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Teltow-Fläming Projekttage für Siebtklässler an der Oberschule
Lokales Teltow-Fläming Projekttage für Siebtklässler an der Oberschule
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05:05 14.10.2016
Siebtklässler im Einsatz in der Schulküche. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

Statt Zahlen-Salat in Mathe gab es für die Siebtklässler der Goethe-Oberschule Trebbin am Donnerstag schätzungsweise zehn Liter deftige Soljanka. Gekocht hatten die Schüler ihr herzhaftes Süppchen unter Anleitung selbst – als krönenden Abschluss ihres Inisek-Projektes, einer von EU und Land Brandenburg geförderten Initiative für die Sekundarstufe.

Drei Tage lang beschäftigte sich eine Hälfte der beiden 7. Klassen unter Leitung von Julia Wasmuth und Karsten Stolze vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming unter dem Motto „Soziales Lernen durch kulturelle Bildung“ mit dem Thema Russland. Die anderen machten sich mit Hilfe des professionellen Rugby-Trainers Robin Lehmann mit dem Einmalseins des Wettstreits um das eiförmige Leder vertraut.

Auch für die Jungs war Gemüseschnippeln angesagt. Quelle: Elinor Wenke

„Wir wollen die Schüler sensibilisieren, mit der Andersartigkeit der Menschen umzugehen“, sagt Julia Wasmuth. „Die jungen Leute sollen lernen, dass jeder Mensch in unterschiedlichen Verhältnissen aufwächst. Für die Entscheidung, ob mir jemand sympathisch ist, spielt seine Herkunft keine Rolle“, erklärt sie weiter. Zunächst lernten die Mädchen und Jungen Geografie und Klima Russlands kennen, recherchierten dann im Internet zu Land und Leuten, hatten eine Russin zu Gast und fertigten einen traditionellen russischen Kunstgegenstand an. „Ein Holzbrettchen, das sie mit Acrylfarbe, Pinsel und Lack selbst bemalten und dann auch mit nach Hause nehmen dürfen“, sagt Julia Wasmuth.

Am Mittwoch besichtigten die Schüler die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam; am Donnerstag präsentierten sie ihre selbst gestalteten Plakate und bewaffneten sich in der Schulküche mit Schürze und Kochlöffel. In vier Teams wurden Paprika, Zwiebeln und Wurst geschnitten, Brühe und Gewürze hinzugegeben.

Beim Rugby geht’s vor allem um Teamarbeit

„Beim Rugby geht es nicht nur um sportliche Betätigung, sondern vor allem um Teamarbeit“, sagt Lehrerin und Projektbetreuerin Sigrid Haarbeck. Die Schüler sollen lernen, den anderen zu respektieren, Rücksicht zu nehmen und sich an Regeln zu halten

Tamara (12) bäckt am liebsten, kocht aber auch und hatte sich fürs Russland-Projekt entschieden. „Ich wollte mir beim Rugby keine blutige Nase holen“, begründete Nino (12) seine Entscheidung für das Vielvölker-Thema. Außerdem entpuppte er sich als guter Schülerkoch. „Mir hat am besten der Ausflug in die Russische Kolonie gefallen“, befand Jenna (12).

Von Elinor Wenke

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