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Polizei kontrolliert Schulwege der Region

Werbig Polizei kontrolliert Schulwege der Region

Mehrere Tausend Kinder wurden am Wochenende eingeschult. Für viele Erstklässler beginnt die Aufregung nicht erst mit dem Stundenklingeln. Spannend ist auch die erste Fahrt zur Schule. Damit die Abc-Schützen heil in den Klassenräumen ankommen, kümmert sich die Polizei zwei Wochen lang vermehrt um die Schulwegsicherung.

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Bis zu fünf Schulbusse können gleichzeitig vor der Grundschule in Werbig halten. Dann wird die Situation schnell unübersichtlich.

Quelle: Victoria Barnack

Werbig. Seit Montag herrscht in der Buswendeschleife vor der Werbiger Ludwig-Achim-von-Arnim-Grundschule wieder mehr Verkehr. Vor allem zwischen 7 und 8 Uhr, also vor dem Beginn der ersten Unterrichtsstunde, sind die Parkplätze direkt vor dem Hauptgebäude heiß begehrt. Zum Schulstart vergewissert sich die Polizei deshalb, ob sich Schüler und Eltern an das oberste Gebot der Straßenverkehrsordnung halten. Denn die gegenseitige Rücksichtnahme ist aufgrund der unerfahrenen Erstklässler momentan besonders wichtig.

Bitte weiterfahren

Bitte weiterfahren! Vor der Werbiger Schule dürfen nur Busse halten.

Quelle: Victoria Barnack

Seit sechs Jahren ist Ute Krenz Revierpolizistin im Niederen Fläming. Die 23 Ortsteile, für die sie zuständig ist, sind die Heimatdörfer der knapp 120 Grundschüler. Fast alle fahren mit dem Bus zur Schule. Deshalb legt die Polizistin bei der Schulwegsicherung in Werbig mehr Wert auf die motorisierten Fahrzeuge als auf das Verhalten der wenigen Radfahrer. Das größte Problem vor der Grundschule sind Eltern, die aus Bequemlichkeit falsch anhalten oder parken. „Manche Eltern würden ihr Kind am liebsten bis in den Klassenraum fahren“, sagt die Revierpolizistin. In den zurückliegenden Jahren hat sie unzähligen Eltern und Großeltern erklären müssen, dass lediglich der öffentliche Nahverkehr direkt vor dem Schulgebäude stehen darf. Dabei befinden sich nur wenige Meter neben den Haltestellen für Busse auch mehrere Dutzend Parkplätze.

Revierpolizistin: „Die Eltern sind zum größten Teil einsichtig.“

„Hier auf dem Land sind die Eltern zum größten Teil sehr einsichtig“, erklärt die Polizistin. Lediglich einmal wollte ein Vater die Mahnung nicht einsehen. Aber nur wer partout nicht hören will auf die Aufforderung von Ute Krenz, muss mit drastischen Maßnahmen rechnen – Zahlscheine verteilt sie in den ersten Schultagen nach den Sommerferien noch nicht.

Zwei Wochen lang machen sich Krenz und ihre Kollegen vom Polizeiposten in Jüterbog nun am frühen Morgen auf, um für mehr Umsicht zu appellieren. „Dabei versuchen wir, an jeder Schule in der Umgebung wenigstens einmal zu sein“, erklärt sie. Inzwischen zahlt sich die Hartnäckigkeiten bei den Schulwegkontrollen sogar aus. Am Montag ermahnte sie nur eine Hand voll Autofahrer. „Das war in meinen ersten Jahren hier anders“, erinnert sie sich, „manchmal habe ich mir auch schon den Mund fusselig geredet.“

Die Kinder sollten es allein zur Schule schaffen

Nun hofft sie, dass sich die Eltern und Großeltern der Schulkinder auch in den kommenden Monaten an ihre Worte erinnern, wenn sie den Nachwuchs zur Schule bringen. „Die Kinder sollten sowieso möglichst schnell lernen, allein zur Schule zu gehen“, sagt sie. Ein wenig Hilfe beim Schleppen der schweren Bücher, Turnbeutel und Malkästen in den ersten Tagen verstehe sie zwar, aber ab der zweiten Woche sollte damit Schluss sein. „Wenn die Kinder in die Schule kommen, ist das auch für die Eltern ein Lernprozess“, weiß die Polizistin aus Erfahrung.

Zahlen und Fakten

Mehr als 1000 Kinder werden jährlich bei Verkehrsunfällen auf den Straßen Brandenburgs verletzt. 2015 waren es exakt 1026 und damit sieben Kinder mehr als im Vorjahr.

In der Hälfte der Fälle sind sie als Radfahrer oder Fußgänger betroffen.

Bei der Schulwegsicherung achtet die Polizei auf Geschwindigkeit sowie aufs korrekte Anschnallen und das Vorhandensein von Kindersitzen sowie das Verhalten von Radfahrern.

Wenn im Oktober die erste Aufregung nach dem Beginn des neuen Schuljahres verflogen ist, lässt sich Ute Krenz immer noch regelmäßig vor der Werbiger Grundschule blicken. Dann gibt es für Fehlverhalten im Straßenverkehr allerdings sofort Konsequenzen.

Die Schule befindet sich direkt hinter dem Ortseingang. Dort lasert die Revierpolizistin regelmäßig zu schnelle Fahrer. Dann sind es jedoch in den seltensten Fällen Eltern, die zum Portemonnaie greifen müssen. „Meistens sind es Anwohner aus den umliegenden Orten, die auf dem Weg zur Arbeit zu schnell fahren“, erklärt sie.

Von Victoria Barnack

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