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Promi-Bonus rettet die SPD in Luckenwalde

Bürgermeisterin sammelt die meisten Wählerstimmen, heftige Kritik von der Linken. Promi-Bonus rettet die SPD in Luckenwalde

In Luckenwalde hat die Bürgermeister Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) die meisten Stimmen bei der Wahl zur Stadtverordnetenversamlmung Die Sozialdemokraten freuen sich darüber. Andere Parteien finden das nicht so lustig. Trotz ihres Stimmensieg will die Bürgermeisterin die Wahl nicht annehmen.

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Schlangestehen war am Sonntag angesagt, wie hier im Wahllokal in der Luckenwalder Jahn-Grundschule.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Was wäre die Luckenwalder SPD ohne ihre Bürgermeisterin? Allein 3147 Stimmen konnte Elisabeth Herzog-von der Heide bei der Wahl am Sonntag für sich verbuchen – die Hälfte aller SPD-Stimmen. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Für mich ist damit eine große Freude und Dankbarkeit verbunden“, sagt Luckenwaldes Bürgermeisterin, die wie angekündigt das Mandat nicht annehmen wird, weil sie dafür ihren Posten aufgeben müsste. Für sie steht fest, dass es mit den Neuwahlen zu keinen großen Veränderungen bei der Stadtverordnetenversammlung (SSV) kommen wird. „Das Abschneiden der NPD hat mich erschreckt, vor allem die hohe Stimmenzahl“, fügt Herzog- von der Heide hinzu.

Für Familie Haase hat sich der Wahlsonntag gelohnt, sowohl Margitta als auch ihr Mann Rudolf Haase (beide Linke) wurden gewählt. Mit 995 Stimmen erhielt Margitta Haase die meisten bei den Linken. „Natürlich hätten wir noch viel mehr Stimmen bekommen mit Kornelia Wehlan als Zugpferd. Aber Wahltäuschung liegt uns fern“, sagte Rudolf Haase. Er kritisiert, dass sich die Bürgermeisterin als Kandidatin hat aufstellen lassen. „Das ist juristisch zwar statthaft, aber noch lange nicht legitim“, findet er. Denn so könnte ihr Mann Detlev von der Heide mit einem schlechteren Ergebnis wieder in die SVV einziehen. Der erste auf der SPD-Reserveliste ist aber Falko Nitsche.

Zudem hält Haase es auch nicht für fair, dass die Bürgermeisterin am Wahlsonntag alle Wahlbüros aufgesucht hat, um den Wahlhelfern zu danken. „Das hätte sie auch am nächsten Tag tun können. Für mich ist das Wahlbeeinflussung“, sagt Haase.

Sven Petke (CDU) wird erstmals bei den Stadtverordneten mitmischen. „Ich freue mich sehr über das Ergebnis. Vor allem, weil wir ein realistisches Ergebnis vorweisen können und nicht auf geborgte Stimmen zurückgreifen müssen“, sagt Petke. Er konnte 857 Stimmen für sich verbuchen und wird das Mandat – neben seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter– annehmen. „Wir Abgeordneten der CDU wollen für Luckenwalde etwas bewirken. Wir wollen nicht nur verwalten, sondern gestalten“, verspricht er.

Matthias Nerlich (FDP) hat es nicht in die Stadtverordnetenversammlung geschafft. Als Wahlverlierer sieht er sich nicht. „Dafür hat es Dietrich Maetz geschafft“, sagt er, „er ist der Repräsentant unserer Partei, der Ältere und Erfahrenere. Selbst bei Stimmengleichheit hätte ich ihm den Vorzug gewährt, er freut sich darauf, die 800-Jahrfeier der Stadt Luckenwalde mitgestalten zu können.“

Von Margrit Hahn

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