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Private Hilfswelle rollt an

Flüchtlinge in Hennickendorf Private Hilfswelle rollt an

Am Montagabend wurden die Hennickendorfer von der Kreisverwaltung darüber informiert, dass Flüchtlinge in die ehemalige Kaserne des Ortes einziehen. Am Dienstag kamen die ersten 30 Migranten. Viele Einwohner bereiten schon Hilfsangebote vor, zum Beispiel Transfers zu Supermärkten oder Dolmetschen.

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Volles Haus bei der Info-Veranstaltung in Hennickendorf.

Quelle: Margrit Hahn

Hennickendorf. Das Dorfgemeinschaftshaus in Hennickendorf platzte am Montagabend bald aus allen Nähten. Der Landkreis Teltow-Fläming und die Gemeinde Nuthe-Urstromtal hatten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. „Wir werden ab Dienstag Flüchtlinge im Pegasus-Park unterbringen“, sagte Bürgermeisterin Monika Nestler.

Die ersten 30 sind bereits eingetroffen, ausschließlich Familien. Heute findet die erste private Hilfsaktion statt, darunter Transfers zu Supermärkten. Insgesamt sollen in der ehemaligen Kaserne 180 Asylbewerber untergebracht werden. Wie Kirsten Gurske, die stellvertretende Landrätin am Montag mitteilte, werden es vorwiegend Familien aus Syrien und Afganistan sein.

„Wir haben bis vor einer Woche von dem Sachverhalt nichts gewusst und können auch nur saisonal helfen“, erklärte Ernst-August Winkelmann vom Spargelhof Buschmann und Winkelmann. Bis die Erntehelfer am 1. März anreisen, dauert es noch einige Monate. Für diese Zeit werden Unterkünfte für Flüchtlinge bereitgestellt. Da der Betrieb im Pegasus-Park weiterläuft, werde ein Zaun zur Unterkunft errichtet. „Bei uns ist es warm, wir haben ordentliche Betten und es stehen ausreichend Sanitäranlagen zur Verfügung“, sagte Winkelmann.

Die Hennickendorfer waren sehr interessiert und erkundigten sich, wie die Verpflegung funktioniert, wie die Flüchtlinge zu den Ämtern nach Luckenwalde kommen, ob zusätzliche Erzieherstellen in den Kitas geschaffen werden und wo die Flüchtlingskinder eingeschult werden. Viele boten ihre Hilfe an. So würde Omar Okeil bei Bedarf dolmetschen und die Ärztin Maria Vallo-Wermes könnte die Flüchtlinge medizinisch beraten.

Kirsten Gurske wies darauf hin, dass zwei Mitarbeiter eingestellt wurden, die sich um das Wohl der Flüchtlinge kümmern, und dass auch der Wachschutz vor Ort sein wird. Zudem werden im Schaukasten in Hennickendorf Telefonnummern und E-Mail-Adressen angebracht, falls Probleme auftreten sollten. Und es soll in Kürze ein zweites Treffen geben, um zu sehen, wo und welche Hilfen vonnöten sind.

Eine Teilnehmerin wollte wissen, ob es denn etwas bringe, die Flüchtlinge zu integrieren, wenn ihr Aufenthalt im Ort eher begrenzt zu sein scheint. Doch wie Monika Nestler berichtete, ist jede Hilfe willkommen: „Die Menschen kommen aus Kriegsgebieten und haben viel Leid erlebt.“

Dass die Flüchtlinge mit Fahrrädern in die Kreisstadt fahren sollen, sorgte für Unverständnis. Angesichts der viel befahrenen L73 erinnerten die Hennickendorfer die Kreisvertreter an ihren lang gehegten Wunsch nach einem sicheren Radweg – zumal auch im Landschulheim Dobbrikow ab dem nächsten Jahr Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Von Margrit Hahn

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