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Präsentation der Wiepersdorfer Stipendiaten

Wiepersdorf Präsentation der Wiepersdorfer Stipendiaten

Literatur, Kunst, Musik – in Wiepersdorf treffen die unterschiedlichsten Talente aufeinander. Nicht selten entstehen während der Stipendien einzigartige Kooperationen. Einmal im Monat präsentieren die Künstler ihre Werke, um ein erstes Feedback zu erhalten. Am Sonntag zeigten unter anderen ein junger Schriftsteller, eine Bildende Künstlerin und eine Übersetzerin ihr Können.

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Künstlerin Katja Pudor (l.), Tänzer Ingo Reulecke (r.) und Musikerin Ulrike Brand (hinten) zeigten ein interdisziplinäres Projekt.

Quelle: Victoria Barnack

Wiepersorf. Mehr als ein Dutzend Künstler residiert jährlich im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Der Bandbreite an kultureller Vielfalt ist dort seit mehrere Jahrzehnten keine Grenzen gesetzt. Denn zu Gast sind nicht nur Schriftsteller und Bildende Künstler. Auch Musikschaffende sind alljährlich auf dem Schloss, um Inspiration zu finden. Was die Talente in den Monaten ihres Aufenthalts in Wiepersdorf zu Papier, Bild oder Gehör bringen, präsentieren sie immer am ersten Sonntag des Monats im Treffpunkt Gartensaal.

Eröffnet wurde die Präsentation der insgesamt elf zurzeit anwesenden Künstler mit einem interdisziplinären Projekt. Musikerin Ulrike Brand und die Bildende Künstlerin Katja Pudor sind derzeit Stipendiatinnen und hatten bei ihrer Performance Unterstützung aus Berlin. „Den Tänzer und Choreographen Ingo Reulecke kannten wir beide bereits unabhängig voneinander“, erläuterte Pudor.

Künstlerischer Handlungsraum

Seit August arbeiteten sie an ihrem gemeinsamen Projekt. Reuleckes Bewegungen werden während der Performance von Cellistin Ulrike Brand geleitet. Pudor malt gleichzeitig ebenso spontan mit Steinkohle. „Keine unserer Bewegungen haben wir im Vorfeld abgesprochen“, berichtete die Künstlerin. Auf diese Weise entstand am Sonntag nicht nur ein einmaliges Werk, sondern auch ein künstlerischer Handlungsraum, in dem sich das Publikum frei bewegen konnte.

Im Anschluss präsentierte Ines Sebesta die Ergebnisse ihres Aufenthaltes in Wiepersdorf. Sie übersetzt erstmals den Reiseroman „Nach Chicago und zurück“ von Aleko Konstantinow und gab gleichzeitig Geschichtsunterricht. „Konstantinow hat den Tourismus in Bulgarien begründet“, erklärte die Übersetzerin und Schriftstellerin. Er verfasste ausführliche Reisenotizen zu seinem Aufenthalt in den USA und wurde 1897 mit nur 34 Jahren Opfer eines politischen Attentates.

Wiepersdorfer Kurzgeschichte zum Abschluss

Zum Abschluss las Stipendiat Markus Ostermair eine Kurzgeschichte, die im Wiepersdorfer Künstlerhaus entstand. In „Mein liebster Ort auf dieser Welt“ geht es um eine Person, die mit ihrem Leben nicht allzu zufrieden scheint, sich selbst als faul bezeichnet und ihre Ruhe auf einer Treppe an ihrem Arbeitsplatz findet. Diese ist besonders gut gelegen, um anderen Menschen – besonders dem Chef – aus dem Weg zu gehen.

Ostermair hatte in München Germanistik studiert und bereits mehrere Stipendien erhalten. Derzeit ist er aufgrund eines Literaturstipendiums des Landes Brandenburg in dem Künstlerhaus. „Ich schreibe für Menschen, die auf der Straße leben und keinen festen Platz mehr haben“, erklärte er seine Motivation. Sein erster Roman, an dem er momentan in Wiepersdorf arbeitet, werde von einem Obdachlosen handeln.

Von Victoria Barnack

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