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Potsdamer belebt Bendigs Fleischer-Tradition

Mahlow Potsdamer belebt Bendigs Fleischer-Tradition

Restaurantfachmann Marian Kobow kommt von der Veranstaltungsstätte „Eisenherz“ im Filmpark Babelsberg. Er führt die Mahlower Traditionsfleischerei Bendig weiter. Beim Hof- und Schlachtefest sagte er, wie das funktionieren soll.

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Die Führungsriege der Firma (von links): Filialleiterin Ramona Gast, Fleischermeister Marcel Rathmann, Geschäftsführer Marian Kobow, Küchenchef Oliver Müller und der kaufmännische Leiter Raphael Negro.

Quelle: Abromeit

Mahlow. Die Landfleischerei Bendig in Mahlow gibt es auch nach sechs Jahrzehnten weiter. „Aber nicht als Firma, sondern als Marke“, erläutert der neue Geschäftsführer Marian Kobow beim Hof- und Schlachtefest am Sonntag am Stammsitz Albrechtstraße. Außerdem komme die Marke „Landglück Events“ hinzu.

Damit will der 28 Jahre alte Potsdamer nicht nur an das vom bisherigen Firmenchef Rainer Bendig aufgebaute, florierende und eingestellte Party-Service-Geschäft anschließen. Restaurantfachmann Kobow kommt von der Veranstaltungsstätte „Eisenherz“ im Filmpark Babelsberg. Er sagt: „Einen Party-Service werden wir wieder haben, aber vielfältiger als vorher. Wir wollen alles anbieten für besondere Erlebnisse und Augenblicke, vom Essen über das ganze Drumherum der Ausstattung bis zur Location und zu den Getränken.“

Bendigs Lebenswerk wird weitergeführt

Wie berichtet hatten nach den Turbulenzen der zurückliegenden zwei Jahre im August vier Filialen in Potsdam, Berlin, Wildau und Rangsdorf schließen müssen, drei übernahm ein Konkurrent aus Bayern. Die Firmenübergabe an Nachfolger René Raböse war gescheitert. Ausgang war eine Nachbarschaftsbeschwerde wegen Küchengeruchs. Weil die Betriebserlaubnis für die Küche nicht erteilt oder nicht zu finden war, konnte nicht gekocht werden, die Einnahmen daraus waren jedoch wichtigstes Standbein.

Der neue Firmenchef sagte am Sonntag, dass er froh und stolz auf das Fachwissen der 30 Arbeitskräfte sei. Und erklärte, er wolle Bendigs Lebenswerk weiterführen und für die Firma einen eigenen Stil zwischen Tradition und Zukunft finden. Das heiße, wieder mehr Fleisch- und Wurstwaren selbst frisch zuzubereiten. „Also zurück zu den Wurzeln. Wir wollen vor allem Tiere verarbeiten, die in der Region ein Leben im Freiland hinter sich haben“, so Kobow.

Die Rinder kommen aus Löwenbruch

Stellvertreter Raphael Negro sagte: „Schweine von einem Potsdamer Landwirt bekommen wir schon, in den nächsten Tagen bin ich bei einem Landwirt in Löwenbruch und schaue mir Rinder an.“

Die Gäste kamen in Scharen nach Mahlow. Zu ihnen gehörten drei Berliner. Das Ehepaar Renate und Peter Bläsing mit Freundin Renate Bock sind Stammkunden. „Am liebsten mögen wir Kohlrouladen. Mit weniger als zehn gehen wir nie“, sagte er. Seine Frau ergänzte lachend: „Seit wir die mal gegessen hatten, mache ich mir diese Arbeit zu Hause nicht mehr.“

Von Jutta Abromeit

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