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Puppendoktor, Weinsalon und Wunderkammer

Tag des Handwerks in Glashütte Puppendoktor, Weinsalon und Wunderkammer

Das Museumsdorf Baruther Glashütte hat am Samstag erstmals zum Tag des Handwerks eingeladen. Etwa 30 Besucher schauten sich die Wunderkammer und den Weinsalon an und kamen mit einem Puppendoktor und einer Glasmacherin ins Gespräch. Mit dem Tag des Handwerks will das Museum den beliebten Hüttenabend erweitern.

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Blick in die Wunderkammer mit Schätzen aus aller Welt.

Quelle: Gudrun Ott

Glashütte. Im Glashütter Museumsdorf hat am Samstag zum ersten Mal ein Tag des Handwerks stattgefunden. „Mit diesem Angebot erweitern wir unseren beliebten Hüttenabend“, sagte Museumsleiter Georg Goes.

Goes konnte etwa 30 Besucher begrüßen, zu denen unter anderem Christa und Helmut Hansche gehörten. „Wir sind nicht zum ersten Mal in Glashütte. Uns interessiert altes Handwerk, und als Landwirt im Nebenerwerb habe ich im Winter etwas mehr Zeit“, sagte der Fernneuendorfer.

Eine einstündige Schnuppertour führte die Gruppe in die Wunderkammer, zum Puppendoktor und in den Weinsalon. In der Wunderkammer von Doris Vogt gibt es neben Raritäten aus Afrika, Bildern, Figuren, Masken, Waldglas und Weingläsern auch ein ausgesuchtes Bücherangebot. „Wunderkammern waren die ersten Kunstkabinette. Sie enthielten Raritäten aus der ganzen Welt“, erläuterte Norbert Vogt den Namen.

In der kleinen Manufaktur für textiles Wohndesign von Barbara Plath, alias Baba-Bär, erwartete auch Ehemann Martin Plath die Gäste. Vor rund 30 Jahren wurde er zum Puppendoktor, weil niemand sonst die Puppen der Tochter und ihrer Freundinnen zu reparieren vermochte. Seit 15 Jahren ist der frühere Werbe- und Marketingleiter hauptberuflich Puppendoktor. An die 600 Puppen hat er seitdem restauriert, die älteste war aus dem Jahr 1810, musste gründlich gereinigt werden und brauchte neue Haare und neue Augen. „Für die Augen bin ich nach Lauscha gefahren, denn dort gibt es die besten Glasaugenmacher – übrigens nicht nur für Puppen.“ Vor sieben Jahre ist das Berliner Ehepaar ins märkische Idyll gezogen. Regelrecht verliebt hätten sie sich in das Museumsdorf, sagen beide.

Ganz ähnlich erging es Dascha Kuhn und Reinhard Hannesschläger. Sie haben ihr Herz an diesen besonderen Wohnort vor drei Jahren verloren. Im Weinsalon wärmten sich Besucher bei heißer Schokolade und Glühwein und lauschten den Ausführungen des Österreichers über Weine direkt vom Winzer. Etwa 80 Weine hat Reinhard Hannesschläger vorrätig. Dascha Kuhn bietet im geräumigen Salon Teppiche, Taschen, Untersetzer und Filzschuhe aus Kirgistan an.

Nach dem Rundgang nahm Museumsleiter Goes die Besucher in der Neuen Hütte in Empfang, informierte zur Geschichte der Glashütte, die vor 300 Jahren gegründet wurde. Auf der historischen Arbeitsbühne gab es eine Brotzeit. Unter der Anleitung von Glasmacherin Stephanie Schulz konnte Besucher Glaskugeln blasen.

Von Gudrun Ott

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