Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Private Hilfswelle rollt an
Lokales Teltow-Fläming Private Hilfswelle rollt an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 09.10.2015
Volles Haus bei der Info-Veranstaltung in Hennickendorf. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Hennickendorf

Das Dorfgemeinschaftshaus in Hennickendorf platzte am Montagabend bald aus allen Nähten. Der Landkreis Teltow-Fläming und die Gemeinde Nuthe-Urstromtal hatten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. „Wir werden ab Dienstag Flüchtlinge im Pegasus-Park unterbringen“, sagte Bürgermeisterin Monika Nestler.

Die ersten 30 sind bereits eingetroffen, ausschließlich Familien. Heute findet die erste private Hilfsaktion statt, darunter Transfers zu Supermärkten. Insgesamt sollen in der ehemaligen Kaserne 180 Asylbewerber untergebracht werden. Wie Kirsten Gurske, die stellvertretende Landrätin am Montag mitteilte, werden es vorwiegend Familien aus Syrien und Afganistan sein.

„Wir haben bis vor einer Woche von dem Sachverhalt nichts gewusst und können auch nur saisonal helfen“, erklärte Ernst-August Winkelmann vom Spargelhof Buschmann und Winkelmann. Bis die Erntehelfer am 1. März anreisen, dauert es noch einige Monate. Für diese Zeit werden Unterkünfte für Flüchtlinge bereitgestellt. Da der Betrieb im Pegasus-Park weiterläuft, werde ein Zaun zur Unterkunft errichtet. „Bei uns ist es warm, wir haben ordentliche Betten und es stehen ausreichend Sanitäranlagen zur Verfügung“, sagte Winkelmann.

Die Hennickendorfer waren sehr interessiert und erkundigten sich, wie die Verpflegung funktioniert, wie die Flüchtlinge zu den Ämtern nach Luckenwalde kommen, ob zusätzliche Erzieherstellen in den Kitas geschaffen werden und wo die Flüchtlingskinder eingeschult werden. Viele boten ihre Hilfe an. So würde Omar Okeil bei Bedarf dolmetschen und die Ärztin Maria Vallo-Wermes könnte die Flüchtlinge medizinisch beraten.

Kirsten Gurske wies darauf hin, dass zwei Mitarbeiter eingestellt wurden, die sich um das Wohl der Flüchtlinge kümmern, und dass auch der Wachschutz vor Ort sein wird. Zudem werden im Schaukasten in Hennickendorf Telefonnummern und E-Mail-Adressen angebracht, falls Probleme auftreten sollten. Und es soll in Kürze ein zweites Treffen geben, um zu sehen, wo und welche Hilfen vonnöten sind.

Eine Teilnehmerin wollte wissen, ob es denn etwas bringe, die Flüchtlinge zu integrieren, wenn ihr Aufenthalt im Ort eher begrenzt zu sein scheint. Doch wie Monika Nestler berichtete, ist jede Hilfe willkommen: „Die Menschen kommen aus Kriegsgebieten und haben viel Leid erlebt.“

Dass die Flüchtlinge mit Fahrrädern in die Kreisstadt fahren sollen, sorgte für Unverständnis. Angesichts der viel befahrenen L73 erinnerten die Hennickendorfer die Kreisvertreter an ihren lang gehegten Wunsch nach einem sicheren Radweg – zumal auch im Landschulheim Dobbrikow ab dem nächsten Jahr Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Von Margrit Hahn

Dahme-Spreewald Take-off-Award ermöglichte Bauarbeiten im Radlerpark - Licht für den BMX-Parcours

Die Mitglieder des Vereins RSV Tretwerk, der den Radlerpark im Natursportpark Blankenfelde betreibt, haben nun dafür gesorgt, dass eine der für einen BMX-Parcours genutzten Hallen nun durch Tageslicht erhellt werden kann. Möglich wurden die Bauarbeiten durch den Take-off-Award, bei dem der Verein 2014 den zweiten Preis gewann.

06.10.2015
Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 5. Oktober - Passat in Blankenfelde gestohlen

Autodiebe waren am Wochenende in Blankenfelde unterwegs. Wie die Polizei am Montag mitteilte, stahlen sie einen VW Passat, der in einer Grundstückseinfahrt geparkt war. Die Kripo ermittelt.

05.10.2015

Luckenwalde sieht alt aus: Was Stadtplaner eher peinlich berührt, begeistert Filmemacher. Kürzlich drehten sie in der Buchtstraße und in der Mühlenstraße Szenen, die im Warschauer Ghetto Anfang der 1940-er Jahre spielen. Die MAZ-Redaktion diente als Kostüm- und Maskenbildnerei.

05.10.2015
Anzeige