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Teltow-Fläming Preisgekrönte Fellnasen
Lokales Teltow-Fläming Preisgekrönte Fellnasen
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00:28 10.01.2016
Bernd Lindemann mit der schönen Minkar beim Naseln. Die Tiere mögen den direkten Kontakt. Quelle: Margrit Hahn
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Zülichendorf

Die Alpakas sind mit ihrem hellen Fell im Schneetreiben in Zülichendorf kaum zu sehen. Kälte macht ihnen genauso wenige aus wie Hitze. Nässe hingegen mögen sie überhaupt nicht. Trotzdem verziehen sie sich lieber in ihren Stall, wenn es richtig schneit. Sind sie mit Schnee bedeckt, fegt Bernd Lindemann sie mit einem Handfeger ab. Gemeinsam mit seiner Frau Antje züchtet er seit acht Jahren Alpakas auf dem Nieplitzhof in Zülichendorf.

Warum Alpakas? „Ich hasse Rasenmähen.“

„Ich hasse Rasenmähen“, sagt die Hofchefin, „daher kamen wir mal auf die Idee, Schafe anzuschaffen. Doch die mussten irgendwann geschlachtet werden. Das gefiel mir nicht.“ Also fiel die Wahl auf Alpakas.

Hintergrund

Alpakas gehören zur Familie der Kamele. Sie stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden und werden vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet.

In Zülichendorf kann man die Tiere füttern, streicheln und fotografieren – allerdings nur nach vorheriger Anmeldung.

Bei einer Hofbesichtigung (dauert circa eine Stunde) erfahren Besucher Wissenswertes über Alpakas. Zudem werden Wanderungen mit den Tieren sowie ein Freilandpicknick auf der Weide angeboten. Wer nicht genug von Alpakas bekommt, kann eine Ferienwohnung mieten

Im Hofladen gibt es Wolle sowie Produkte aus weicher Alpakawolle wie Mützen, Handschuhe, Schals, Westen, Strickjacken, Steppdecken, Kissen und Kuscheldecken.

Kontakt:  03 37 34/6 00 62 oder www.nieplitzhof.de

Derzeit leben 50 Tiere auf dem Hof. Morgens und abends bekommen sie Kraftfutter mit Mineralien und Vitaminen für schönes Fell. Sobald es wärmer ist, sind sie wieder auf der Weide. In Zülichendorf gibt es nicht nur Alpakas sondern auch Appaloosa Alpakas. Dabei handelt es sich um Artgenossen mit einem gescheckten Fell. „Früher gab es auf Wunsch der Textilindustrie nur einfarbige Alpakas. Die mehrfarbigen waren verpönt“, erklärt Bernd Lindemann. Inzwischen gehe der Trend aber zu den scheckigen. Jedoch ist diese Art schwieriger zu züchten. Antje Lindemann erwarb mehrere Appaloosa Alpaka-Hengste aus der ganzen Welt.

Minkar kennt das Leckerli-Versteck

„Alpakas sind sehr schlaue Tiere“, berichtet Bernd Lindemann. Zum Beweis steckt er seine Hand in die Hosentasche – und schon weicht die anderthalbjährige Minkar nicht von seiner Seite, denn sie weiß, dass er Leckerli in der Tasche hat und sie nur mit ihren Knopfaugen rollen muss, um sie zu bekommen. Minkar ist ein besonders schönes Tier. Für sie gab es schon einen Zuchtpreis – auch für einige andere Fellnasen. Wenn alles gut läuft, kommen in diesem Jahr noch weitere Auszeichnungen dazu. „Wir haben zwei sehr schöne Fohlen. Ich kann es kaum erwarten, sie den Richtern zu präsentieren, und hoffe auf gute Bewertungen“, sagt Antje Lindemann.

Antje Lindemann in ihrem Hofladen. Quelle: Margrit Hahn

Für sie hat sich mit dem Nieplitzhof ein Traum erfüllt. Er ist zwar mit viel Arbeit verbunden, aber sie und ihr Mann lieben die Tiere und das Landleben. Kein Wunder, dass die gebürtigen Berliner keine Sehnsucht nach der Großstadt haben. Es gab schon prominente Besucher: Vor zwei Jahren kamen Frank Zander und seine Frau zu einer Hofbesichtigung. Und auch die Soul- und Jazzsängerin Ilhem Khodja sah sich die ruhigen und friedlichen Tiere aus der Nähe an.

Bis Mai behalten Minkar, Stella, Donna, Nepomuk und die anderen ihr flauschiges Fell. Dann werden sie geschoren. Für die begehrte Alpakawolle finden sich immer Abnehmer. Lindemanns tragen selbst gern Kleidung aus weicher Alpakawolle. Nur für die Stallarbeit ist sie ihnen zu schade.

Von Margrit Hahn

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