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Teltow-Fläming „Pop meets Classic“ in der Krise
Lokales Teltow-Fläming „Pop meets Classic“ in der Krise
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00:34 09.10.2015
Der tanzende Chor probt schon fürs nächste „Pop meets Classic“. Quelle: Hartmut F. Reck
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Thyrow

Ohne Gesang geht’s einfach nicht. Wenn Marion Pagels und ihr Chor sich treffen, um organisatorische Dinge zu bereden, muss erst einmal gesungen werden. Da kommt dann gute Stimmung auf, auch wenn die Umstände eher zum Trübsalblasen Anlass geben.

Bei einem Auswertungstreffen in der Thyrower Kulturscheune ließ die begnadete Sängerin Marion Pagels das jüngste „Pop meets Classic“-Event in Thyrow Revue passieren. So zählte sie all die Pannen auf, die passiert sind, und wie es trotzdem gelang, dass die Show Anfang September zweimal im Festzelt hinter der Thyrower Kulturscheune über die Bühne ging. Die Veranstaltung wurde wieder – inzwischen schon zum achten Mal – ein riesiger Erfolg. Jedenfalls künstlerisch. Geschäftlich war er es nie.

Doch was Pagels und ihre Mitsänger und -streiter am meisten beschäftigte, ist die Zukunft ihres Happenings. Bei allen eigenen Unzulänglichkeiten fürchten die Profi- und Hobbymusiker um die Zukunft von „PMC“. Denn kurz vor dem Auftritt, der in diesem Jahr wieder in Thyrow stattfand, forderte die Stadt Trebbin plötzlich und sehr kurzfristig ein Sicherheitskonzept und machte strenge Auflagen, die kaum einzuhalten waren. Pagels Verdacht: Die Stadt will trotz eines bestehenden Partnerschaftsvertrages das Event künftig verhindern. Genährt wurde die Annahme, dass das Gemeindezentrum mitsamt seinem Hof nicht als abgesperrter Backstage-Bereich genutzt werden sollte, weil die neue Pächterin der Gaststätte an den zwei Tagen nicht auf Kundschaft verzichten wollte. Wie bei dieser Gelegenheit bekannt wurde, wird die Gaststätte bereits seit März von der Thyrower Ortsvorsteherin und Trebbiner CDU-Fraktionsvorsitzenden Gertrud Klatt betrieben.

Das bestätigte nun Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) gegenüber MAZ. Er will darin aber keinen Zusammenhang sehen. Vielmehr sei es bei den Auflagen um Sicherheitsfragen gegangen. Er gibt zu, dass dies sehr kurzfristig geschehen ist. Was den Konkurrenzschutz gegenüber der Gaststätte betrifft, so habe diesmal die neue Wirtin der Gaststätte zurücktreten müssen, weil man aus Sicherheitsgründen keine Fremden auf den Hof lassen konnte. Wie dies das nächste Mal gehandhabt werden soll, müsse man sehen, so Berger. Jedenfalls werde das dann wirklich rechtzeitig vorher klärende Gespräche geben, verspricht er.

Für den Bürgermeister ist PMC „seit vielen Jahren ein Highlight für die Stadt Trebbin“. Diese Show sei von überregionaler Bedeutung und ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal, schwärmt Berger. Er weiß aber auch, dass es einige Neider gibt, die nicht wüssten, dass die Veranstalter für ihre Verluste mitunter Kredite haben aufnehmen müssen. Berger hat hohen Respekt vor der unbedingten Leidenschaft zur Musik der teilnehmenden Künstler, die nur für einen Bruchteil ihrer Gage oder ganz ohne Bezahlung auftreten. „Ich weiß, dass es eine Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Symphonic Pop Orchester gibt und dazu stehe ich“, sagt Berger. Und jeder, der daran herumkrittele, solle sich überlegen, welchen Schaden er damit der Stadt zufügen könnte, erklärte der Bürgermeister.

Von Hartmut F. Reck

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