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Teltow-Fläming Polizeieinsatz in Erstaufnahmeeinrichtung
Lokales Teltow-Fläming Polizeieinsatz in Erstaufnahmeeinrichtung
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00:19 14.10.2017
Die Polizei war mit 15 Funkstreifenwagen in der Wünsdorfer Erstaufnahmestelle für Asylbewerber im Einsatz. Quelle: picture alliance / dpa
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Wünsdorf

Streit um Bier soll eine Massenschlägerei ausgelöst haben, die Dienstag kurz vor Mitternacht in der Wünsdorfer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber ausbrach. Beteiligt waren Zuwanderer aus Kamerun und Somalia.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei feierte eine Gruppe Kameruner in einem Haus. Plötzlich versuchte eine Gruppe Somalier, den Kamerunern Bier zu stehlen. Deshalb entbrannte eine heftige Auseinandersetzung. Ein 25-jähriger Somalier schlug mit einem Stein eine Fensterscheibe ein. Zwei weitere Landsleute nahmen von einem Lagerfeuer zwei große, brennende Holzstücke und rannten damit in eine Unterkunft. Hier warfen sie die Scheite in den Eingangsbereich beziehungsweise auf den Fußboden im zweiten Obergeschoss. Die Holzstücke erloschen von selbst, so dass die Feuerwehr nicht eingreifen musste. „Zwei Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf standen rund eine Stunde in Bereitschaft“, so der Zossener Stadtbrandmeister Stefan Kricke. Gegen 0.45 Uhr konnten die Kameraden wieder abrücken.

Drei Somalier in Gewahrsam genommen

Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 15 Funkstreifenwagen-Besatzungen angerückt. Es gelang den Beamten aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald, die Lage zu beruhigen. Drei Somalier im Alter von 25, 26, 32 Jahren wurden in Gewahrsam genommen. Alle drei standen erheblich unter Alkoholeinfluss.

Insgesamt wurden bei den Auseinandersetzungen drei Personen verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Ein Somalier kam mit Kopfverletzungen und einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus. Ein anderer (24) brach sich ein Bein und ein 38-jähriger Kameruner erlitt Schnittverletzungen an der Hand.

Fünf Rettungswagen nach Wünsdorf beordert

Im Einsatz seien ein Notarztfahrzeug und fünf Rettungswagen (RTW) gewesen, so Marco Fehrle, Leiter der Rettungswache Zossen. Die RTW habe man aus den Wachen in Zossen, Baruth, Rangsdorf und Teupitz (Dahme-Spreewald) nach Wünsdorf beordert, sagte Einsatzleiter Fehrle.

Die Polizei hat inzwischen mehrere Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter Brandstiftung beziehungsweise Sachbeschädigung eingeleitet. Weiter versuchen die Kriminalisten, den genauen Ablauf der Geschehnisse zu ermitteln und zu klären, wer an welchen Straftaten beteiligt war.

Von Frank Pechhold

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