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Polizei: Keine Vergewaltigung durch Flüchtlinge

Gerücht in Teltow-Fläming nicht bestätigt Polizei: Keine Vergewaltigung durch Flüchtlinge

Die angebliche Vergewaltigung einer 36-jährigen Frau durch drei Flüchtlinge aus Pakistan in der Silvesternacht hatte in Altes Lager (Teltow-Fläming) die Gemüter erhitzt. Es war zwar viel Alkohol im Spiel, aber der Verdacht des sexuellen Missbrauchs hat sich laut Polizei nicht bestätigt. Ein Anruf bei der Polizei hatte die Gerüchteküche zum Kochen gebracht.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Altes Lager. Ein Vorfall in der Silvesternacht im Ahornweg in Altes Lager hat zwischenzeitlich die Gemüter der Anwohner erhitzt. Offensichtlich hat er sich aber doch anders abgespielt als anfangs vermutet. Das dortige Flüchtlingswohnheim zählt 50 Bewohner. Am Silvesterabend, so hieß es zunächst, sollen drei ausländische Bürger eine wehrlose Frau in ihre Gewalt gebracht, gefügig gemacht und vergewaltigt haben. Gegen 23 Uhr rief ein Bürger die Polizei, da es nach seinen Angaben zu sexuellen Übergriffen auf die Frau gekommen war.

Aber als Polizeibeamte und Rettungskräfte eingetroffen waren, bot sich ihnen vor Ort ein anderes Bild. Laut Recherchen der Polizeidirektion West hatte sich die 36-jährige Frau mit russischem Migrationshintergrund am Silvesterabend in dem Wohnheim für Asylsuchende aufgehalten und mit drei aus Pakistan stammenden jungen Männern reichlich Alkohol getrunken.

„Frau in einem völlig hilflosen, alkoholisierten Zustand“

„Beim Eintreffen der Polizei wurde die Frau in einem völlig hilflosen, alkoholisierten Zustand angetroffen, in ein Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt“, teilte Polizeisprecherin Jana Birnbaum auf MAZ-Anfrage mit, „es waren aber keine äußeren Verletzungen erkennbar.“ Auch der Arzt habe bei der Untersuchung der Frau keine Verletzungen festgestellt, die auf eine Vergewaltigung hingewiesen hätten.

„In ihrer Vernehmung durch die Kriminalpolizei gab die 36-Jährige an, dass es zu keinen sexuellen Handlungen gekommen war“, erklärt Jana Birnbaum. Auch die drei tatverdächtigen jungen Pakistaner stritten derartige Taten ab.

Gerüchte und Verdächtigungen

Im Ort hatte der Vorfall Irritationen und Besorgnis hervorgerufen, weil das nächtliche Bild von Blaulicht, Rettungskräften und mehreren Polizeiwagen geprägt war. „Die Kripo war bis in die Morgenstunden vor Ort“, berichtet ein Zeuge, „da musste ja etwas Außergewöhnliches passiert sein.“ Gerüchte und Verdächtigungen machten munter die Runde.

„Die drei jungen Pakistaner waren zunächst wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen vorläufig festgenommen worden“, sagt Jana Birnbaum. Dieser Anfangsverdacht habe sich nicht erhärten lassen, so dass die drei jungen Männer auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen wurden.

Von Elinor Wenke

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