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Porta: 25 Millionen Euro für ein Möbellager

Trebbin Porta: 25 Millionen Euro für ein Möbellager

Ein neues Porta-Logistikzentrum für 25 Millionen Euro entsteht derzeit in Trebbin an der B 101. Für das XXL-Möbellager, in dem 100 Arbeitsplätze geschaffen werden, wurde am Dienstag der Grundstein gelegt. Ende dieses Jahres soll der Bau fertig sein.

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Bei der Grundsteinlegung für das Porta-Logistikzentrum in Trebbin (v. l.): Thomas Berger, Birgit Gärtner, Achim Fahrenkamp, Jürgen Ahnefeld, Kornelia Wehlan, Ilja Keller und Kurt Jox.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. 25 Millionen Euro investiert die Unternehmensgruppe Porta in ein neues, großes Logistikzentrum in Trebbin. Dafür wurde am Dienstag feierlich der Grundstein gelegt. Auf dem 125 000 Quadratmeter großen firmeneigenen Gelände an der B101 entstehen ein Hochregallager und ein neues Verwaltungsgebäude. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.

Kurt Jox, Sprecher der Geschäftsführung, verwies auf die Firmenphilosophie des 51-jährigen Familienunternehmens. „Wir mieten uns nicht ein, sondern erwerben die Grundstücke, bauen selbst und halten die Einrichtungen meistens im eigenen Besitz“, sagte er. Für Mitarbeiter und Kunden bedeute dies dauerhafte Zuverlässigkeit.

Weithin sichtbar sind bereits jetzt die hohen Stahlbetonstützen

Weithin sichtbar sind bereits jetzt die hohen Stahlbetonstützen.

Quelle: Elinor Wenke

„Wir wollen Anfang 2017 die ersten Möbel für unser Einrichtungshaus in Potsdam ausliefern“, sagte Mitinhaber Achim Fahrenkamp. Im zweiten Quartal 2017 sollen dann die Auslieferungsfahrten für das 23. Porta-Möbelhaus in Berlin-Mahlsdorf erfolgen, das parallel zum Logistikzentrum gebaut wird.

Trebbin sei der ideale Standort für den Großraum Berlin-Brandenburg, sagte Logistik-Geschäftsführer Jürgen Ahnefeld. „Unser Einrichtungshaus in Potsdam können wir dann künftig als Ein-Tages-Tour beliefern.“

Mitinhaberin Birgit Gärtner verwies auf die zahlreichen Arbeitsplätze, die in der Region geschaffen werden. „Derzeit suchen wir in Trebbin mehr als 100 Fach- und Führungskräfte sowie Quereinsteiger“, sagte sie. Benötigt werden Mitarbeiter im Lager, für die Möbel- und Küchenmontage sowie Kundendienstfahrer. „Auch Frauen sind willkommen, in der Verwaltung entstehen neue Arbeitsplätze“, sagte Birgit Gärtner der MAZ.

Zahlen und Fakten

Die Porta-Unternehmensgruppe beschäftigt 7600 Mitarbeiter an 150 Standorten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei.

Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro. Zur Porta-Gruppe gehören 22 Porta-Einrichtungshäuser, 100 SB-Filialen „Möbel Boss“ sowie 19 Einrichtungsmärkte der Asko-Gruppe.

Birgit Gärtner und Achim Fah-renkamp führen das 1965 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation gemeinsam mit Kurt Jox.

D
as Logistikzentrum in Trebbin ist das vierte in Deutschland. Im 20 Meter hohen Zentrallager sollen 17 000 Corletten für die Möbellagerung Platz finden.

Das Gelände, auf dem einst Möbel Tegeler angesiedelt war, befindet sich seit mehr als zehn Jahren im Porta-Besitz. Zwischenzeitliche Pläne, dort ein Möbelhaus oder einen großen Bauern-Erlebnismarkt anzusiedeln, wurden verworfen. Dass jetzt dort die Möbelbranche wieder einzieht, freut auch Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). „Produktion und Handel von Möbeln hatten in Trebbin lange Tradition. Es ist wundervoll, dass sich die Linie wieder schließt“, sagte sie.

24 000 Tonnen Beton werden verarbeitet

Für das neue Logistikzentrum werden 24 000 Tonnen Beton verarbeitet und 120 Kilometer Kabel verlegt. Schon jetzt sind die hohen Stahlbetonstützen weithin zu sehen. Bereits im Vorfeld wurden 300 000 Tonnen Boden ausgehoben. Ilja Keller, Geschäftsführer für Immobilien und Expansion, bedankte sich für die professionelle Zusammenarbeit mit Landkreis und Stadt. „Wir freuen uns, dass ein städtebaulicher Missstand beseitigt wird“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU). „Wer zu uns kommt, dem erklären wir nicht, was alles nicht geht, sondern, was möglich ist“, ergänzte er.

Bevor Porta-Geschäftsführung und Politiker den Grundstein zumauerten, durften die Gäste die Schatulle füllen. Für die Nachwelt konserviert sind nun unter anderem Baupläne, Geld, ein Brandenburg-Button, ein Baby-Lätzchen „Ich bin ein Trebbiner“ und die aktuelle Ausgabe der MAZ.

Von Elinor Wenke

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