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Teltow-Fläming Pläne für die nächsten acht Jahre
Lokales Teltow-Fläming Pläne für die nächsten acht Jahre
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11:12 18.11.2017
Elisabeth Herzog-von der Heide beim SPD-Bürgergespräch. Quelle: FOTO: Reck
Luckenwalde

Den Begriff „Achtjahresplan“ will Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) lieber nicht in den Mund nehmen. Erstens klingt er zu planwirtschaftlich, zweitens weiß sie aus Erfahrung: „Keine Wahlzeit ist bisher so verlaufen, wie am Anfang erwartet.“ Das sagte sie am Mittwochabend bei einem Bürgergespräch des SPD-Ortsvereins im Linden-Café in Luckenwalde.

Sie muss es ja wissen. Denn fast 16 Jahre, also zwei Wahlperioden liegen hinter ihr. So sei zu Beginn ihrer ersten Amtszeit Stadtumbau noch kein Thema gewesen, habe sich aber dann zu einem besonderen Schwerpunkt entwickelt. Und zu Beginn ihrer zweiten Amtszeit habe niemand den großen Zustrom von Geflüchteten erwarten und schon gar nicht mit einem Bevölkerungswachstum rechnen können.

Nun steht am 4. Januar der Beginn von Herzog-von der Heides dritter Amtszeit bevor. Dies dürfte ein fließender Übergang werden, und die Pläne für die kommenden acht Jahre ergeben sich aus den ohnehin schon begonnenen oder geplanten Vorhaben.

Aber weil sowieso alles anders kommt, als man denkt, werfen zumindest einige Themen ihre Schatten voraus. Diese verortet die Bürgermeisterin bei der weiteren Digitalisierung, der Gefährdung der Klimaziele mit nötiger Nachsteuerung, der Veränderung der Mobilität – wie Car-Sharing, Elektro- und selbstfahrende Autos –, der Veränderung der Arbeitswelt durch 3D-Drucker und Roboter, dem Fachkräftemangel, Flucht und Migration, der unsicherer wachsenden statt stagnierenden Einwohnerzahl und der nächsten Funktionalreform, was eine Zunahme an interkommunaler Kooperationen und die Übernahme zusätzlicher Aufgaben bedeutet. Dabei wagt Herzog-von der Heide nicht vorauszusagen, ob und wie sich dies auf Luckenwalde auswirkt.

Voraussagen, was die Bevölkerungsentwicklung betrifft, haben sich für Luckenwalde nicht bestätigt. Die Folge: ein akuter Mangel an Kitaplätzen, dem man nun durch bauliche Maßnahmen entgegenzuwirken versucht. Zu den „Wachstumsschmerzen“ zählt die Bürgermeisterin auch die steigenden Schülerzahlen. Zwar gebe es ausreichende Grundschulplätze, aber man müsse den Oberschulbereich im Auge behalten, sagte sie. Den Neubau einer Schule hält sie nicht für notwendig, dafür aber einen Erweiterungsbau für die bestehende Jahn-Oberschule. Für das Mehrgenerationenhaus Kieztreff, schlägt sie das Vorderhaus der einstigen Postschule vor. Im Sportbereich hofft sie, endlich eine Tartanbahn verwirklichen zu können, was aber nur mit Förderung gehe. Im Wohnbereich setzt sie auf das Stadtumbauprogramm III, mit dessen Hilfe Industriebrachen zu Wohnungen umgewandelt werden sollen. Bei der Fachkräftegewinnung hofft sie auf die Schule für Gesundheitsberufe und will die Kampagne „Luckywalde“ mit der Neuausrichtung auf das Handwerk fortsetzen.

Von Hartmut F. Reck

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