle Richter

„Wir planen zunächst, zwei Findlinge im Rahmen unserer 650-Jahr-Feier zu errichten“, erklärt Matthias Botzet dazu. Beim Backofenfest, welches jedes Jahr im Herbst stattfindet, soll die Jubiläumsfeier am Vorabend starten und damit sollen auch die Findlinge ihren Platz bekommen.

Infotexte für Besucher

Einen Stein plane man beispielsweise in der Nähe der Friedenseiche in Markendorf aufzustellen. Um Fremden eine Erklärung dazu zu bieten, sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt kleine Texte mit kurzen Informationen zu den Findlingen erstellt werden.

Nach und nach sollen künftig auch die übrigen verteilt werden. „Wir überlegen, welche Orte dafür geeignet wären. Dabei sollen sie weniger als Mahnmal dienen, sondern eher als imposantes Zeugnis“, so Botzet.

Studenten sollen die Steine untersuchen

Um noch mehr Informationen über die Findlinge zu bekommen, arbeite man außerdem mit Geologen der Universität Potsdam zusammen. Studenten wollen die Findlinge noch in diesem Jahr genauer auf Herkunft und Alter untersuchen.

Auffällig war nämlich, dass die Steine allesamt auf einer Linie lagen. Deshalb besteht die Vermutung, dass sie eine Eisscholle vor Jahren dort hingetragen haben könnte. Professoren der Uni waren bereits einmal vor Ort und sichtlich begeistert von den riesigen Schätzen.

Von Isabelle Richter

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