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Premiere mit einem „Gewöhnlichen Wunder“

Jüterbog Premiere mit einem „Gewöhnlichen Wunder“

Jüterbog steht eine Premiere ins Haus. Das Theater der Werktätigen hat nach längerer Pause ein neues Stück einstudiert. Das Märchenspiel „Das gewöhnliche Wunder“ wird am 1. Dezember zum ersten Mal gezeigt.

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Das Jüterboger Theater der Werktätigen bei der Generalprobe zu „Das gewöhnliche Wunder“, einem Märchen für Erwachsene und Kinder von Jewgeni Schwarz.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Ungewöhnlich lange war nichts zu hören und zu sehen vom Theater der Werktätigen Jüterbog. Jetzt, nach gut anderthalb Jahren Stille, meldet sich die Truppe zurück. Und das mit einem turbulenten und furiosen Stück – „Das gewöhnliche Wunder“, ein Märchen für Erwachsene und Kinder von Jewgeni Schwarz, hat am 1. Dezember im Jüterboger Kulturquartier Mönchenkloster Premiere. Die Akteure sind froh, endlich wieder vors Publikum treten zu können, denn die Zeit auf der Probenbühne war nicht nur außergewöhnlich lang, sondern auch recht problematisch.

Regisseur Ernst Werner

Regisseur Ernst Werner

Quelle: Matthias Butsch

Eigentlich arbeitet das Ensemble jährlich an einem Stück – im Frühjahr beginnen die Proben, am Ende des Jahres und zu Beginn des neuen Jahres erfolgen die Aufführungen. Nachdem im Februar 2016 der letzte Vorhang für die viel beachtete und vom Publikum mit viel Anerkennung bedachte Inszenierung des Stückes „Andorra“ gefallen war, machte sich die Truppe frohen Mutes an das neue Stück. „Nach dem sehr ernsten und anspruchsvollen Drama ‚Andorra‘ waren wir uns einig, wieder etwas Komödiantisches auf die Bühne zu bringen“, erzählt Regisseur Ernst Werner. Ein Anliegen sei es auch gewesen, neben die ernsthaften und getragenen Veranstaltungen und Aufführungen zum Reformationsjubiläum in Jüterbog etwas Leichteres und Amüsantes zu stellen. „Da bot sich ‚Das gewöhnliche Wunder‘ geradezu an – ein Stück, das sich erst einmal leicht anhört, in seiner Vielfältigkeit der Themen aber sehr komplex ist. Die vielen Dummheiten der Menschen – auch der Politiker – in ein Märchen verpacken, wie es Jewgeni Schwarz tut, ist eine Herausforderung, die wir gern angenommen haben“, so der Regisseur.

Turbulent geht es zu im Märchenspiel

Turbulent geht es zu im Märchenspiel.

Quelle: Matthias Butsch

Allerdings lief dann nicht alles wie gedacht. „Kurz vor den geplanten Aufführungen Ende des vorigen Jahres hatten wir plötzlich erhebliche ‚Personalverluste‘“, erzählt die Vorsitzende des Theatervereins Lena Hornitsch. „Einige mussten aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen das Handtuch werfen, andere schmissen nach Meinungsverschiedenheiten in der Truppe hin.“ Die Aufführungstermine 2016 platzen. Neue Leute mussten in die Proben eingebunden werden.

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Das Jüterboger Theater der Werktätigen steht vor seiner Premiere mit „Das gewöhnliche Wunder“. Die MAZ hat schon mal einige Fotos bei den Proben machen können. Ein turbulenter Einblick als Vorgeschmack.

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Im Spätsommer kam der „Rausschmiss“ aus der angestammten Proben- und Aufführungsstätte – in die Jüterboger Mönchenkirche zog die große Tetzel-Ausstellung. Asyl fand das Theater in der einstigen Schulsporthalle im Park des Gutshauses in Kloster Zinna. Die Besitzer des Gutshauses bauen die Sporthalle peu à peu zur Veranstaltungsstätte „Neue Orangerie“ aus. „Das Stück ist nicht einfach zu spielen“, sagt Regisseur Ernst Werner, „es gibt viele ‚Massenszenen‘, bei denen die Wortfetzen nur so hin und her fliegen. Zum anderen fordern die Slapstick-Einlagen den Akteuren auch sportlich einiges ab.“

Tickets für die Premiere

Im Jahr 1949 gegründet, gilt das Theater der Werktätigen Jüterbog als ältestes Amateurtheater im Land Brandenburg. Derzeit zählt es 17 Mitwirkende vor und hinter der Bühne.

Die Premiere von „Das gewöhnliche Wunder“ ist am 1. Dezember um 19 Uhr im Kulturquartier Mönchenkloster. Eine zweite Vorstellung findet dort am 2. Dezember um 19 Uhr statt.

Karten gibt es unter 0 33 72/40 21 17 oder an der Abendkasse.

Davon überzeugen konnten sich kürzlich die Klosteraner, die vom Theater zu einer Voraufführung als Dank für die Gastfreundschaft in ihrem Ort eingeladen waren. Gut 100 Besucher erlebten „Das gewöhnliche Wunder“, ein Stück voller Launen, Komik, und Turbulenzen. Dass das Stück bei der Voraufführung gut über die Bühne ging und von vielen Lachern und dem Applaus des Publikums begleitet wurde, schien den Akteuren nach den vielen Querelen dann doch eher wie ein ungewöhnliches Wunder.

Von Matthias Butsch

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