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Plan für Luckenwaldes Entwicklung bis 2030

Kommunalpolitik Plan für Luckenwaldes Entwicklung bis 2030

Noch orientiert sich Luckenwalde am Stadtentwicklungskonzept bis 2020. Doch bereits jetzt haben sich Rahmenbedingungen geändert, so dass eine Aktualisierung erforderlich ist. Die Verwaltung legte jetzt den Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes bis zum Jahr 2030 vor.

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Das Luckenwalder Rathaus – Sitz der Stadtverwaltung.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) „Luckenwalde 2020“ haben sich bereits jetzt Rahmenbedingungen geändert; es muss deshalb weitergedacht und fortgeschrieben werden. Die Verwaltung legte den Stadtverordneten jetzt den Entwurf des Insek bis zum Jahr 2030 vor, der in den nächsten Wochen in den Ausschüssen beraten wird.

„Die Einwohnerzahl hat sich anders entwickelt als ursprünglich angenommen“, sagte Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann im Sozialausschuss, „sie ist nicht so stark rückläufig wie vom Land prognostiziert.“ Seit 2008 ziehen mehr Menschen nach Luckenwalde als aus der Stadt fort. Dem müsse man sich mit einer besseren In-frastruktur, optimaler Bahnanbindung und bedarfsgerechtem Wohnraumangebot anpassen. Die Stadt rechnet für 2030 mit einer Einwohnerzahl von knapp 20 000.

Hintergrund

Das zurzeit gültige Insek (Integrierte Stadtentwicklungskonzept) „Luckenwalde 2020“ wurde im Jahr 2008 von den Stadtverordneten beschlossen und seitdem umgesetzt.

Im Herbst 2014 haben Stadtverwaltung, Stadtverordnete, Ortsvorsteher und kommunale Unternehmen in einer Klausurtagung über künftige Herausforderungen und Leitlinien der Entwicklung beraten.

Der jetzt vorliegende Entwurf des Insek „Luckenwalde 2030“ ist der Wegweiser für die künftige Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2030. Es schafft einen Orientierungsrahmen über Legislaturperioden hinaus.

Ziel ist es, dass die Stadtverordneten das Insek 2030 am 7. Juni beschließen. Am 13. Juli sollen dann die Gesamtmaßnahmen mit dem Land beraten werden.

Für die Marschrichtung bis 2030 schreibt der neue Entwurf fünf strategische Leitlinien fest. So soll sich Luckenwalde als urbaner Lebensmittelpunkt profilieren und als regionales Wirtschaftszentrum gestärkt werden. Regionale Zusammenarbeit soll gefestigt werden. Der Erhalt und Ausbau einer soliden Basis sowie der Stadtqualität sind weitere Schwerpunkte.

Ziel: pro Jahr 150 mehr Zu- als Wegzügler

Wichtigstes Ziel wird es laut Mann sein, die Luckenwalder in ihrer Stadt zu halten und neue Einwohner anzuziehen. Um die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung (mehr Sterbefälle als Geburten) auszugleichen, müssten künftig 150 mehr Zu- als Wegzügler pro Jahr gewonnen werden.

Christoph Guhlke (CDU) begrüßte das Ansinnen der Stadt, sich für den Erhalt als Kreisstadtsitz einzusetzen und neue Einwohner anzuziehen. Angesichts der Zuzügler sprach er sich aber für eine Kita-Bedarfsplanung aus. „Vielleicht müssen wir auch darüber nachdenken, ob die Zahl der Schulplätze reicht“, sagte er.

Bürgermeisterin will keine Schnellschuss-Entscheidungen

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) will die Entwicklung „Jahr für Jahr beäugen, aber nicht aus dem Stand 100 neue Kitaplätze schaffen“. „Die Einwohnerzahl ist in der Bilanz immer noch rückläufig“, sagte sie. Mit dem Neubau der Evangelischen Kita werde man 52 zusätzliche Plätze haben. Auch habe die Ebert-Schule noch Raumreserven, da sie auf eine Fünf- bis Sechszügigkeit ausgelegt sei, derzeit aber nur drei- bis vierzügig laufe.

Guhlke vermisste konkrete Aussagen zur Entwicklung der Ortsteile, zum Beispiel hinsichtlich neuer Wohngebiete. „Die Stadt hat ausreichend Flächenpotenziale“, sagte Mann, „wir haben ausgeschlossen, in den Dörfern neue Gebiete zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen auszuweisen.“

Manfred Thier (Linke) forderte eine engere Zusammenarbeit mit örtlichen Wohnungsanbietern, um interessierten Berlinern attraktiven Wohnraum anzubieten.

Von Elinor Wenke

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