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Planer stellt Ideen fürs Dorf vor

Mahlow Planer stellt Ideen fürs Dorf vor

So haben es viele Mahlower wohl auch noch nicht gesehen: Das alte Dorf mit seinem Deponiehügel ist wie ein riesiger Landschaftspark samt Abenteuerspielplatz. So sieht es jedenfalls der Planer Lutz Sepke. Er stellte am Dienstag im Ortsbeirat seine Ideen vor. Ortsvorsteherin Regina Bomke (CDU) möchte daraus einen Rahmenplan ableiten.

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Die beste Aussicht von Mahlow: Wenn das Wetter gut ist, kann man vom höchsten Punkt der ehemaligen Deponie den Fernsehturm auf dem Berliner Alexanderplatz sehen.

Mahlow. „Schätzchen“, „Rohdiamant“, „Perlenkette“ – Lutz Sepke hatte nur Worte des Lobes für das Mahlower Dorf übrig. Der diplomierte Landschaftsarchitekt, der am Dienstag im Ortsbeirat seine Ideen für das Areal vorstellte, will das Dorf nur behutsam verändern – „mit kleinen subtilen Maßnahmen“, wie er immer wieder sagte.

Vor gut einem Jahr hatten sich Planer, Politik, Verwaltung und Bürger zum Workshop getroffen. Lutz Sepke hatte viele Ideen aufgenommen. Seine Vision sieht eine behutsame Weiterentwicklung des Bestehenden vor. „Es ist wie ein schlafender Park, der darauf wartet, wachgeküsst zu werden“, sagte Lutz Sepke. Sein größtes Augenmerk liegt auf der ehemaligen Deponie, deren kuppenhafte Form an einen Endmoränenhügel erinnere. Von oben habe man einen herrlichen Blick in die märkische Weite.

Planer hält Aussichtsturm für überflüssig

Viele Bürger hatten sich dort einen Aussichtsturm gewünscht, was aus Lutz Sepkes Sicht unnötig ist. Schon jetzt könne man bei schönem Wetter den Fernsehturm am Alexanderplatz sehen. „Mit einem Aussichtsturm gewinnt man nichts“, sagte er. Besser sei es, den höchsten Punkt der Umgebung gekonnt in Szene zu setzen – mit Findlingen, einer Rundbank oder einem stattlichen Baum. Um die Aussicht zu erhalten, empfiehlt er, die Wiese rund um den Hügel in unterschiedlichen Abständen zu mähen, damit sich verschiedene Vegetationen bilden.

Direkt hinter der Deponie beginnt für Lutz Sepke das, was er unter dem Begriff „Landschaft als Erlebnis“ beschreibt: meterhohe Schluchten, Weidelandschaften und Wälder mit Maiglöckchen, Farnen und Efeu. „Das ist ein wahr gewordener Kindertraum“, sagt der Planer. Überall könne man Spuren von spielenden Kindern finden. Ein eigener Spielplatz in der Landschaft sei unnötig.

Dorfanger soll typischen Charakter zurück bekommen

Mehr Eingriffe wünscht sich Sepke am Dorfanger. Dort sollen die dunklen Koniferen verschwinden und dafür die alte dorftypische Lindenallee wieder entstehen. Zusätzliche Bäume sollen dem Dorfteich Schatten spenden und die Wasserpflanzen zurückdrängen. Die Ackerfläche westlich der Marienfelder Straße zwischen L76 und Brenzstraße stellt sich der Landschaftsplaner als Rundweg zum Joggen und Spazieren vor.

Kritik kam für den Vorschlag, den Verkehr in der Blankenfelder Straße einzuschränken. „Wo sollen die Autos am Friedhof parken?“, wollte Bernd Marquardt (FWG) wissen – eine Frage, die noch zu klären sei, sagte Sepke. Offen sind auch noch Gespräche mit Eigentümern der Flächen, die nun geplant werden sollen. Regina Bomke (CDU), die Mahlower Ortsvorsteherin, konnte den Plänen eine Menge abgewinnen. „Wir brauchen konkrete Projekte, mit denen wir an die Gemeindevertretung herantreten können“, sagte sie. Ziel sei es, einen Rahmenplan zu beschließen. Der Zeitpunkt sei ideal, denn 2018 endet die Ruhefrist für die sanierte Deponie. Im kommenden Frühjahr, so wünscht sich die Ortsvorsteherin, sollen sich alle Verantwortlichen dort versammeln, das Areal erleben und dann eine Entscheidung treffen.

Von Christian Zielke

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