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Teltow-Fläming Probleme mit der Einsatzbereitschaft
Lokales Teltow-Fläming Probleme mit der Einsatzbereitschaft
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00:18 25.01.2016
Bei einem schweren Unfall auf der B102 in der Nähe von Rosenthal am 7. Oktober 2015 war die Dahmer Feuerwehr im Einsatz. Quelle: Foto: privat
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Dahme

Für die Dahmer Feuerwehr gab es das Beste im vorigen Jahr zum Schluss: die neue Feuerwache. Der Weg bis zur Fertigstellung war lang. Vor wenigen Wochen wurde das beengte Quartier hinter der Hospitalkirche geräumt und das neue, für 1,6 Millionen Euro konzipierte Gebäude in der Luckenwalder Straße bezogen.

Höhepunkt: Eröffnung der neuen Feuerwache

„Für uns war das der Höhepunkt des vergangenen Jahres“, sagt Ortswehrführer Karsten Schmidt, der ab Februar die Nachfolge des bisherigen Amtsbrandmeisters Christian Müller antreten wird. Als dessen Stellvertreter und Chef der einsatzstärksten Wehr des Amtes blickt Schmidt zusammen mit seinen Kameraden auf ein ereignisreiches Jahr zurück. 79 Einsätze verzeichnet die Gesamtstatistik der bislang 388, in 16 Ortswehren organisierten Kameraden. 75 Mal war die Dahmer Stadtwehr, als einzige Wehr im Amt rund um die Uhr einsatzbereit, dabei oder meisterte den Einsatz komplett allein.

Zu Bränden rückte man 33-mal aus. Zu den 42 sonstigen Hilfeleistungen zählen die zehn Einsätze nach Verkehrsunfällen, das Beseitigen von ausgelaufenen Gefahrenstoffen und Sturmschäden, Türnotöffnungen und die Hilfe beim Tragen von Kranken oder Verletzten auf Anforderung des Notarztes. Das letzte Großereignis des Jahres war der Brand auf einem Vierseithof in Hohenseefeld. Das größte Brandereignis überhaupt ereignete sich Mitte September in der Luckauer Straße in Dahme.

Einsätze bei Waldbränden

Das Einsatzgebiet der Stützpunktwehr Dahme geht dabei längst über das eigene Amtsgebiet hinaus. Als Teil der Waldbrandschwerpunkteinheit des Landes waren Dahmer Kameraden im vergangenen Jahr im gesamten Landkreis und bei einem Brand in Massow (Dahme-Spreewald) sogar darüber hinaus im Einsatz.„Als meine größte Herausforderung sehe ich, die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr aufrecht zu erhalten“, sagt Schmidt.

Denn immer mehr seiner Wehren haben Probleme mit der wachsenden Zahl der Aufgaben auf der einen Seite und dem wachsenden Durchschnittsalter der Kameraden sowie dem fehlendem Nachwuchs auf der anderen Seite. Die Abmeldung der Wehr in Sieb zum Jahreswechsel steht symbolisch dafür. Umso erstaunlicher ist das gegenwärtige Wachstum der Dahmer Stadtwehr. Zwar schieden fünf Kameraden aus, doch dank einiger Zugänge stieg die Zahl der Brandschützer von 38 auf 40. Die vorbildlichen Bedingungen, die das neue Gerätehaus bietet, sieht der Dahmer Feuerwehrchef als einen Grund dafür. Dass die gesamte Baumaßnahme im vorher abgesteckten Kostenrahmen blieb, ist ein weiterer Grund zur Freude.

Investitionsplanung für 2016

Der derzeit in Überarbeitung befindliche Risiko- und Gefahrenabwehrplan enthält bereits jetzt jede Menge notwendiger Investitionen. Dazu zählen der neue Löschwasserbrunnen im Niendorfer Weg in Dahme ebenso, wie der Bau einer Garage in Rietdorf oder die Komplettierung der Digitalfunkausstattung. 14 000 Euro sollen in neue Einsatzkleidung und Ausbildungsmaßnahmen, zum Beispiel den Erwerb von Lkw-Führerscheinen, fließen. 25 000 Euro sind für die Anschaffung eines neuen Kommandowagens geplant, der außerhalb der Einsätze von der Amtsverwaltung als Dienstfahrzeug genutzt werden soll.

Bereits auf einem guten Weg, aber noch ausbaufähig ist nach Karsten Schmidts Einschätzung die Kooperation mit Dahmer Unternehmen, die bevorzugt Feuerwehrleute beschäftigen, die im Fall der Fälle schnell zum Einsatz kämen. „Das wird das Zukunftsmodell sein“, sagt Schmidt, „zehn Kameraden haben wir so bereits untergebracht, 18 wollen wir erreichen.“

Von Uwe Klemens

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