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Professoren werben bei Schülern

Wissenschaftstag am Gymnasium Professoren werben bei Schülern

Beim elften Wissenschaftstag am Luckenwalder Friedrich-Gymnasium werben Doktoren und Professoren für ein Hochschulstudium. Sie boten den 1000 Schülern insgesamt 37 Vorlesungen über ihre Fächer an.

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Über die Rockmusik in der DDR referierte die Potsdamer Musikpädagogikprofessorin Birgit Jank (r.).

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Alle zur Verfügung stehenden Räume waren am Montag belegt. Im Luckenwalder Friedrich-Gymnasium fand erneut ein beinahe universitärer Betrieb statt. Zum elften Mal hatte Mathematiklehrerin Viola Adam den Tag der Wissenschaften organisiert. Es folgten 37 Doktoren und Professoren vorwiegend aus Potsdam und Berlin sowie einheimische Akademiker dem Ruf nach Luckenwalde – und sei es nur für einen Tag.

Eingeladen waren neben den eigenen höheren Jahrgangsstufen auch Schüler des Oberstufenzen­trums Luckenwalde und weiterführender Schulen aus Jüterbog, Herzberg, Dahme und Treuenbrietzen, die busweise nach Luckenwalde gebracht wurden.

„Wir haben versucht, alle Fächer abzudecken“, sagte Viola Adam zu Beginn des Wissenschaftstages. Das Spektrum reichte von Mathematik, Astronomie, Informatik, Chemie, Biologie, Neurobiologie, Human- und Veterinärmedizin, Pharmazie über Sprachwissenschaften, Literatur, Musik- und Kunstwissenschaften bis zu Geografie, Politikwissenschaften, Geschichte, Soziologie, Sozialwissenschafte, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.

Jeder Vertreter seines Fachs gab zwei anderthalbstündige Seminare und jeder Schüler konnte sich an diesem Vormittag zwei solcher Seminare aussuchen. Ob es um den bewegten Mars, die Grenzen des Asylrechts, Cyberkriminologie oder die Freude an fremden Sprachen ging – für so ziemlich jedes Interessengebiet war etwas dabei.

In der Pause zwischen den beiden Seminareinheiten konnten sich die Referenten in der Aula des Gymnasiums stärken, Erfahrungen mit den Lehrern austauschen und sich mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, dem CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke, über Fragen der Bildungspolitik im Land Brandenburg unterhalten.

Schulleiter Michael Kohl verbindet inzwischen mit dieser Veranstaltung eine ganz bestimmte Hoffnung: „Wir wollen unsere Schüler für ein wissenschaftliches Studium begeistern“, sagte er bei der Begrüßung, um sie vielleicht später als Lehrer wieder begrüßen zu können.

Denn auch im Gymnasium mache sich mittlerweile der Fachkräftemangel bemerkbar. So sei der Unterricht besonders in naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik und Mathematik oft nur noch mit Hilfe von Vertretungsstunden durch Junglehrer, die ihre Praxissemester hier absolvieren, oder Referendare abzudecken, berichtete Kohl. Auch die regulären Lehrer würden mehr Stunden unterrichten als sie eigentlich müssten, sagte Kohl gegenüber MAZ.

Von Hartmut F. Reck

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