Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Portal hilft ehrenamtlichen Deutschlehrern
Lokales Teltow-Fläming Portal hilft ehrenamtlichen Deutschlehrern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 05.03.2016
Steffen Bednarczyk koordiniert als hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter der VHS die Sprachkurse. Quelle: Hartmut F. Reck
Anzeige
Luckenwalde

Hände und Füße sind zwar auch dazu geeignet, sich zu verständigen, verbal geht das aber deutlich leichter. Voraussetzung ist natürlich, dass man eine Sprache spricht. Derzeit bemühen sich hunderte von Flüchtlingen und Asylbewerbern um einen Deutschkurs. Doch die Nachfrage ist höher als das Angebot.

Deshalb gibt es viele einheimische Muttersprachler, die den Flüchtlingen gern helfen würden, die Sprache ihres Gastlandes zu lernen. Doch jemandem, dessen Sprache man nicht beherrscht, Deutsch beizubringen, ist wahrscheinlich fast so schwer, wie für die Ausländer Deutsch zu lernen.

Doch da gibt es jetzt Hilfestellung im Internet. Darauf macht Steffen Bednarczyk von der Volkshochschule (VHS) Teltow-Fläming aufmerksam. Er koordiniert als hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter der VHS die Sprachkurse. So können sich Interessierte ab sofort online auf der Internet-Lernplattform https://open.sap. com/courses/than1?locale-de anmelden. (Einen Link gibt es auch über die Homepage des Landkreises unter www.teltow-flaeming. de) Dafür sei lediglich eine Registrierung mit E-Mail-Adresse und Passwort notwendig. Den Teilnehmern stehen dann mehrere kurze Videos zur Verfügung. Darin erfahren sie die Grundlagen für den ehrenamtlichen Deutschunterricht und erhalten didaktische Tipps.

„Der Online-Kurs dauert ungefähr vier Stunden und kann beliebig unterbrochen und wiederholt werden“, weiß Steffen Bednarczyk. Dieser Kurs wird gemeinsam vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Softwareentwickler SAP angeboten. „Natürlich ersetzt so ein Online-Kurs keine Lehrerausbildung“, sagt Bednarczyk. „Er gibt den Freiwilligen aber ein wichtiges Rüstzeug vor allem im Hinblick auf die Methodik mit.“

Und mit deren Hilfe dürfte es ehrenamtlichen Lehrern beispielsweise in Übergangswohnheimen oder Begegnungszentren leichter fallen, denjenigen Asylbewerbern schon einmal etwas Deutsch beizubringen, die noch auf einen regulären Kurs – zum Beispiel bei der VHS – warten.

Denn viele von ihnen haben noch nicht einmal das Recht, einen Integrationskurs zu besuchen, solange ihr Asylbegehren noch nicht anerkannt ist, auch wenn gerade die Sprache ein wichtiger Baustein der Integration ist.

Eine Ausnahme wird immerhin seit November vergangenen Jahres gemacht und zwar für die Flüchtlinge aus den denkbar unsicheren Herkunftsländern Syrien, Irak, Iran und Eritrea. Da die Asylsuchenden, die aus diesen Ländern geflohen sind, eine gute Chance haben, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, dürfen sie auch ohne Aufenthaltstitel an Integrationskursen teilnehmen. Derzeit werden in solchen Kursen, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bezahlt werden, etwa 90 Flüchtlinge von der VHS unterrichtet. Die Kurse für Jugendliche betragen 900 Stunden und für Erwachsene 600 Stunden. Die Kurszeit beträgt zwischen sechs und acht Monaten mit fünf bis sechs Unterrichtsstunden am Tag.

Hinzu kommt ein für diese Flüchtlingsgruppe aufgelegtes Kursprogramm der Bundesagentur für Arbeit mit 320 Stunden, für das neben der VHS mit 152 zusätzlichen Teilnehmern auch andere zertifizierte Träger im ganzen Kreis Kurse anbieten. Und seit dieser Woche unterrichten freiwillige Lehrer auf Initiative der Stadt Luckenwalde 100 Flüchtlinge. Auch dieses Angebot ist bereits komplett ausgebucht.

Von Hartmut F. Reck

Teltow-Fläming 6214 Menschen sind in Teltow-Fläming ohne Job - Stabiler Arbeitsmarkt

Trotz Winterflaute zeigt sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Teltow-Fläming stabil. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 6,9 Prozent. Ende Februar waren 6214 Menschen ohne Job, nur 14 mehr als im Januar.

05.03.2016
Teltow-Fläming Ehrenvorsitzender spricht sich gegen neues Teleskop aus - Zoff bei den Sternenguckern

Für 90 000 Euro soll die Sternwarte in Dahlewitz in diesem Jahr ein neues Teleskop bekommen. So will es der Vorstand und so hat es die Gemeindevertretung entschieden. Wolfgang Scholz, der Ehrenvorsitzende des Vereins, hält von dieser Idee nichts. Er möchte das bisherige Gerät behalten.

05.03.2016
Teltow-Fläming Altanschließer in Trebbiner Ortsteilen - Wer zahlt die Beiträge zurück?

Mitten in den Übergang der Trebbiner Ortsteile vom Wasserzweckverband KMS zum Warl fielen die Gerichtsentscheidungen zugunsten der „Altanschließer“. Diese sind sich nun unsicher, an wen sie ihre Ansprüche richten sollen. Zuständiger Ansprechpartner ist der Warl, auch wenn das Geld – so es denn tatsächlich ausgezahlt werden sollte – vom KMS kommen müsste.

05.03.2016
Anzeige