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Polizeirevier zieht endlich um

Ludwigsfelde Polizeirevier zieht endlich um

Nach Jahrzehnten Diskussion, Verschiebung und Unsicherheit ziehen Polizisten und Kriminalisten des Polizeireviers Ludwigsfelde jetzt tatsächlich aus ihrem maroden und zu kleinen Domizil von 1936 aus. Die Besatzung des Polizeireviers ist der erste Mieter im neuen Stadtzentrum von Ludwigsfelde. Das ist zurzeit noch eine Baustelle, die Geschäfte und Gewerbetreibende folgen erst im Herbst.

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Polizeimeisterin Simone Kaminski und die Polizeihauptmeister Ingo Herbert (r.) und Mike Becker am neuen Polizei-Haupteingang.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Seit Jahrzehnten herbeigesehnt, immer wieder verschoben und zweimal fast verworfen  – doch jetzt ist es soweit: großes Kistenpacken in der alten Polizeiwache Ludwigsfelde. Seit Montag ziehen 26 Beamte im Wachdienst, zwölf Revierpolizisten, sechs Kriminalisten und sechs Polizisten im Verkehrsdienst aus dem maroden früheren Vier-Familien-Haus von 1936 als erste Mieter ins neue Zentrum von Ludwigsfelde. Ende der Woche soll im fertigen Obergeschoss des neuen Gebäudes Potsdamer Straße 62 alles eingeräumt sein, sämtliche Technik soll funktionieren, überwacht vom Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf.

Alte Wache wird sofort abgerissen

Wenige Tage später wird das alte Haus abgerissen, um die noch fehlende Ecke des Zentrumskomplexes bauen zu können. Die Luftschutztür im Keller des alten Hauses war bereits 2010 ausgebaut worden; einen unterirdischen Fluchtgang, den das Haus zu DDR-Zeiten nach dem Polizei-Einzug bekommen hatte, ist längst dicht.

Kistenpacken

Kistenpacken

Quelle: Jutta Abromeit

Im neuen Domizil gibt es endlich ordentliche Sanitäranlagen, Duschen und Umkleideräume. Bisher mussten die Polizisten zum Duschen in den Keller, und richtig getrennte Umkleideräume gab es nicht, Männer und Frauen zogen sich nacheinander um. Auch die Waffenkammer ist nun nicht mehr im Keller, sondern ebenso auf den langen Fluren wie Empfangstresen, Büros, Besprechungs- und Vernehmungsräume.

Nur einen Arrestraum wird es im neuen Domizil nicht mehr geben. Vorläufig Festgenommene oder Betrunkene, die ausnüchtern müssen, werden künftig nach Luckenwalde gefahren. Bürger brauchen aber nicht zu befürchten und Kriminelle nicht zu hoffen, dass die Ludwisfelder Polizei wegen des Umzugs zeitweilig nicht einsatzfähig ist.

Ab Freitag arbeitsfähig in der neuen Wache

Polizeihauptkommissar Sven Wagner, seit 2009 der Revierleiter, erklärt: „Die Polizeidirektion West hat diesen Umzug geplant, erledigt wird er von Firmen.“ Bis Dienstag sind alle neuen Schreibtische, Schränke und Rollcontainer geliefert und abends aufgebaut. Nebenbei aktivieren Elektrofirmen und Telekom neben sämtlicher Elektrik, auch die Schließ- und Überwachungssysteme. „Ziel ist es, bis 6. Juli alles umzuschalten, spätestens am Freitag sind wir in den neuen Räumen komplett arbeitsfähig“, so Wagner. Die insgesamt elf Fahrzeuge haben ohnehin Digitalfunk, die Auftragsvergabe erfolgt über die Leitstelle in Potsdam. „Auch im telefonischen Bürgerdienst wird niemand etwas von unserem Umzug merken“, sagt der Revierchef.

Am längsten haben zwei Polizeihauptmeister in den alten Räumen gearbeitet – seit 1983. Polizeihauptmeister Ingo Herbert verlässt die vor etwa 40 Jahren als Provisorium eingerichtete Polizeiwache nach 28 Jahren. Nach Besichtigung der neuen Räume sagte er: „Ein Traum - nach so vielen Jahren Kampf und immer wieder Unsicherheit endlich da drüben raus!“

Von Jutta Abromeit

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